Corona: USA heben viele Beschränkungen für Geimpfte auf

Lesedauer: 76 Minuten
Experten: Corona-Pandemie "hätte verhindert werden können"

Experten: Corona-Pandemie "hätte verhindert werden können"

Eine von der WHO eingesetzte Experten-Kommission ist sich sicher: Die Coronavirus-Pandemie hätte verhindert werden können. Doch viele Staaten und die WHO hätten zu spät reagiert, und viele Politiker hätten ihre Augen vor wissenschaftlichen Erkenntnissen verschlossen, monieren die Experten.

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Auch in Berlin fallen die Impfpriorisierung bei Haus- und Betriebsärzten. Für Reisende gelten jetzt neue Regeln. Mehr im Blog.

  • Der Abwärtstrend bei den Corona-Neuinfektionen setzt sich weiter fort – das geht aus aktuellen RKI-Zahlen hervor
  • In immer mehr Bundesländern soll die Impfpriorisierung fallen
  • Curevac testet einen zweiten Impfstoff
  • Justizministerin Lambrecht hat ein baldiges Ende der Grundrechtseinschränkungen gefordert
  • Außenminister Heiko Maas ist zuversichtlich, dass auch nicht geimpfte Deutsche im Sommer Urlaub in Italien machen können
  • Der geplante digitale Impfnachweis in Deutschland soll nicht nur die Corona-Impfung bescheinigen, sondern auch Negativtests

Berlin. Immer mehr Bundesländer heben die Impfpriorisierung in Arztpraxen komplett auf: Am Donnerstag kündigte zuletzt Sachsen an, auf eine Priorisierung ab dem 24. Mai zu verzichten. Bereits ab kommendem Montag soll es in Baden-Württemberg, Bayern und Berlin keine entsprechenden Beschränkungen für Corona-Impfstoffe in Arztpraxen mehr geben.

Die Sieben-Tage-Inzidenz nähert sich bundesweit immer deutlicher der Marke von 100 an. In Hamburg gilt die Notbremse nicht mehr. Baden-Württemberg will von Samstag an die Corona-Regeln für Restaurants, Tourismus und Freizeit lockern - geknüpft an bestimmte Auflagen.

Was ebenfalls zur Entspannung der Corona-Lage beiträgt: Rund jeder Dritte ist in Deutschland mittlerweile mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft, gut acht Prozent sind schon vollständig geimpft. Die Grundrechtseinschränkungen durch das Infektionsschutzgesetz gelten für sie nun nicht mehr. Außerdem genießen sie erste Lockerungen der Corona-Maßnahmen.

Die Bundesregierung mahnt aber weiter zu Vorsicht. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte am Mittwoch in Berlin, mit sinkenden Infektionszahlen und auf den Intensivstationen gehe „alles in die richtige Richtung“. Es gelte nun aber, sehr aufzupassen, dass Zuversicht nicht zu Übermut werde und es kein Zuviel an Kontakten und Lockerungen gebe.

RKI meldet weiter sinkende Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 17.419 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 278 neue Todesfälle verzeichnet. Am Donnerstag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 21.953 Neuinfektionen und 250 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der innerhalb von sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Donnerstagmorgen bundesweit bei 103,6. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 107,8 angegeben, in der Vorwoche mit 129,1. Lesen Sie mehr dazu: RKI meldet Corona-Fallzahlen und aktuellen Inzidenz-Wert

Corona-News von Donnerstag, 13. Mai: Verband: Verbot für Chor- und Ensemblearbeit nicht nachvollziehbar

22.01 Uhr: Der Verband der Musik- und Kunstschulen in Brandenburg fordert für seinen Bereich mehr Öffnungsperspektiven vom Land. Das bestehende Verbot der Ensemblearbeit von Bläser und Chören sei nicht nachvollziehbar.

Das gelte auch für die Arbeit an den Schulen, hieß es am Donnerstag in einer Mitteilung. Ohne eine klare Perspektive, wann die ganze Instrumentengruppe der Bläser und wann die Sänger wieder gemeinsam musizieren könnten, drohten große Defizite und Lücken in der Nachwuchsarbeit, warnte der Verband. Pädagogisch seien diese Defizite schon jetzt schon schwer aufzuholen.

USA heben Masken- und Distanzregelungen für vollständig Geimpfte auf

21.28 Uhr: Die USA heben für vollständig gegen das Coronavirus Geimpfte Maskenpflicht und Distanzregeln auf. Diese Personengruppe brauche künftig weder draußen noch in Innenräumen einen Mund-Nasen-Schutz, teilte die Chefin der Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, am Donnerstag mit. Auch die Abstandsregeln würden für sie nicht mehr gelten. Lediglich in öffentlichen Verkehrsmitteln aller Art besteht laut der CDC-Website noch Maskenpflicht für alle.

In den USA haben schon mehr als 153 Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis erhalten. Das sind rund 46 Prozent der Gesamtbevölkerung. Von der erwachsenen Bevölkerung haben knapp 59 Prozent mindestens eine Dosis erhalten. US-Präsident Joe Biden hat das Ziel ausgerufen, diesen Anteil bis zum Nationalfeiertag am 4. Juli auf 70 Prozent anzuheben.

Griechenland lockert Corona-Regeln und Reisebeschränkungen

20.04 Uhr: Griechenland lockert ab Freitag zahlreiche Corona-Beschränkungen. Zusätzlich zur Aufhebung eines Reiseverbots innerhalb des Landes sollen auch Museen wieder öffnen dürfen. Zudem müssen Bürger künftig das Verlassen ihrer Wohnungen nicht mehr per SMS bei den Behörden anmelden. Wer auf eine der griechischen Inseln mit dem Schiff oder Flugzeug reist, muss aber einen Impfnachweis oder einen negativen Corona-Test vorlegen.

Die dritte Welle der Corona-Pandemie hatte Griechenland besonders hart getroffen. Die Mehrheit der rund 10.000 Corona-Todesfälle entfiel auf die vergangenen Monate. Griechenland, dessen Wirtschaft stark vom Tourismus abhängt, hat seine Impfkampagne vor der Sommersaison beschleunigt. Obwohl die Behörden weiterhin mehr als 2000 Neuinfektionen pro Tag registrieren und die Krankenhäuser ausgelastet sind, durften bereits am Montag alle Schulen wieder öffnen.

Impfkampagne für Zwölf- bis 15-Jährige in den USA gestartet

19.00 Uhr: Die USA haben damit begonnen, im großen Stil Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren gegen das Coronavirus zu impfen. Landesweit konnten sich am Donnerstag Zwölf- bis 15-Jährige mit dem Vakzin von Biontech und Pfizer impfen lassen. Die US-Gesundheitsbehörde CDC hatte die Impfungen für die rund 17 Millionen Kinder und Jugendlichen dieser Altersgruppe am Vorabend empfohlen.

„Obwohl die meisten Kinder mit Covid-19 nur milde oder gar keine Symptome haben, können einige Kinder schwer erkranken“, erklärte CDC-Chefin Rochelle Walensky. Es habe auch einige wenige Todesfälle in der Altersgruppe gegeben. Eine Impfung von Kindern und Jugendlichen werde den USA helfen, die Pandemie hinter sich zu lassen.

Sachsen hebt Impfpriorisierung in Arztpraxen komplett auf

18.01 Uhr: Sachsen hebt zum 24. Mai die Impfpriorisierung für alle Corona-Impfstoffe komplett auf. Einen entsprechenden Bericht der „Ärzte Zeitung“ (Freitag) bestätigte das Gesundheitsministerium am Donnerstag auf Anfrage. Allerdings gilt das ausschließlich für die Praxen und nicht für die Impfzentren.

Ende April hatte der Freistaat bereits die Impfreihenfolge für Astrazeneca beendet. Am vergangenen Dienstag kündigte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) dies auch für den Impfstoff von Johnson & Johnson an. Bereits ab kommendem Montag soll es in Baden-Württemberg, Bayern und Berlin keine Priorisierung für Corona-Impfstoffe in Arztpraxen mehr geben.

Kolumbien: Kliniken droht inmitten von Protesten Corona-Kollaps

16.52 Uhr: Nach tagelangen Protesten steht das Gesundheitssystem in Kolumbien angesichts der Corona-Pandemie vor dem Zusammenbruch. „Es muss mit aller Realität gesagt werden: die Ansteckungssituation in Bogota ist kritisch: fast einhundertprozentige Belegung der Intensivstation“, schrieb der kolumbianische Gesundheitsminister Fernando Ruiz am Mittwochabend (Ortszeit) auf Twitter. 500 Patienten müssten aus der Hauptstadt in andere Teile des Landes verlegt werden.

Seit zwei Wochen kommt es in Kolumbien zu zahlreichen, teilweise von Gewalt überschatteten Protesten. Mindestens 42 Menschen sind nach den jüngsten Angaben der nationalen Ombudsstelle während der Protesttage ums Leben gekommen, 168 Personen werden vermisst.

Schleswig-Holsteinverurteilt "kriminelle Energie" bei Impfpass-Fälschern

15.59 Uhr: Schleswig-Holsteins Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) hat das zunehmende Fälschen von Impfpässen in der Corona-Pandemie verurteilt: "Die meisten sind entsetzt darüber, dass eine kleine Gruppe selbst während einer Pandemie mit weltweit Millionen Toten und Langzeitkranken nicht davor zurückschreckt, sich auf Kosten anderer mit krimineller Energie Vorteile zu verschaffen und daraus Profit zu schlagen", sagte Sütterlin-Waack dieser Redaktion.

Die CDU-Politikerin sei überzeugt davon, dass "die überwältigende Mehrheit der Menschen sich nicht selbst und andere mittels gefälschten Impfnachweisen in Gefahr bringen will und wird". Die aktuelle Debatte zeige, dass das Problem erkannt sei und auch gelöst werde, hob Sütterlin-Waack hervor. "Das geht in einem demokratischen Rechtsstaat nun einmal nicht von heute auf morgen."

Curevac testet verbesserten Impfstoff

15.38 Uhr: Das deutsche Pharmaunternehmen Curevac testet einen weiteren Impfstoffkandidaten im Tierversuch. Das gab das Unternehmen auf in einer Mitteilung bekannt. Die mRNA-Technologie, auf der auch Curevacs erster Impfstoff beruht, habe seit Beginn der Pandemie enorme Fortschritte gemacht, sagte Dr. Igor Splawski, Chief Scientific Officer bei Curevac. Die neuen Impfstoffkandidaten "sollen verbesserte Immunantworten erzeugen und zielen auf neue Varianten ab." Curevac hat bereits einen Impfstoff entwickelt. Er befindet sich zur Zeit in der Zulassung bei der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA).

