Pandemie

Spanien: Landesweiter Corona-Ausnahmezustand beendet

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"Kein Anzeichen" für Corona-Ansteckung bei Test-Konzert in Spanien

"Kein Anzeichen" für Corona-Ansteckung bei Test-Konzert in Spanien

Ein Test-Konzert in Spanien unter strengen Corona-Auflagen hat ermutigende Ergebnisse für die Wiederöffnung von Kultureinrichtungen erbracht. Es gebe "kein Anzeichen", dass sich einer der 5000 Teilnehmer des Konzerts Ende März in Barcelona bei diesem Anlass mit dem Coronavirus angesteckt habe, sagte der an dem Experiment beteiligte Arzt Josep Maria Llibre bei einer Pressekonferenz.

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Madrid  Spanien kann nach einem halben Jahr im Ausnahmezustand aufatmen. Die Corona-Zahlen sinken. Auch die Touristen kehren bereits zurück.

Es ist eine gute Nachricht für den Tourismus in Spanien, eines der meistbesuchten Urlaubsländer Europas: An diesem Sonntag endet im spanischen Königreich nach einem halben Jahr der landesweite Corona-Ausnahmezustand. Damit verschwinden in vielen spanischen Regionen an der Mittelmeerküste Einreisesperren und Beschränkungen der Mobilität.

Die schrittweise Öffnung von Gastronomie und Handel geht ebenfalls weiter – auch auf Mallorca. Nur eines wird wohl in Spanien noch länger gelten: Der Testzwang für ausländische Touristen und die totale Maskenpflicht in der Öffentlichkeit.

Vor allem die Hoteliers und Gastronomen hatten das Ende des nationalen Notstandsrechts herbeigesehnt, das Spaniens Regierung Ende Oktober 2020 in Kraft setze. Teil des Ausnahmerechts war eine landesweite nächtliche Ausgangsbeschränkung, die von 23 Uhr bis sechs Uhr galt. Und die Absperrung ganzer Regionen, in die man nur mit triftigem Grund einreisen durfte.

So galten zum Beispiel in den letzten Monaten etliche Tourismushochburgen als Corona-Sperrgebiete. Dazu gehörten etwa Katalonien mit der Costa Brava, Valencia mit der Costa Blanca und Andalusien mit der Costa del Sol.

Spanien: Zahl der Corona-Infektionen zurückgegangen

Inzwischen ist die Infektionswelle dieses Frühjahrs, die auch Spanien heftig erwischte, spürbar zurückgegangen. Die landesweite 7-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei 85 Fällen pro 100.000 Einwohner. Also deutlich niedriger als zum Beispiel in den deutschsprachigen Touristenherkunftsländern Deutschland, Schweiz, Österreich oder Luxemburg.

Allerdings sind die regionalen Unterschiede bei den Infektionszahlen in Spanien immer noch sehr groß: Die Balearen mit dem Ferienparadies Mallorca stehen mit einer wöchentlichen Fallhäufigkeit von 25 sehr gut da. Auch die Kanarischen Inseln (45) und die beliebten Mittelmeerregionen Valencia (16) und Murcia (31) gelten inzwischen wieder als vergleichsweise sichere Reiseziele.

Ausländische Touristen dürfen nach Spanien einreisen

In Spaniens Hauptstadt Madrid, eine der populärsten europäischen Städtereise-Destinationen, ist die Corona-Inzidenz und damit das Ansteckungsrisiko weiterhin um ein Mehrfaches größer. Genauso wie im gesamten nördlichen Spanien einschließlich Katalonien mit der berühmten Mittelmeermetropole Barcelona.

Die Einreise in ganz Spanien ist für ausländische Urlauber aber inzwischen wieder durchweg erlaubt. Obgleich bei der Ankunft auf Flughäfen weiterhin ein negativer PCR-Test und die Registrierung im „Spain Travel Health Portal“ vorgewiesen werden muss. Übrigens: Auch wer sich mit dem Auto Richtung Spanien aufmacht, braucht einen negativen Test.

Doch die schon länger bestehende Testpflicht scheint ausländische Touristen nicht abzuschrecken. Die Zahl der Feriengäste steigt wieder: Allein im März kamen laut nationalem Statistikinstitut nahezu 500.000 ausländische Touristen – darunter als stärkste Besuchergruppen jeweils rund 100.000 Franzosen und Deutsche. Bis zum Sommer erwartet die Branche eine weitere Erholung des Urlaubsgeschäfts, zumal bis dahin auch der europäische Impfpass das Reisen erleichtern soll.

Mallorca: Gastronomie darf länger öffnen

Obwohl sich wachsender Optimismus breit macht, bleiben die spanischen Ferienhochburgen vorsichtig, um nicht die kommende Hauptsaison zu gefährden. Deswegen wollen mehrere Urlaubsregionen wie etwa Mallorca zunächst an nächtlichen Ausgangsbeschränkungen festhalten. Die nächsten Tage wird man sehen, ob dies auch ohne Notstandsrecht zu halten ist. Spaniens Oberstem Gericht liegen bereits etliche Rechtsbeschwerden vor.

Zugleich wird aber auch auf Mallorca weiter gelockert: So sollen auf der Mittelmeerinsel die Öffnungszeiten der Gastronomie verlängert werden. Das dürfte viele Inselbesucher freuen, denn ab Sonntag ist dann auf der Insel ein abendliches Ausgehen wieder möglich: Die Discos im Ballermann-Vergnügungsviertel an der Playa de Palma bleiben zwar weiterhin zu, aber die gastronomischen Außenterrassen der Bierschenken, Weinlokale und Restaurants dürfen dann wieder bis 22.30 Uhr öffnen. (ze)

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