Ohio verlost Millionen an Geimpfte

14.57 Uhr: Der US-Bundesstaat Ohio wird laut Gouverneur Mike DeWine per Los eine Million Dollar an Geimpfte verschenken. An der wöchentlichen Lotterie, die insgesamt fünf Wochen dauern soll, dürfen Volljährige mit mindestens einer Corona-Impfung teilnehmen. Auch für Minderjährige wird es eine Impf-Lotterie geben. Der Preis ist in diesem Fall jedoch ein Stipendium über vier Jahre für eine staatliche Universität. In den USA ist ein Hochschulstudium unverhältnismäßig teuer.

"Ich weiß, dass einige sagen werden: 'DeWine, du bist verrückt! Diese Millionen-Dollar-Idee von dir ist eine Geldverschwendung'", schrieb der Gouverneur bei Twitter. Die eigentliche Verschwendung an diesem Punkt der Pandemie, wo Impfstoffe für jeden zugänglich seien, sei jedoch der Verlust eines weiteren Menschenlebens durch eine Corona-Infektion.

Behandlungsstau in England betrifft Millionen

14.10 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie mussten in vielen Krankenhäusern Operationen und Behandlungen verschoben werden. Wie massiv dieser Behandlungsstau auch für Deutschland ausfallen könnte, lässt sich mit einem Blick nach England erahnen. Dort warteten Ende März fast fünf Millionen Menschen auf eine Behandlung im Krankenhaus. Das ist der höchste Stand seit Beginn der Statistik im August 2007, teilte der Nationale Gesundheitsdienst (NHS) mit. Mehr als 430.000 Menschen warteten demnach bereits seit einem Jahr auf den Start ihrer Behandlung.Im März 2020 waren es nur 3097 Langzeit-Wartende.

Um den Rückstau abzubauen, forderten Gesundheitsexperten eine Aufhebung von Corona-Abstandsmaßnahmen für Pflegekräfte. Außerdem seien höhere Investitionen nötig, um in den kommenden Monaten so viele Patienten wie möglich zu betreuen. Unter den Wartenden sind vor allem Krebspatienten, aber auch Menschen mit psychischen Erkrankungen. Der NHS fürchtet, dass der Abbau mehrere Jahre dauern wird.

Lambrecht fordert baldige Lockerungen für alle

13.38 Uhr: Bundesjustizministerin Christine Lambrecht drängt auf einen nahes Ende der Grundrechtseinschränkungen durch Corona-Maßnahmen. "Ich möchte, dass es nun Veränderungen für uns alle gibt, nicht nur für Geimpfte und Genesene", sagte die SPD-Politikerin dem "Handelsblatt". Dies sei "eine Frage von wenigen Wochen, teilweise auch nur von Tagen, aber ganz bestimmt nicht mehr von einem halben Jahr".

Berlin hebt Impfpriorisierung für alle Vakzine bei Ärzten auf

11.40 Uhr: Berlin hebt ab Montag die Priorisierung für alle verfügbaren Corona-Impfstoffe bei Haus- und Betriebsärzten auf. Das kündigte ein Sprecher der Senatsverwaltung für Gesundheit am Donnerstag auf dpa-Anfrage an. Zuvor hatte das Magazin "Business Insider" darüber berichtet. Bisher war die Vergabe an Kriterien wie Alter, Vorerkrankung und die Zugehörigkeit zu bestimmten Berufsgruppen geknüpft. Zuvor hatten bereits Bayern und Baden-Württemberg ähnliche Schritte angekündigt.

Das Vorgehen bedeutet allerdings nicht, dass jeder sofort nächste Woche geimpft werden kann. Die verfügbaren Impfstoffmengen sind laut Gesundheitsverwaltung zunächst weiter relativ knapp, erst ab Juni werde mit größeren Mengen gerechnet. Patienten, die zu einer der drei Prioritätengruppen zählen und noch nicht geimpft sind, hätten zudem weiter Vorrang, erläuterte der Sprecher. Für die Impfzentren der Hauptstadt ändere sich am bisherigen Vorgehen zunächst nichts.

Lambrecht lehnt Strafverschärfung für Impfpass-Fälschung ab

11.27 Uhr: Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) lehnt trotz vermehrt aufgetretener Fälle von Impfpass-Fälschungen härtere Strafen ab. "Es geht um genaue Kontrollen, nicht um höhere Strafrahmen", sagte die SPD-Politikerin dem "Handelsblatt". Es gebe bereits klare strafrechtliche Regeln: "Wer hier täuscht, riskiert empfindliche Geldstrafen oder sogar eine Freiheitsstrafe", erläuterte die Ministerin. "Das ist die richtige Ansage."

Unter anderem hatte Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) härtere Strafen gefordert und eine entsprechende Initiative für die Justizministerkonferenz im Sommer angekündigt. Auch Vertreter von Polizeigewerkschaften wiesen zuletzt auf die wachsende Gefahr durch gefälschte Impfpässe hin.

Kinder und Jugendliche sollen in Schulen geimpft werden

11.16 Uhr: Kinder über zwölf Jahren sollen schon bald in Schulen und von Hausärzten gegen das Coronavirus geimpft werden. "Je nachdem, ob man eine große oder eine kleine Schule hat, gibt es ganz unterschiedliche Rahmenbedingungen", sagte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) dem Sender RTL/ntv.

Entsprechend könnten unterschiedliche Angebote gemacht werden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bekräftigte, dass es auch für Schüler keinen Impfzwang geben werde. Für viele Eltern sei es wichtig, dabei zu sein, wenn ihre Kinder geimpft werden, sagte die Karliczek. "Von daher ist es dann vielleicht sogar einfacher, das beim Hausarzt zu machen." Spahn hatte angekündigt, dass bis zum Ende der Sommerferien den Zwölf- bis 18-Jährigen in Deutschland ein Impfangebot gemacht werden soll.

RKI: Anteil der indischen Mutation in Deutschland wächst

9.30 Uhr: Auf sehr niedrigem Niveau beobachtet das Robert Koch-Institut (RKI) in Deutschland einen wachsenden Anteil der in Indien entdeckten Corona-Variante. Die neu als besorgniserregend eingestufte Mutante B.1.617 sei bisher nur in wenigen Proben nachgewiesen, "aber ihr Anteil stieg in den letzten Wochen stetig an", heißt es in einem RKI-Bericht vom Mittwochabend.

Ihr Anteil an den untersuchten Proben beträgt demnach weniger als zwei Prozent (Untervariante B.1617.1: 0,6 Prozent; B.1617.2: 0,9 Prozent). Das RKI betont, dass die absoluten Zahlen der Nachweise in der Woche vom 26. April bis 2. Mai lediglich im zweistelligen Bereich lägen: bei gut 30.

Mehr als 250.000 Corona-Tote in Indien
Mehr als 250.000 Corona-Tote in Indien

Neue Einreiseregeln für Reiserückkehrer

8.39 Uhr: Für Urlaubsrückkehrer und andere Einreisende nach Deutschland sollen von diesem Donnerstag an bundesweit einheitliche Corona-Regeln greifen. Für vollständig Geimpfte und Genesene fallen damit Vorgaben zu Quarantäne und Test-Erfordernissen weg - außer, man kommt aus einem Gebiet mit neuen, ansteckenderen Virusvarianten. Lesen Sie hier: Corona: So geht Reisen mit ungeimpften Kindern

Laut einer vom Bundeskabinett beschlossenen Verordnung sollen auch Nicht-Geimpfte die bisher übliche Quarantäne von zehn Tagen nach Einreise mit einem negativen Test vermeiden können - wenn sie aus einem so genannten „Risikogebiet“ mit höheren Infektionszahlen kommen. Dafür muss man aktiv belegen, dass man negativ getestet ist. Gehen soll das auch durch Hochladen eines Nachweises bei der digitalen Einreiseanmeldung. Möglich sind Schnelltests, die nicht älter als 48 Stunden sind, oder maximal 72 Stunden alte PCR-Tests.

Corona-News von Mittwoch, 12. Mai: US-Gesundheitsbehörde unterstützt Biontech-Vakzin für Kinder ab zwölf

22.20 Uhr: Auch die US-Gesundheitsbehörde CDC unterstützt die Verabreichung des Corona-Impfstoffes von Pfizer/Biontech für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren. Ein Expertengremium der CDC sprach sich am Mittwoch für die Anwendung bei den Minderjährigen aus, wie mehrere Medien übereinstimmend berichteten. Am Montag hatte die US-Arzneimittelbehörde FDA das Vakzin bereits für diese Altersgruppe zugelassen. Die bereits bestehende Notfallzulassung zur Verabreichung ab 16 Jahren wurde entsprechend angepasst und erweitert. Viele lokale Behören in den USA hatten aber neben der FDA-Zulassung aber die Empfehlung der CDC abgewartet.

Vor den USA hatten schon Kanada und andere Länder den Impfstoff auch für 12- bis 15-Jährige freigegeben. Bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA liegt ebenfalls ein entsprechendes Gesuch, die Prüfung könnte noch bis Anfang oder Mitte Juni dauern. In der EU darf das Mittel von Biontech/Pfizer bislang nur Menschen ab 16 Jahren gespritzt werden.

Bahn will Sicherheitskräfte an Himmelfahrts-Wochenende verdoppeln

20.57 Uhr: Die Deutsche Bahn rechnet nach einem Medienbericht am Himmelfahrts-Wochenende mit deutlich mehr Fahrgästen und will zur Durchsetzung der Corona-Regeln die Zahl der Sicherheitskräfte in Fernverkehrszügen verdoppeln. „Die zusätzlichen Mitarbeiter werden vor allem rund um die Ballungsräume und auf besonders nachgefragten Verbindungen Präsenz zeigen“, sagte ein Bahn-Sprecher dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Die Maßnahme solle für die Wochenenden Himmelfahrt, Pfingsten und Fronleichnam gelten. Am Freitag vor Pfingsten würden auf stark nachgefragten Strecken zusätzliche Verbindungen im Fernverkehr angeboten.

Brüssel fordert striktere Einreisesperre für Indien

19.52 Uhr: Wegen der dramatischen Corona-Lage in Indien fordert die EU-Kommission noch striktere Beschränkungen für Reisende aus dem südasiatischen Land. Die Brüsseler Behörde appellierte am Mittwochabend an alle 27 Mitgliedsstaaten, mit koordiniertem Handeln die Ausbreitung der in Indien entdeckten Virusvariante B.1.617.2 zu bremsen.

Nur noch Menschen mit zwingendem Reisegrund solle die Einreise erlaubt werden. Dazu gehören wichtige Familienangelegenheiten sowie humanitäre Gründe. EU-Bürger und hier ansässige Menschen sowie deren Familie dürften weiter nach Europa einreisen. Allerdings sollten für sie zusätzliche Gesundheitsvorkehrungen gelten, darunter Test- und Quarantänepflichten unabhängig davon, ob die Menschen geimpft sind.

Diese Maßnahmen entsprächen der "Notbremse", die die Kommission Anfang Mai empfohlen hatte. Der Vorschlag für koordinierte Reisebeschränkungen für Indien sei den EU-Botschaftern am Mittwoch vorgelegt worden, hieß es aus der Kommission.

Baden-Württemberg will Corona-Auflagen lockern

19.31 Uhr: Baden-Württemberg will schon von Samstag an unter bestimmten Bedingungen die Corona-Regeln in der Gastronomie, im Tourismus und in der Freizeit lockern. Liegen die Corona-Zahlen in den Kreisen fünf Tage in Folge unter einer Inzidenz von 100, darf zum Beispiel die Gastronomie mit Hygieneauflagen und Testkonzepten wieder öffnen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Regierungskreisen in Stuttgart. Damit beendet die grün-schwarze Regierung die sieben Monate lange Zwangspause für die Gaststätten. Im Südwesten liegen derzeit zwölf Kreise unter 100 Infektionen auf 100 000 Einwohner in sieben Tagen.

Norwegen nimmt Astrazeneca aus Impfkampagne

18.44 Uhr: Norwegen verzichtet wie Dänemark bei seiner laufenden Impfkampagne gegen Covid-19 gänzlich auf den Impfstoff von Astrazeneca. Das gab Ministerpräsidentin Erna Solberg am Mittwochabend auf einer Pressekonferenz in Oslo bekannt. Damit folgt ihre Regierung den Empfehlungen eines Expertenausschusses und des nationalen Gesundheitsinstituts FHI, die beide zuletzt geraten hatten, den Corona-Impfstoff von Astrazeneca sowie das Präparat von Johnson & Johnson aufgrund des Risikos von seltenen, aber schwerwiegenden Nebenwirkungen aus dem Impfprogramm zu streichen.

Das Präparat von Johnson & Johnson werde vorläufig nicht aus dem Programm gestrichen, der Einsatz aber weiter pausiert, sagte Solberg. Die Regierung prüfe, inwieweit dieser Impfstoff denjenigen angeboten werden könne, die sich damit freiwillig impfen lassen wollten.

CDC meldet 28 Fälle von Thrombosen nach Johnson & Johnson-Impfung

17.53 Uhr: Die US-amerikanische Gesundheitsbehörde CDC hat gemeldet, dass es das nach Impfungen mit dem Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson 28 Fälle von schweren Blutgerinnung unter mehr als 8,7 Millionen Menschen gab. Am meisten betroffen waren Frauen im Alter von 30 bis 49 Jahren.

Weiterhin Übersterblichkeit in EU während Corona-Pandemie

17.52 Uhr: In der dritten Corona-Welle zu Jahresbeginn hat es in der Europäischen Union weiter mehr Todesfälle gegeben als in normalen Jahren. Die sogenannte Übersterblichkeit lag im Januar 2021 bei 16 Prozent, im Februar bei 5 Prozent und im März bei 9 Prozent, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch mitteilte. Verglichen wurde mit der durchschnittlichen Zahl von Todesfällen in den Jahren 2016 bis 2019.

Ende 2020 hatte die Behörde einen drastischen Anstieg der Todesfälle registriert: Im November dokumentierte Eurostat einen Sprung von 40,6 Prozent im Vergleich zu den durchschnittlichen Todesfällen in dem Monat der Jahre 2016 bis 2019. Im Dezember waren es 30 Prozent.

Sommerurlaub in Italien: Außenminister Maas zuversichtlich

17.46 Uhr: Bundesaußenminister Heiko Maas ist zuversichtlich, dass auch nicht gegen Corona geimpfte deutsche Touristen im Sommer in Italien Urlaub machen können. Er glaube, dass man dafür über entsprechende Konzepte die Voraussetzungen schaffen könne, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch nach einem Gespräch mit dem italienischen Außenminister Luigi Di Maio in Rom. "Daran hat Italien natürlich als eines der beliebtesten deutschen Reiseziele ein hohes Interesse", fügte er hinzu. Ganz Italien ist derzeit von der Bundesregierung noch wie der größte Teil Europas als Corona-Risikogebiet eingestuft.

Slowakei will Sputnik V ohne EU-Zulassung einsetzen

17.17 Uhr: Der von der EU nicht zugelassene Corona-Impfstoff Sputnik V soll in der Slowakei ab Anfang Juni zum Einsatz kommen. Dafür seien nur noch einige organisatorische Vorbereitungen notwendig, erklärte der slowakische Gesundheitsminister Vladimir Lengvarsky am Mittwoch in Bratislava. Schon Anfang März hatte die Slowakei aus Russland 200 000 Dosen des Impfstoffs erhalten, setzte ihn aber wegen der fehlenden Zulassung bisher nicht ein.

Über ein Drittel der Deutschen mindestens einmal gegen Corona geimpft

16.59 Uhr: Mehr als jeder Dritte in Deutschland ist mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Wie aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch hervorgeht (Stand: 16.15 Uhr), haben 34,3 Prozent der Menschen mindestens eine Corona-Impfung erhalten.

So verabreichten alle Stellen laut RKI bislang insgesamt etwa 36,8 Millionen Impfungen. Davon seien knapp 29 Millionen bei Erstimpfungen und weitere etwa 8,3 Millionen bei Zweitimpfungen verabreicht worden. Demnach stieg die Quote der vollständig Geimpften auf 10 Prozent. Am Dienstag wurden den Angaben zufolge 1.047.865 Impfspritzen gesetzt. An bereits zwei anderen Tagen in den vergangenen Wochen hatte die Zahl der beim RKI gemeldeten verabreichten Impfdosen binnen eines Tages bei mehr als einer Million gelegen.

Schweiz will Corona-Beschränkungen weiter lockern

15.48 Uhr: Die Schweiz will die Coronaschutzmaßnahmen weiter lockern. Die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionszahlen sinkt, deshalb sollen womöglich schon Ende Mai die Restaurant-Innenräume wieder genutzt werden dürfen, wie die Regierung am Mittwoch bekanntgab. Seit Mitte April sind bereits die Terrassen geöffnet. Voraussetzung ist, dass die Impfkampagne in hohem Tempo weitergeht und sich die Infektionslage nicht verschlechtert. Die definitive Entscheidung soll nach Pfingsten fallen.

Womöglich sollen dann auch Thermalbäder und Wellnesseinrichtungen wieder öffnen. Dort müsste zwar Abstand eingehalten werden, Kundinnen und Kunden könnten sich dort nach den jetzigen Vorschlägen aber ohne Maske aufhalten. Ende Mai soll auch entschieden werden, ob wie geplant ab Juli Großveranstaltungen wie Open-Air-Feste mit bis zu 3000 Besuchern, ab September mit bis zu 10 000 Besuchern erlaubt werden.

Steuereinnahmen 2021 wohl niedriger als gedacht

15.20 Uhr: Wegen der anhaltenden Corona-Krise müssen Bund, Länder und Kommunen in diesem Jahr mit 2,7 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen rechnen als noch im November erwartet. Wie das Finanzministerium am Mittwoch in Berlin bekanntgab, gehen die Steuerschätzer aber davon aus, dass der Staat rund 33,8 Milliarden Euro mehr einnimmt als im Krisenjahr 2020.

Fusion Festival wird erneut verschoben

15.14 Uhr: Ein weiteres Musikfestival fällt auch 2021 wegen der Corona-Pandemie aus: Aufgrund fehlender Planungssicherheit können das Fusion Festival 2021 nicht stattfinden, teilten die Veranstalter mit. Die Tickets bleiben für die Veranstaltung im kommenden Jahr 2022 gültig, könnten aber auf Wunsch auch erstattet werden.

Die Veranstalterinnen hatten im März ein ausführliches Hygiene-Konzept mit mehrfachen PCR-Tests für alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen vorgestellt. Trotzdem muss das Festival erneut verschoben werden. Die für die Veranstaltung angeschaffte Test- und Laborstation soll in der kommenden Woche in Lärz den allgemeinen Betrieb für die Region aufnehmen und auch kostenlose Schnelltests – sogenannte „Bürgertests“ – anbieten.

NRW erlaubt eingeschränkte Gastronomie-Öffnung bei Inzidenz unter 100

14.57 Uhr: In Nordrhein-Westfalen sollen eingeschränkte Öffnungen der Außengastronomie wieder erlaubt werden, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf Werktagen unter 100 liegt. Voraussetzungen seien eine verminderte Gästezahl und ein negativer Corona-Test der Besucher, kündigte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Mittwoch an. Innenbereiche dürften entsprechend ab einer Inzidenz unter 50 wieder geöffnet werden. Die Regelung greife ab dem 15. Mai.

Derzeit liegt die landesweite Inzidenz in NRW nach aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 116,2 und geht weiter zurück. 15 von 53 Kommunen waren am Mittwoch unter der 100er-Marke und einige weitere knapp darüber. Am besten sah die Lage in Münster mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 51,7 aus.

Corona-Maßnahmen in Schweden bleiben bis zum 1. Juni in Kraft

14.33 Uhr: Die in Schweden geltenden Corona-Maßnahmen werden angesichts vergleichsweise hoher Neuinfektionszahlen bis zum 1. Juni verlängert. Das gab Ministerpräsident Stefan Löfven am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Stockholm bekannt. Auch wenn man auf nationaler Ebene einen Rückgang der Infektionszahlen sehe, befänden sich diese nach wie vor auf einem hohen Niveau. Ursprünglich waren Lockerungen für den 17. Mai angedacht gewesen.

Schweden hat in der Corona-Krise einen vielbeachteten Sonderweg gewählt. Die Skandinavier entschieden sich zu weniger strikten Beschränkungen und setzten mehr auf Empfehlungen und Appelle an die Vernunft der Bürger. Dennoch sind auch in Schweden bestimmte Maßnahmen eingeführt worden, darunter eine Teilnehmerobergrenze für Veranstaltungen und Zusammenkünfte von maximal acht Personen.

Wegen Leichen Netz im Ganges gespannt

13.54 Uhr: Nachdem dutzende Leichen mutmaßlicher Covid-19-Todesopfer an die Ufer des Ganges gespült wurden, ist im Norden von Indien ein Netz durch den Fluss gespannt worden. Dies teilte der Minister für Wasserressourcen im Bundesstaat Bihar, Sanjay Kumar, am Mittwoch auf Twitter mit. Das Netz sei im Ganges an der Grenze von Bihar zum Bundesstaat Uttar Pradesh platziert worden. Es gebe zudem Kontrollen am Fluss.

Der Fund von mehr als 70 Leichen an den Ufern des Ganges in Bihar hatte Befürchtungen verstärkt, dass das Coronavirus vielfach unbemerkt in den ländlichen Regionen Indiens wütet, wo zwei Drittel der Bevölkerung leben. Einheimische sagten der Nachrichtenagentur AFP, vermutlich seien die Toten wegen der wegen der Corona-Pandemie überfüllten Krematorien in den Fluss geworfen worden.

Otto will ab Juni die inländische Belegschaft gegen Covid-19 impfen

13.28 Uhr: Der Versandhändler Otto will von Juni an allen inländischen Konzern-Beschäftigen Impfungen gegen Covid-19 anbieten. Bundesweit seien 20 Betriebsimpfzentren startklar, teilte die Otto Group am Mittwoch in Hamburg mit. Das Impfkonzept sehe vor, „allen Konzernmitarbeitenden in Deutschland innerhalb eines Monats die erste Impfung und einen Folgetermin für die Zweitimpfung anzubieten“, sofern die Beschäftigten geimpft werden wollen und andere Impfmöglichkeiten in Impfzentren oder Arztpraxen noch nicht wahrgenommen wurden.

Das Impfangebot bei Otto richtet sich nach Angaben eines Sprechers an alle 40 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Konzerns in Deutschland.

Neues Pharma-Förderprogramm für Medikamente gegen Covid-19

13.14 Uhr: Pharmafirmen können sich ab diesem Freitag um einen millionenschweren Fördertopf für die Entwicklung neuer Arzneimittel gegen Covid-19 bewerben. Das neue Programm habe einen Umfang von 300 Millionen Euro, teilten das Bundesministerium für Gesundheit und das Bundesministerium für Bildung und Forschung am Mittwoch mit. Ziel sei, dass in den beiden ersten klinischen Phasen erfolgreich getestete Therapeutika-Kandidaten schnellstmöglich bei Patienten in Deutschland ankommen.

In der Pandemie stünden bisher nur wenige Medikamente zur Behandlung von Covid-19 Verfügung, sagte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU). Eine „Wunderpille“ werde es wahrscheinlich auch so schnell nicht geben. Forschung sei dennoch dringend nötig. „Wir müssen leider damit rechnen, dass selbst bei einer hohen Impfrate Menschen weiter an Covid-19 erkranken“, sagte die Ministerin.

Digitaler Impfpass „CovPass“ wird um Testergebnisse erweitert

12.56 Uhr: Der geplante digitale Impfnachweis in Deutschland soll nicht nur als Bescheinigung eines vollständigen Impfschutzes dienen, sondern auch offizielle negative Corona-Testergebnisse anzeigen können. Das verlautete am Mittwoch aus Regierungskreisen. Außerdem soll die Smartphone-App, die unter dem Namen „CovPass“ veröffentlicht werden soll, auch für Genesene zum Nachweis einer überstandenen Corona-Erkrankung dienen.

Das Projekt unter der Führung des amerikanischen Technologiekonzerns IBM liegt dem Vernehmen nach zeitlich im Plan. „CovPass“ soll demnach noch vor den Sommerferien der Bevölkerung zur Verfügung stehen. Beteiligt sind auch das Kölner Start-up Ubirch, der schwäbische IT-Dienstleister Bechtle und Govdigital, ein genossenschaftlicher Zusammenschluss von zehn IT-Dienstleistern der öffentlichen Hand.

Hausärzte in Baden-Württemberg dürfen ohne Priorisierung impfen

12.47 Uhr: Hausarztpraxen in Baden-Württemberg dürfen ab Montag alle bisher verfügbaren Corona-Impfstoffe ohne Rücksicht auf die staatlich vorgegebene Priorisierung verimpfen. Sie können nun vollständig selbst entscheiden, wer die Impfung gegen das Coronavirus zuerst braucht, nicht wie bisher nur in Bezug auf das Vakzin von Astrazeneca, wie das Sozialministerium in Stuttgart am Mittwoch mitteilte. Zuerst hatten „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“ über die Pläne berichtet (Mittwoch).

In den Impfzentren bleibt die Priorisierung den Angaben nach erhalten, damit dort Menschen mit hohem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf oder mit hohem Ansteckungsrisiko auf jeden Fall zuerst geimpft werden. „Trotz einzelner Drängler impfen wir weiter erfolgreich die Schutzbedürftigen zuerst“, erklärte Minister Manne Lucha (Grüne). Ab Montag zusätzlich dort impfberechtigt sind Menschen aus der Prioritätsgruppe drei, die im Arbeitsalltag einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind, darunter Verkäuferinnen, Busfahrer und andere Berufsgruppen.

Expertenurteil: schlechtes Coronamanagement bei WHO und Regierungen

12.37 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Regierungen in aller Welt haben im vergangenen Jahr zu langsam auf erste Alarmzeichen einer möglichen Gesundheitsbedrohung reagiert. Dieses Fazit zieht eine von der WHO bestellte unabhängige Expertenkommission in einem am Mittwoch in Genf vorgelegten Bericht.

„Die Kommission kommt zu dem Schluss, dass das System, wie es zurzeit besteht, nicht geeignet ist zu verhindern, dass sich mit einem neuen und hochansteckenden Erreger, der jeden Augenblick auftauchen könnte, eine Pandemie entwickelt“, heißt es in dem Bericht. Die Expertinnen und Experten legen zahlreiche Empfehlungen vor, wie die Welt sich besser auf eine neue Bedrohung einstellen kann. Darunter ist ein Milliardenfonds, den reiche Länder finanzieren sollen, um Vorkehrungen gegen eine neue Pandemie treffen zu können.

Spahn warnt vor "Übermut" bei Corona-Lockerungen

12.29 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat trotz der Entspannung der Corona-Lage zu weiterer Vorsicht gemahnt. Mit sinkenden Infektionszahlen und auf den Intensivstationen gehe „alles in die richtige Richtung“, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in Berlin. Es gelte nun aber, sehr aufzupassen, dass Zuversicht nicht zu Übermut werde und es kein Zuviel an Kontakten und Lockerungen gebe. Es werde sich erst in den nächsten Wochen entscheiden, ob die Lage auch im Sommer insgesamt besser sei. Auf allen politischen Ebenen sei daher die Bereitschaft nötig, im Fall steigender Infektionen schnell auch wieder Beschränkungen einzuführen und nicht lange zu warten.

Wie Spahn sagte, beschloss das Kabinett erstmals bundeseinheitliche Regeln für Einreisen nach Deutschland, nachdem es bisher Verordnungen der Länder gab. Demnach sollen unter anderem für vollständig Geimpfte und Genesene Testpflichten und Quarantänevorgaben wegfallen – es sei denn man kommt aus einem Gebiet mit ansteckenderen Virus-Varianten.

Bayern gibt alle Corona-Impfstoffe in Arztpraxen frei

11.42 Uhr: Bayern will ab dem kommenden Montag die Priorisierung für alle Corona-Impfstoffe bei Hausärzten aufheben. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch nach Angaben von Teilnehmern in einer Rede bei der Klausur der CSU-Landtagsfraktion in München an. In den Impfzentren soll es demnach aber bei dem bisherigen Verfahren mit Priorisierungen bleiben.

Bislang sind lediglich die Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson unabhängig von der Priorisierung freigegeben. Für die anderen Impfstoffe hatte dies der Bund für Juni in Aussicht gestellt – Bayern hatte aber angekündigt, hier schneller agieren zu wollen. Auch Baden-Württemberg hatte sich zuletzt zu diesem Schritt entschlossen.

Bundesregierung bringt weitere Corona-Hilfe für ÖPNV auf den Weg

11.26 Uhr: Busse und Bahnen in ganz Deutschland sollen wegen der Einnahmeausfälle in der Corona-Krise eine weitere Milliardenhilfe bekommen. Das Bundeskabinett brachte am Mittwoch einen Entwurf auf den Weg, der für dieses Jahr nochmals eine Milliarde Euro vorsieht. Verkehrsminister Andreas Scheuer sagte, der umweltfreundliche öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) könne damit leistungsfähig und zuverlässig am Laufen gehalten werden.

Der Gesetzentwurf kann nun von den Koalitionsfraktionen in den Bundestag eingebracht werden. Im vergangenen Jahr hatte der Bund bereits 2,5 Milliarden Euro zusätzlich für den Nahverkehr bereitgestellt – über die jährlichen Regionalisierungsmittel hinaus, die in diesem Jahr auf knapp 9,3 Milliarden Euro steigen.

Nauru vermeldet „Weltrekord“: Alle Erwachsenen gegen Corona geimpft

11.14 Uhr: Die kleine Pazifik-Insel Nauru hat nach eigenen Angaben als erstes Land der Welt allen Erwachsenen eine Impfdosis gegen das Coronavirus verabreicht. „Die Corona-Taskforce freut sich über diesen Weltrekord und dankt allen Einwohnern für ihren Beitrag, Nauru frei von Corona zu halten“, erklärte die Regierung am Mittwoch.

Im Laufe eines Monats erhielten den Angaben zufolge 7392 Menschen eine erste Astrazeneca-Impfung. Das entspricht sogar 108 Prozent der eigenen Staatsbürger - auch Ausländer vor Ort wurden mitgeimpft. Mitte Juli sollen alle Bewohner ihre zweite Impfdosis erhalten. Nauru gehört zu den wenigen Ländern der Welt, in denen bisher keine Fälle des Coronavirus registriert wurden. Damit das so bleibt, soll weiter regelmäßig getestet werden.

Gesundheitsminister Spahn und RKI-Chef Wieler informieren über Corona-Lage

11.00 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) spricht auf einer Pressekonferenz zusammen mit RKI-Präsident Lothar Wieler über die aktuelle Corona-Lage. Auch anwesend ist mit Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU), die zur Forschungsförderung rund um die Corona-Pandemie Auskunft geben und Fragen beantworten wird. Hier können Sie die Pressekonferenz im Livestream verfolgen.

Gesundheitsminister Spahn und RKI-Chef Wieler zur Corona-Lage

Karliczek: Kinder könnten in Schulen oder von Hausärzten geimpft werden

10.05 Uhr: Die für Kinder über zwölf Jahren geplanten Corona-Impfungen könnten nach den Worten von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sowohl in Schulen als auch bei Hausärzten erfolgen. Lesen Sie dazu: Wann kommt die Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche?

"Je nachdem, ob man eine große oder eine kleine Schule hat, gibt es ganz unterschiedliche Rahmenbedingungen", sagte Karliczek am Mittwoch dem Sender RTL/ntv. Entsprechend unterschiedliche Angebote könnten gemacht werden.

Für viele Eltern sei es aber wichtig, dabei zu sein, wenn ihre Kinder geimpft werden, sagte die Ministerin weiter. "Von daher ist es dann vielleicht sogar einfacher, das beim Hausarzt zu machen."

WHO: Indische Corona-Variante in mehr als 40 Ländern erfasst

09.37 Uhr: Die zunächst in Indien entdeckte Corona-Variante B.1.617 ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) inzwischen in mehr als 40 Ländern nachgewiesen worden. Mehr als 4500 analysierte Gensequenzen aus 44 Ländern seien B.1.617 zugeordnet worden, zudem lägen Meldungen über Nachweise aus fünf weiteren Ländern vor, teilte die Behörde in Genf am Dienstag mit. Am Montag hatte die UN-Behörde die Variante als "besorgniserregend" eingestuft. Zuvor hatte die WHO nur zunächst in Großbritannien, Südafrika und Brasilien erfasste Varianten so bezeichnet.

Potenziell bedrohliche Varianten von Sars-CoV-2 werden von der WHO in zwei Kategorien einteilt: Varianten unter Beobachtung ("variants of interest") sowie besorgniserregende Varianten ("variants of concern"). Letztere sind nachweislich ansteckender, schwerer bekämpfbar und/oder führen zu schwereren Krankheitsverläufen.

Scholz will Ansage zu Sommerurlaub "bis Ende Mai" machen

8.33 Uhr: Vizekanzler und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz will den Menschen noch im laufenden Monat klar sagen, ob sie im Sommer in den Urlaub fahren können. "Bis Ende Mai sollten wir (die Bundesregierung) den Bürgerinnen und Bürgern eine klare Ansage machen, ob sie in den Schul-Sommerferien wieder in den Urlaub fahren können, damit sie die Ferien noch planen können", sagte Scholz der "Rheinischen Post" (Mittwoch).

"Aus meiner Sicht spricht vieles dafür, dass dank dem wachsenden Impftempo und der sinkenden Infektionszahlen zumindest Ferien im Inland und einigen anderen Ländern wieder möglich werden." Vieles deute darauf hin, dass die Corona-Krise im Sommer weitgehend überstanden sei.

Baden-Württemberg hebt Impfpriorisierung bei allen Vakzinen auf

8.24 Uhr: Baden-Württemberg hebt als erstes Bundesland die Priorisierung bei der Vergabe von Impfstoffen auf. Ab dem 17. Mai können Hausärztinnen und Hausärzte frei darüber entscheiden, wen sie wann impfen bestätigte das Sozialministerium des Landes den "Stuttgarter Nachrichten". Die Priorisierung werde demnach "komplett für alle Impfstoffe aufgehoben.

Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg schrieb dazu: "Ab 17. Mai: dürfen Niedergelassene selbst priorisieren." Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte könnten von Montag an alle Personen über 16 beziehungsweise 18 Jahren impfen, sofern Impfstoff verfügbar sei. Die Impfzentren würden zeitgleich die gesamte in der Coronaimpfverordnung aufgeführte Prioritätengruppe 3 geöffnet.

Hamburgs Polizei wundert sich über Verhalten der Bürgerinnen und Bürger

7.57 Uhr: In Hamburg sind in der Nacht die Straßen trotz Aufhebung der Ausgangssperre leer geblieben. "Die Leute haben anscheinend noch gar nicht mitbekommen, dass sie wieder raus dürfen", sagte ein Polizeisprecher am Morgen der Deutschen Presse-Agentur.

Erstes Bundesland unter 50er-Inzidenz

6.44 Uhr: Als erstes Bundesland liegt Schleswig-Holstein seit Mittwoch unter einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50. Touristen dürfen nun wieder übernachten. Bei der Einreise müssen sie einen frischen Corona-Test vorlegen und diesen alle drei Tage erneuern.

Lockerungen in Norddeutschland

6.37 Uhr: Seit Mitternacht gilt in Hamburg die nächtliche Ausgangsbeschränkung nicht mehr. Die Inzidenz in der Hansestadt lag zuletzt stabil unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, dadurch wurde der Schritt möglich.

In Schleswig-Holstein werden ab Montag die Corona-Regeln gelockert, vor allem im Tourismus und der Gastronomie, bei Kontakten im Freien und in der Freizeit. Das sieht eine neue Verordnung der Landesregierung vor, mit der die in der vorigen Woche angekündigten Öffnungsschritte in Kraft treten.

Hausärzteverband warnt vor Spannungen durch aggressive Impfdrängler

3.17 Uhr: Ärztevertreter warnen vor wachsenden Spannungen durch aggressive Impfdrängler: "Der Druck auf die Impfzentren und die Arztpraxen wächst. Die Impfdrängler werden fordernder", sagte die Vize-Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, Anke Richter-Scheer, unserer Redaktion. "Wir erleben jeden Tag Diskussionen mit Leuten, die jetzt unbedingt schnell geimpft werden wollen, obwohl sie noch nicht an der Reihe sind. Die Stimmung wird aggressiv."

Eine Ursache sei, dass die Priorisierung immer weiter ausgeweitet werde, sodass es für viele immer weniger nachvollziehbar sei, warum der eine schneller an der Reihe sein solle als der andere. "Hinzu kommt, dass viele jetzt ihre Zweitimpfung vorziehen wollen, um so schnell wie möglich von den Rechten für Geimpfte zu profitieren oder sorglos in den Urlaub fahren zu können", so Richter-Scheer.

Corona-News von Dienstag, 11. Mai: Nächste Masken-Affäre in der CSU

  • Der nächste Maskendeal kommt ans Licht: Andrea Tandler, die Tochter eines Ex-CSU-Generalsekretärs, soll Lieferungen an Ministerien vermittelt und Millionen kassiert haben. Lesen Sie dazu: Nächste Masken-Affäre - "Clankriminalität in der CSU"?
  • Die Gastronomie in Mecklenburg-Vorpommern darf von Pfingstsonntag an wieder öffnen - außen und innen.
  • Im aktuellen NDR-Podcast "Coronavirus-Update" mit dem Virologen und Leiter der Virologie der Berliner Charité, Christian Drosten, spiegelt sich die langsam besser werdende Krisen-Lage wider. Lesen Sie dazu: "Jeder wird immun" - Was Drosten Impfskeptikern verdeutlicht
  • Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) will noch im Mai über die Zulassung des Corona-Impfstoffs der Hersteller BioNtech und Pfizer für Kinder ab zwölf Jahren entscheiden.
  • Noch vor dem Sommer soll ein digitaler Impfpass eingeführt werden. Lesen Sie hier alle wichtigen Infos zum digitalen Impfnachweis in Europa.
  • Am Donnerstag ist Christi Himmelfahrt. Nach Feiertagen sind Corona-Zahlen oft niedriger. Liegt das an den Gesundheitsämtern?
  • Kurz vor Pfingsten können Gaststätten in Brandenburg und Berlin bei einer stabilen regionalen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 im Freien wieder öffnen.
  • Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat dazu aufgerufen, das Impfen gegen das Coronavirus nicht zur sozialen Frage werden zu lassen.
  • Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) rechnet damit, dass auch nach den Sommerferien in den Grundschulen noch Corona-Tests nötig sein werden.
  • Einen Impfstoff gibt es für Kinder noch nicht. Gleichzeitig schränken viele Länder und Regionen die Einreise für Nichtgeimpfte ein - Kinder und Jugendliche eingeschlossen. Dennoch gibt es ein paar Optionen, wo Familien in den kommenden Wochen und Monaten einen Tapetenwechsel bekommen. Alles über Urlaub mit Kindern lesen Sie hier.
  • Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat den Corona-Impfstoff des deutschen Herstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer auch für Kinder und Jugendliche im Alter von zwölf bis 15 Jahren zugelassen.

Corona-News von Montag, 10. Mai: Innenminister Seehofer positiv auf Corona getestet

  • Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat sich mit dem Coronavirus infiziert.
  • Die Impfkampagne lässt bei den Herstellern der Vakzine die Kassen klingeln: Biontech, Pfizer und Moderna vermelden Milliardengewinne. Aktuelle Zahlen zeigen, was die Hersteller an den Impfstoffen verdienen.
  • Die EU-Kommission will erneut juristisch gegen AstraZeneca wegen verspäteter Impfstoff-Lieferungen vorgehen.
  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die in Indien entdeckte Coronavirus-Variante B.1.617 als "besorgniserregend" eingestuft. Es gebe Hinweise, dass B.1.617 ansteckender sowie zu einem gewissen Grad resistent gegen Impfstoffe sei, sagte WHO-Corona-Expertin Maria Van Kerkhove am Montag in Genf.
  • Die staatlichen Wirtschaftshilfen in der Corona-Krise haben nach Angaben von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) inzwischen die 100-Milliarden-Euro-Marke erreicht.
  • Die Ständige Impfkommission (Stiko) gibt auch weiterhin keine generelle Empfehlung für eine Corona-Impfung in der Schwangerschaft.
  • Die Pharmaunternehmen Biontech und Pfizer wollen die Produktionskapazitäten für ihren Corona-Impfstoff weiter ausbauen und Ende 2021 eine jährliche Kapazität von drei Milliarden Impfdosen erreichen.
  • Eine junge Italienerin hat durch einen Fehler versehentlich die sechsfache Dosis Corona-Impfstoff injiziert bekommen.
  • Thüringen startet einen Testlauf zum elektronischen Nachweis für Corona-Impfungen.
  • Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) hat die Aufhebung der Corona-Notbremse in der Hansestadt ab Mittwoch angekündigt. Damit können sich die Menschen in Hamburg nachts wieder auf der Straße frei bewegen.
  • In den Grund- und Förderschulen Nordrhein-Westfalens haben am Montag flächendeckende Corona-Tests mit der Lolli-Methode begonnen.
  • Der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson soll in Deutschland in der Regel nur noch bei Menschen ab 60 eingesetzt werden.
  • Wegen der vielen nötigen Auffrischungsimpfungen befürchten die Amtsärzte, dass das Impfsystem in Deutschland im Sommer mächtig unter Druck geraten könnte.
  • Nach der Lockerung von Corona-Maßnahmen für Geimpfte hat der Städte- und Gemeindebund vor einer Neiddebatte gewarnt.
  • Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Alena Buyx, fordert von der Politik mehr Anstrengung, um Bewohnern ärmerer Stadtviertel eine Corona-Impfung zu ermöglichen.

Corona-News von Sonntag, 9. Mai: Corona-Lockdown in Tunesien in Kraft

  • Schauspieler Volker Bruch hat sich zur Videoaktion #allesdichtmachen geäußert. "Unser Ziel war, die Kritik an den Maßnahmen aus dieser als extremistisch gebrandmarkten Ecke zu holen", sagte Bruch in einem Interview, das er mit den Schauspielerinnen Miriam Stein, Nina Gummich und Karoline Teska der "Welt am Sonntag" gab.
  • Die Engländer dürfen nach Monaten der Corona-Kontaktbeschränkungen wieder auf Tuchfühlung gehen. Die Regierung will "vertraute Kontakte" wie Umarmungen und Küsse bei Begrüßungen und Abschieden wieder erlauben, wie Staatsminister Michael Gove ankündigte.
  • Bundeswirtschaftminister Peter Altmaier rechnet angesichts stark sinkender Neuinfektionen mit baldigen Lockerungen der Corona-Auflagen. "Ich gehe davon aus, dass wir in den nächsten Tagen und Wochen in vielen Landkreisen Öffnungen sehen werden - auch bei der Außengastronomie", sagte der CDU-Politiker in der ARD."Wir werden Menschen sehen, die draußen sitzen und Eis essen oder Pizza essen."
  • Die bei Deutschen beliebten Ferieninseln der Kanaren dürfen ihre nächtliche Ausgangssperre nach dem Ende des Corona-Notstandes in Spanien nicht aufrechterhalten. Dies hat das Oberste Landesgericht entschieden, wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtete.
  • Wegen fehlerhafter E-Mails, die Impflinge zu früh an ihren zweiten Impftermin erinnerten, bildeten sich am Samstag vor dem Impfzentrum in Hamburg lange Schlangen. Weggeschickt wurde aber keiner, der oder die eine Impfberechtigtung hatte.
  • Die Zahl der Covid-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung in Deutschland geht zurück. "Worüber wir sehr froh sind", sagte Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), in einem Video-Statement.
  • Die EU wird Impfstoff-Lieferverträge mit Astrazeneca nicht über Juni hinaus verlängern. Das gab Binnenmarktkommissar Thierry Breton bekannt.
  • Die Corona-Lage in Indien spitzt sich trotz internationaler Hilfe weiter zu. Wie das Gesundheitsministerium am Sonntag in Neu Delhi mitteilte, wurden zum zweiten Mal hintereinander mehr als 4000 Tote binnen 24 Stunden gezählt. Zudem gab es wieder mehr als 400.000 Neuinfektionen.
  • Italien will zur Ankurbelung des Tourismus noch im Mai Einreisen ohne die bisherige Kurz-Quarantäne erlauben. Schon ab Mitte Mai sollten Reisende aus Europa, die voll geimpft sind, leichter ins Land kommen, kündigte Italiens Außenminister Luigi Di Maio am Samstag auf Facebook an.
  • Im Englischen Garten in München ist eine Auseinandersetzung zwischen Feiernden und der Polizei nach Darstellung der Ordnungshüter eskaliert. Junge Leute hätten etwa 50 Flaschen in Richtung der Polizisten geworfen und so 19 Beamte verletzt, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag.
  • Der Mittelstandsverband hat CDU und CSU für ihre Haltung zur Insolvenzantragspflicht scharf kritisiert. "Bleibt die Union bei ihrer Verweigerungshaltung, wird sie zum Totengräber von tausenden mittelständischen Unternehmen", sagte Markus Jerger, Bundesgeschäftsführer im Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW), unserer Redaktion. Lesen Sie dazu: Mittelstands-Chef Jerger: "Die Union wird zum Totengräber"
  • Unternehmen, die ihren Mitarbeiter in der Regel Gewinn- oder Erfolgsbeteiligungen auszahlen, mussten im Corona-Jahr 2020 seltener Beschäftigte entlassen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft aus Köln (IW), das dieser Redkation vorliegt. Lesen Sie dazu auch: Corona: Diese Arbeitsverträge erhöhen die Jobsicherheit
  • Die jüngste Aufhebung von Corona-Auflagen für Geimpfte und Genesene belastet nach Einschätzung des Deutschen Ethikrats vor allem die jüngere Generation und wird in der Gesellschaft zu Konflikten führen.
  • Grünen-Chef Robert Habeck hat den Bund dazu aufgerufen, ein milliardenschweres Bildungsprogramm für benachteiligte Schülerinnen und Schüler auf den Weg zu bringen. "Bildungspolitik ist auch Sozialpolitik, das ist in der Pandemie überdeutlich geworden", sagte er dieser Redaktion.

Corona-News von Samstag, 8. Mai: Ethikratvorsitzende Alena Buyx warnt vor Generationenkonflikt

  • Wenn Geimpfte wieder mehr dürfen, was ist dann mit den anderen, vor allem der jüngeren Generation? Alena Buyx, Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, gibt Antworten auf die großen Fragen des Lebens und soll damit Gesellschaft und Politik Orientierung geben. Lesen Sie das Gespräch: Ethikratsvorsitzende: Junge Generation "doppelt im Nachteil"
  • Die britische Tourismusbranche hat die Regierung mit Nachdruck zu einer weitreichenderen Öffnung von Ferienzielen aufgefordert
  • Für vollständig gegen Corona Geimpfte und Menschen, die eine Infektion nachweislich schon durchgemacht haben, sind ab diesem Sonntag bundesweit wesentliche Einschränkungen aufgehoben
  • Nach einem Gipfeltreffen der EU-Regierungschefs im portugiesischen Porto erklärte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, es stehe in der Union jetzt genügend Impfstoff zur Verfügung, um bis Ende Juli 70 Prozent der erwachsenen EU-Bürger zu impfen. Lesen Sie hier: EU-Gipfel: Mega-Deal mit Biontech, Abfuhr für Biden
  • Die Corona-Maßnahmen müssen nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn langfristig aufgehoben werden, auch wenn eine bestimmte Anzahl von Menschen ungeimpft bleibt
  • Das Grüne Impfzertifikat zum vereinfachten Reisen in Europa kann nach Erwartung von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen pünktlich im Juni starten
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat am Rande des EU-Gipfels in Porto Optimismus hinsichtlich der Urlaubspläne in den Sommerferien verbreitet. Wenn man sehe, wie niedrig die Inzidenzen in einigen europäischen Ländern seien, "dann bin ich sehr hoffnungsfroh, dass wir auch insgesamt uns das leisten können, was auch im vergangenen Sommer möglich war", sagte Merkel
  • Papst Franziskus hat sich in der Debatte um die Freigabe von Patenten für Corona-Impfstoffe auf für die vorrübergehende Aussetzung der Rechte am geistigen Eigentum ausgesprochen
  • Die Sonderimpfaktion in der Kölner Ditib-Zentralmoschee wurde von der Bevölkerung gut angenommen
  • Die Bundesschülerkonferenz dringt auf eine rasche Rückkehr zum Präsenzunterricht. In einer Zeit mit steigenden Impfquoten "muss der Öffnungsblick vor allem auf Schulen gerichtet sein", sagte Generalsekretär Dario Schramm dieser Redaktion
  • EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat über Twitter den Kauf von bis zu 1,8 Milliarden weiterer Biontech-Impfdosen angekündigt
  • Geht es nach dem Willen des Städte- und Gemeindebundes, soll eine Ministerpräsidentenkonferenz die geplanten Lockerungen der Corona-Maßnahmen einheitlich regeln
  • Mit 4187 Corona-Toten und mehr als 400.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden meldet Indien einen neuen weltweiten Höchststand während der Pandemie. Die zweite Welle hat das Land voll im Griff
  • Der Präsident des Deutschen Städtetags, Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD), fordert in der Corona-Pandemie neben Geimpften und Genesenen auch negativ Getesteten mehr Freiheiten zuzugestehen
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zeigt sich mit Blick auf einen Sommerurlaub in Europa optimistisch. "Innerhalb der EU wird das Reisen voraussichtlich nicht von der Impfung abhängig sein. Auch mit den Testungen wird man sich europaweit gut bewegen können", sagte Spahn der "Rheinischen Post" (Samstag)
  • Grünen-Chef Robert Habeck hat beschleunigte Corona-Impfungen in sozial benachteiligten Stadtteilen gefordert. "Mobile Impfteams müssen in die sozialen Brennpunkte fahren und ein Angebot machen - digital beworben, wenn der Datenschutz das zulässt", sagte er dieser Redaktion. Das ganze Interview lesen Sie hier
  • Das Streaming von Online-Inhalten wie Videos und Podcasts boomt in der Corona-Pandemie. Unter den Internetnutzerinnen und -nutzern in Deutschland streamt heute jeder Zweite mehr als noch vor einem Jahr
  • Der US-Vorstoß für eine Aussetzung von Patenten auf Corona-Impfstoffe trifft im Kreis der EU-Staaten auf Vorbehalte. Bundeskanzlerin Angela Merkel habe sich entschieden gegen die Freigabe der Patente gewandt

Corona-News von Freitag, 7. Mai: Bombendrohung gegen Impfzentren – Polizei gibt Entwarnung

  • EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat vor zu hohen Erwartungen an eine Aussetzung der Patente von Corona-Impfstoffen gewarnt. Die Corona-Beschränkungen in Griechenland werden weiter gelockert. Ab Samstag ist das Baden an Privatstränden wieder erlaubt und auch Museen dürfen in einer Woche wieder öffnen, wie die Gesundheitsbehörden am Freitag mitteilten. Am 21. Mai folgt die Öffnung von Open-Air-Kinos, und eine Woche darauf sind dann auch Theaterbesuche wieder erlaubt.
  • Griechenland bereitet sich mit der schrittweisen Aufhebung der Corona-Auflagen auf die bevorstehende Urlaubssaison vor. Nach sechsmonatiger Schließung dürfen seit Montag Cafés und Restaurants ihre Gäste wieder im Freien bedienen. Nicht lebensnotwendige Geschäfte und Schulen sind bereits seit Anfang April wieder geöffnet. Lesen Sie dazu: Urlaub buchen trotz Corona – mit diesen Tipps klappt es
  • Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca soll in Großbritannien nur noch bei über 40-Jährigen eingesetzt werden. Die Zahl der gemeldeten schweren Thrombose-Fälle im zeitlichen Zusammenhang mit einer Astrazeneca-Impfung ist weiter gestiegen: Bis zum 30. April seien 67 Fälle einer Thrombose mit Thrombozytopenie (TTS) gemeldet worden, wie unsere Redaktion aus dem neuen Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) erfuhr. Vierzehn Patienten – fünf Männer und neun Frauen - seien verstorben.
  • Geimpfte und Genesene bekommen ihre Rechte wieder zurück: Doch einige Bevölkerungsgruppen in Deutschland haben noch gar nicht Möglichkeit, sich impfen zu lassen. So ist bisher kein Vakzin für Kinder zugelassen und Schwangere werden nur in Ausnahmefällen geimpft. Lesen Sie hier, welche Regeln für diese Gruppe gelten
  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat für den chinesischen Corona-Impfstoff von Sinopharm eine Notfallzulassung erteilt, wie WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf sagte. So können UN-Organisationen das Mittel kaufen und verteilen. Lesen Sie mehr zum Thema: Sinopharm und Co.: Was können die chinesischen Impfstoffe?
  • Hamburgs rot-grüner Senat will die seit fünf Wochen zwischen 21.00 und 5.00 Uhr geltenden Ausgangsbeschränkungen aufheben. Die zunächst in Indien entdeckte Corona-Variante B.1.617.2 gilt in England nun als "besorgniserregend". Lesen Sie dazu: Indische Variante – Was Forschern Sorgen macht
  • Der US-Pharmakonzern Pfizer und sein Mainzer Partner Biontech beantragen in den USA eine vollständige Zulassung ihres Corona-Impfstoffes. Wie beide Unternehmen am Freitag mitteilten, begannen sie mit dem Einreichen der notwendigen Unterlagen bei der US-Arzneimittelbehörde FDA.
  • Lässt sich in Spanien beobachten, was auch Deutschland drohen könnte, wenn mehr und mehr Bundesländer die Bundes-Notbremse lockern? Das Ende des sechsmonatigen Corona-Notstands sorgt in vielen spanischen Regionen für Verwirrung. Vielerorts gab es Streit darüber, welche alten oder neuen Einschränkungen von Sonntag an noch gelten. Ärger droht auch auf den Balearen mit der Urlauberinsel Mallorca. Dort kündigten Gastwirte eine Art Aufstand gegen Pläne der Regionalregierung an. Die Zeitung "El País" sprach von "Chaos".
  • Die Stadt New York will laut Bürgermeister Bill de Blasio schon bald Impfungen für Touristen ermöglichen. Dafür sollen mobile Impfteams an beliebten Touristenattraktionen wie dem Times Square das Vakzin von Johnson & Johnson an Besucher verabreichen.
  • In deutschen Universitäten finden im laufenden Sommersemester kaum Corona-Tests oder Präsenzveranstaltungen statt.
  • Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller sieht große Probleme in der Kontrolle der Lockerungen für Genesene und Geimpfte.
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat weitere Lockerungen für Geimpfte und Genesene angekündigt. Nach der Entscheidung des Bundesrats zu den Lockerungen arbeite man parallel an einer Rechtsverordnung für die Einreise von Geimpften und Genesenen nach Deutschland. Auch hier soll gelten wer das Virus nicht oder kaum noch übertragen kann, der soll von Test- und Quarantänepflicht befreit werden. "Ausnahmen gibt es für Einreisen aus Virusvarianten gebieten" sagte Spahn auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit RKI-Präsident Lothar Wieler.
  • Einen Tag nach dem Bundestag hat auch der Bundesrat für Lockerungen für vollständig Geimpfte und Genesene gestimmt.
  • In Münster ist laut Mitteilung der Stadt ein Kind an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Das vier Jahre altes Mädchen starb bereits am vergangenen Samstag in einer Münsteraner Klinik.
  • Vor der nahenden Urlaubssaison will Italien die Bevölkerung seiner kleinen Mittelmeerinseln coronafrei bekommen. Ab Freitag sollen Massenimpfungen gegen Covid-19 auf Capraia, südwestlich der toskanischen Stadt Livorno, und den Äolischen Inseln, nordwestlich der sizilianischen Stadt Messina, beginnen, wie aus dem Plan des außerordentlichen Kommissars für den Corona-Notfall hervorgeht. Insgesamt will die Regierung Menschen auf etwa dreißig dieser kleineren Inseln impfen.
  • Der Musiker Jan Delay (45) hat seine Fans aufgerufen, Corona-Regeln einzuhalten, damit es bald wieder Leben auf den Bühnen und in den Clubs geben kann. Am Donnerstagabend stand er erstmals seit eineinhalb Jahren wieder auf der Bühne. In dem per Live-Stream übertragenen Konzert sang er auch sein Lied "St. Pauli", in dem es heißt: "Auf St. Pauli brennt noch Licht, da ist noch lange noch nicht Schicht."
  • Lockerungen für Geimpfte und Genesene, und zwar ab sofort - so wollen es Bundesregierung und Bundestag. Heute soll auch der Bundesrat zustimmen. Der Deutsche Landkreistag hat davor gewarnt, die kommunalen Impfzentren infrage zu stellen. "Die Impfzentren spielen neben den niedergelassenen Ärzten eine zentrale Rolle. Sie dürfen nicht ausgebremst werden", sagte Landkreistagspräsident Reinhard Sager dieser Redaktion.

Corona-News von Donnerstag, 6. Mai: 400.000 Geräte im "Warteraum" – Impf-Ansturm in SH

  • Die Zahl der Corona-Toten weltweit dürfte laut einer Schätzung des Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) fast doppelt so hoch liegen wie bislang erfasst. Das Institut geht davon aus, dass fast 6,9 Millionen Menschen an Covid-19 gestorben sind.
  • Noch dürfen Betriebsärzte nicht in Unternehmen gegen Corona impfen. Arbeitnehmer sind deshalb auf Termine bei ihren Hausärzten oder in Impfzentren angewiesen. Oft wird ihnen dabei ein Termin zugewiesen – nicht selten auch werktags. Welche Rechte haben die Beschäftigten?
  • Bund und Länder wollen mögliche Corona-Impfungen für Kinder im Alter über 12 Jahren während der Sommerferien vorbereiten. Stand heute sei eine EU-Zulassung des bisher ab 16 Jahre freigegebenen Biontech-Impfstoffs für 12- bis 15-Jährige im Juni wahrscheinlich, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag in Berlin nach Beratungen mit seinen Länder-Kollegen.
  • Die Menschen in Deutschland können sich in ihrer Arztpraxis künftig ohne Priorisierung mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca impfen lassen.
  • Eine Mehrheit der Deutschen ist gegen sofortige Lockerungen der Corona-Vorschriften für Geimpfte und Genesene. Laut dem am Donnerstag veröffentlichten ARD-"Deutschlandtrend" finden es 40 Prozent der Deutschen grundsätzlich falsch, wenn Geimpfte oder Genesene von Einschränkungen befreit werden.
  • Deutsche Pharma-Firmen lehnen es ab, Impfstoffpatente vorübergehend freizugeben. Wie sehr helfen Impfungen gegen die Ausbreitung des Coronavirus? Das Robert Koch-Institut bewertet Vakzine außerordentlich positiv. "Die Effektivität der Covid-19-Impfung liegt nach vollständiger Impfserie zwischen 80 und 90 Prozent", schreibt das RKI am Donnerstag auf Twitter.
  • Impfwillige in Deutschland sollen sich nach einem Vorschlag der Bundesregierung künftig ohne die gültige Priorisierung mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca impfen lassen können.
  • Die Ständige Impfkommission (Stiko) befürwortet zunächst weiter eine bevorzugte Impfung besonders gefährdeter Gruppen gegen Covid-19.
  • Die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci hat in Aussicht gestellt, dass an sämtlichen Berliner Teststellen bald ein digitaler Testnachweis angeboten wird. Die digitale Variante sei auch ein zentrales Projekt auf Bundesebene.
  • Die hohe Nachfrage nach dem Corona-Vakzin hat dem US-Impfstoffhersteller Moderna erstmals zu schwarzen Zahlen verholfen.
  • Für vollständig Geimpfte und genesene Menschen sollen zahlreiche Corona-Beschränkungen entfallen. Der Bundestag billigte am Donnerstag eine entsprechende Verordnung der Bundesregierung mit großer Mehrheit.
  • Biontech/Pfizer hat sich bereit erklärt, Corona-Impfstoff für die Teilnehmer der olympischen Sommerspiele in Tokio zu spenden.
  • Reisende aus Israel können künftig wieder leichter in die Europäische Union einreisen.
  • Die Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Katarina Barley (SPD), hat die US-Regierung aufgefordert, nach ihrem Vorstoß für eine Aussetzung des Patentschutzes für Corona-Impfstoff auch die amerikanischen Exportverbote für die Vakzine unverzüglich aufzuheben.
  • In der Debatte um eine globale Aufhebung von Patenten für Corona-Impfstoffe hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn das Ziel von Produktionssteigerungen unterstützt.
  • In Indien ist ein weltweiter Höchststand bei den Corona-Neuinfektionen erfasst worden. Es wurden mehr als 412.000 Fälle in den vergangenen 24 Stunden gemeldet, wie Zahlen des Gesundheitsministeriums vom Donnerstag zeigten.
  • Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) hat dazu aufgerufen, das Hauptaugenmerk bei Corona in den kommenden Wochen auf die weitere Reduzierung der Neuinfektionen zu legen - auch mit Blick etwa auf Schwangere ohne Impfmöglichkeit.
  • Die EU hat sich offen für Gespräche über eine vorübergehende Aussetzung des Patentschutzes für Corona-Impfstoffe gezeigt.
  • Impfstoff "made in Germany": Davon gibt es jetzt immer mehr. In den Startlöchern für eine Zulassung steht etwa das Tübinger Unternehmen CureVac. Welche Vakzine sonst noch hierzulande produziert werden und an welchen Standorten dies geschieht, lesen Sie hier.
  • In den einzelnen Bundesländern ist unterschiedlich viel Impfstoff übrig. In NRW etwa liegen noch 48 Prozent des bereits gelieferten Vakzins von Moderna auf Halde. Diese Mengen werden teilweise von den Ländern zurückgehalten, um Zweitimpfungen sicherzustellen.
  • Die Brüsseler EU-Kommission verteidigt, dass für den Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer künftig ein höherer Preis gezahlt werden soll.
  • Die netzpolitische Sprecherin der Linken-Bundestagsfraktion, Anke Domscheit-Berg, warnt vor Sicherheitslücken im Verschlüsselungssystem des europäischen digitalen Impfnachweises.
  • Angesichts der geplanten Freiheiten für Geimpfte fordert der Deutsche Städtetag jetzt auch mehr Lockerungen für negativ Getestete.

Corona-News von Mittwoch, 5. Mai: Spahn will für Astrazeneca Priorisierung aufheben

  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will für Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von Astrazeneca die Priorisierung sofort aufheben.
  • Für den Kampf zur weltweiten Eindämmung der Pandemie unterstützt die US-Regierung die Aussetzung von Patenten für die Corona-Impfstoffe.
  • Das Bundesverfassungsgericht hat Eilanträge gegen nächtliche Ausgangsbeschränkungen im Zuge der Corona-Notbremse abgelehnt.
  • In Kanada darf der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer nun auch 12- bis 15-Jährigen verabreicht werden.
  • Schleswig-Holstein öffnet für Geimpfte und Genesene ab 17. Mai den Tourismus.
  • Der Deutsche Ethikrat kritisiert das vom Bundeskabinett beschlossene Aufholprogramm für Kinder und Jugendliche. Die zwei Milliarden würden nicht ausreichen, sagte Alena Buyx, Vorsitzende des Ethikrates, dieser Redaktion.
  • Die Bundesregierung hat die Bürger davor gewarnt, sich gefälschte Impfpässe zu beschaffen, um so vorzeitig in den Genuss von Erleichterungen etwa bei Kontaktbegrenzungen oder bei Urlaubsreisen zu kommen.
  • Das Gesundheitsministerium soll zur Beschaffung von Corona-Impfstoff weitere 3,8 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt bekommen.
  • Die bundesweit verbindlichen Regeln für schärfere Corona-Maßnahmen bei hohem Infektionsgeschehen zeigen aus Sicht der Bundesregierung Wirkung.
  • Die Mehrheit der Menschen in Deutschland hält es einer Umfrage zufolge für angemessen, wenn in der Corona-Pandemie bundesweit mobile Impfbusse in sozialen Brennpunkten zum Einsatz kommen.
  • Die Bundesregierung hat das Aufholpaket für Kinder und Jugendliche zur Unterstützung sozial schwacher Familien in der Corona-Krise auf den Weg gebracht.
  • In vielen Bundesländern dürfen sich Angehörige der Priorisierungsgruppe drei für die Corona-Impfung anmelden - alleine aufgrund ihres Alters sind das bundesweit mehr als zehn Millionen Menschen.
  • Deutschland hat mit 150.000 verabreichten Dosen einen Tagesrekord bei den wichtigen Zweitimpfungen aufgestellt.
  • Auf den Intensivstationen, wo positive Entwicklungen erst mit einiger Verspätungen spürbar werden, scheint sich die Lage langsam zu stabilisieren.
  • Datenschützer sehen Fotos von Impfpässen, die etwa aus Freude über Corona-Schutzimpfungen auf sozialen Netzwerken und in Chats geteilt werden, mit Sorge. "Wenn geimpfte Personen ein Foto ihres Impfpasses im Internet veröffentlichen, dann kann das Kriminellen als Vorlage dienen", sagte der Hamburgische Datenschutzbeauftragte, Johannes Caspar.
  • Indien hat an einem Tag mit 3780 Todesfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus im Land so viele erfasst wie nie zuvor.
  • Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) dringt auf weitere Finanzhilfen für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) wegen der Corona-Krise für dieses Jahr.
  • Um das Impftempo in Deutschland zu beschleunigen, fordert der Deutsche Hausärzteverband Rechtssicherheit für Ärztinnen und Ärzte, die pro Ampulle sieben statt sechs Dosen des Impfstoffs von Biontech/Pfizer nutzen wollen. "Es kann nicht sein, dass täglich in Deutschland Impfdosen weggeworfen werden", sagte Verbandschef Ulrich Weigeldt unserer Redaktion.

Corona-News von Dienstag, 4. Mai: Biden ruft 20- bis 30-Jährige zum Impfen auf

  • US-Präsident Joe Biden hat neue Ziele für das amerikanische Corona-Impfprogramm herausgegeben und wandte sich ausdrücklich an die 20- und 30-Jährigen, von denen viele glaubten, sie benötigten keine Impfung. Nach Regierungsgaben ist die Impfung gegenwärtig bei etwa 105 Millionen der 328 Millionen US-Bürger abgeschlossen.
  • Die Virologin Sandra Ciesek hält Impfungen auch für Covid-19-Genesene für sinnvoll. Für alle anderen sei vor allen die zweite Impf-Dosis entscheidend, sagte sie im NDR-Podcast "Coronavirus-Update".
  • Die Luftwaffe fliegt am Mittwoch eine Anlage zur Herstellung von Sauerstoff in das schwer von der Corona-Pandemie getroffene Indien. Den Krankenhäusern in Indien geht wegen der steigenden Zahl an Corona-Patienten der medizinische Sauerstoff aus.
  • FDP-Chef Christian Lindner fordert als Reaktion auf die Entwicklung bei den Corona-Infektionen weitergehende Lockerungen auch für Menschen mit einem Negativtest.
  • Bis Anfang Juli sollen nach dem Willen der US-Regierung rund 70 Prozent aller rund 260 Millionen Erwachsenen im Land mindestens die erste Corona-Impfung erhalten haben. Dies sei Präsident Joe Bidens neues Ziel, erklärte das Weiße Haus am Dienstag.
  • In Brandenburg können sich Erwachsene unter 60 Jahren in Arztpraxen ab sofort mit dem Impfstoff von Astrazeneca gegen das Coronavirus impfen lassen. Das Brandenburger Impfkabinett habe dies gebilligt, teilte das Innenministerium mit.
  • Ein Viertel aller Einwohner der Europäischen Union ist inzwischen einmal gegen das Coronavirus geimpft - und das Impftempo nehme zu, twitterte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Im Juli würden ausreichend Impfdosen vorhanden sein, um 70 Prozent der Erwachsenen in der EU zu impfen, kündigte von der Leyen an.
  • Italien will nach Angaben von Ministerpräsident Mario Draghi ab Mitte Mai wieder ausländische Touristen ins Land lassen. Mit einem italienischen Gesundheitspass sollen Urlauber aus dem Ausland dann auch zwischen den verschiedenen italienischen Regionen reisen können, sagt Draghi nach einem Treffen der G20-Tourismusminister.
  • Menschen, die vollständig gegen das Coronavirus geimpft oder in den vergangenen sechs Monaten eine Infektion überstanden haben, sind künftig im Bundesland Bremen von allen Testpflichten ausgenommen. Eine entsprechende Regelung beschloss der Senat am Dienstag.
  • Angesichts weiterhin niedriger Corona-Neuinfektionen hält die britische Regierung an ihrem Zeitplan für Lockerungen fest. Damit werden voraussichtlich wie geplant am 17. Mai weitere Restriktionen aufgehoben: Dann dürfen Restaurants und Pubs auch ihre Innenräume öffnen, außerdem sind Auslandsreisen wieder erlaubt.
  • Die Corona-Pandemie bringt die Planung des großen Terrorprozesses gegen die mutmaßlich rechtsextremistische "Gruppe S." in Stuttgart ordentlich durcheinander. Zum zweiten Mal sind Verhandlungstermine des Oberlandesgerichts auf dem Gelände der Justizvollzugsanstalt (JVA) in Stammheim abgesagt worden, weil sich Häftlinge angesteckt haben.
  • Im Ringen um den Schutz von Unternehmen vor Insolvenzen wegen der Corona-Krise sieht die SPD kaum noch Chancen auf eine Einigung. CDU und CSU betrieben "scheinheilige Ablenkungsmanöver", wollten die erneute Sonderregelung aber offenkundig nicht.
  • Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hat sich für unbürokratische Lockerungen bei Corona-Regeln für Geimpfte und Genesene ausgesprochen. "Es geht ja bei allen Maßnahmen auch darum, dass man eine Akzeptanz hat für die ganzen Sachen", sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Berlin.
  • Hohe Kosten für PCR-Coronatests sind dem Dachverband der Fluggesellschaften (IATA) in Genf ein Dorn im Auge. IATA-Chef Willie Walsh sprach am Dienstag von Geschäftemacherei. Weil viele Länder PCR-Tests für Flugreisende vorschreiben, werde das Fliegen für viele Menschen unerschwinglich.
  • Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich erfreut über die Entspannung des Corona-Infektionsgeschehens im Land geäußert. Es gebe "Licht am Ende des Tunnels", sagte sie nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen am Dienstag in Online-Beratungen der Unionsfraktion im Bundestag.
  • Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie treffen vor allem Selbstständige finanziell hart. Die Kluft zwischen Menschen mit geringerem Einkommen und Gutverdienern in Deutschland hat sich nach einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) dadurch insgesamt etwas verringert.
  • Berlins Regierender Bürgermeister hat sich für eine bundesweite Absprache über Urlaubsmöglichkeiten in den Sommerferien ausgesprochen. "Wir werden mit Sicherheit wieder zu einer MPK zusammenkommen, denn wir müssen so etwas bundesweit abstimmen", sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) am Dienstag in Berlin.
  • Die Ärzte warnen auch als Lehre aus der Corona-Krise vor Kostendruck und einer weiteren Kommerzialisierung im deutschen Gesundheitswesen. "Erst kommt der Patient und dann der Profit. Das muss sich endlich in das kollektive Gedächtnis einbrennen", sagte der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, am Dienstag beim Deutschen Ärztetag.
  • In Berlins sozialen Brennpunkten soll es beim Impfen schneller vorangehen. So sollen im Lauf der nächsten Woche 10.000 Impfdosen an Stadtteilzentren in sozialen Brennpunkten oder Quartieren in schwierigen Wohnsituationen geliefert werden, wie Berlins Regierender Bürgermeister, Michael Müller, am Dienstag nach der Senatssitzung ankündigte.
  • Mecklenburg-Vorpommern erlaubt vollständig geimpften Tagesausflüglern und Zweitwohnungsbesitzern aus anderen Bundesländern wieder die Einreise. Touristische Übernachtungen etwa in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen oder auf Campingplätzen bleiben aber weiterhin untersagt.
  • Sachsen stellt vollständig gegen Corona geimpfte Menschen sowie Genesene ab dem 10. Mai in vielen Punkten mit negativ Getesteten gleich. Das sagte Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag in Dresden nach einer Sitzung des Kabinetts.
  • Die Bundesregierung hat den Weg frei gemacht für rasche Lockerungen der Corona-Regeln für vollständig Geimpfte und Genesene. Das Kabinett habe eine entsprechende Verordnung am Dienstag beschlossen, sagte Justizministerin Christine Lambrecht (SPD).
  • In der Europäischen Union sind inzwischen 150 Millionen Impfungen gegen Covid-19 verabreicht worden. Die Zahl nannte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Dienstag auf Twitter. Das Impftempo ziehe überall in der EU an.
  • Wieder ein Dämpfer für die deutsche Impfkampagne. Laut dem "Spiegel" ist die Produktion des deutschen Impfstoff-Herstellers Curevac durch fehlende Rohstoffe akut in Gefahr, weil die US-Regierung die Ausfuhr entscheidender Materialien per Kriegswirtschaftsdekret unterbindet.
  • Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) hat eine Prüfung des Corona-Impfstoffs des chinesischen Herstellers Sinovac eingeleitet. Zur Prüfung einer Zulassung des Vakzins CoronaVac habe ein sogenanntes rollierendes Verfahren begonnen, teilte die EMA am Dienstag in Amsterdam mit.
  • In bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 dürfen ab kommenden Montag (10. Mai) die Außengastronomie, Theater, Konzert- und Opernhäuser sowie Kinos öffnen. Das hat das bayerische Kabinett am Dienstag beschlossen, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) anschließend sagte.
  • Urlaub in Bayern soll zu Beginn der Pfingstferien am 21. Mai in Regionen mit niedrigen Corona-Infektionszahlen wieder möglich sein. In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 sollen Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze wieder öffnen dürfen, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach der Kabinettssitzung am Dienstag in München ankündigte.
  • In Deutschland haben 28,7 Prozent der Menschen mindestens eine Corona-Impfung erhalten. Das geht aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag hervor (Stand: 4. Mai, 12.00 Uhr). Den vollen Impfschutz erhielten bislang gut acht Prozent der Bevölkerung.
  • Mit einem Stufenplan will Niedersachsen in Lockerungen der Corona-Beschränkungen einsteigen. Diese sollen in Städten und Kreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 vom kommenden Wochenende an greifen, kündigte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Dienstag in Hannover an.
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat trotz erster Anzeichen für eine allmähliche Entspannung der Corona-Lage weiter zur Vorsicht gemahnt. Es gehe darum, jetzt diese dritte Welle zu brechen, sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Berlin beim digitalen Ärztetag.
  • Die große Mehrheit der Deutschen hat einer Umfrage zufolge keine Bedenken wegen einer Corona-Impfung. Wie eine am Dienstag in Hamburg veröffentlichte Befragung der Techniker-Krankenkasse ergab, haben 83 Prozent keine oder eher keine Angst vor der Immunisierung. Je älter die Befragten sind, desto unbesorgter sind sie tendenziell.
  • Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat in der Corona-Pandemie vor einer zu schnellen Öffnung von Gastronomie und Hotels für Geimpfte gewarnt. Zwar sei es "eine notwendige und gute Entscheidung", die Grundrechtseinschränkungen für Geimpfte zurückzunehmen.

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(fmg/dpa/afp)

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