Corona-Pandemie

Johnson & Johnson: US-Behörde warnt vor Nebenwirkung

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Corona: Was die Hospitalisierung aussagt

Corona: Was die Hospitalisierung aussagt

Die Corona-Pandemie hat viele Begriffe hervorgebracht. So auch den der Hospitalisierung. Welche Rolle er künftig spielen könnte und was er aussagt, erfahren Sie hier.

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Berlin.  "Erhöhtes Risiko": Die US-Arzneimittelbehörde FDA warnt vor einer seltenen Nervenerkrankung nach einer Impfung mit Johnson & Johnson.

  • Nach der Corona-Impfung mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson kann es wie auch bei anderen Impfungen zu Nebenwirkungen kommen
  • Die US-Arzneimittelbehörde warnt vor dem sogenannten Guillain-Barré-Syndrom
  • Was hat es damit auf sich?

Es ist ein weiterer Rückschlag für Johnson & Johnson: Die US-Arzneimittelbehörde FDA warnt vor einem „erhöhten Risiko“ einer seltenen Nervenerkrankung nach einer Corona-Impfung mit dem Vakzin.

Zuvor waren dutzende Fälle des sogenannten Guillain-Barré-Syndroms gemeldet worden. Die entzündliche neurologische Erkrankung führt zu Muskelschwäche bis hin zu Lähmungen.

Johnson & Johnson: Lähmungen nach Corona-Impfung

Auch nach einigen Grippe-Impfungen wurde das Syndrom beobachtet. Generell gibt es in den USA jährlich zwischen 3000 und 6000 Fälle. Im Zusammenhang mit rund 12,5 Millionen verabreichten Impfdosen von Johnson & Johnson hatte es 100 vorläufige Berichte über Lähmungserscheinungen gegeben. In 95 Fällen mussten die Patienten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Ein Mensch starb. Die meisten Patienten erholen sich jedoch wieder.

Die FDA hatte daraufhin am Montag ihren Warnhinweis aktualisiert. Bereits im April war der Einsatz des Impfstoffs in den USA zwischenzeitlich ausgesetzt worden. Vor allem bei jüngeren Frauen waren vereinzelte Fälle von seltenen Blutgerinnseln aufgetreten, nachdem sie das Vakzin des US-Pharmakonzerns gespritzt bekommen hatten.

Experten gehen außerdem davon aus, dass der Impfstoff weniger gegen die ansteckendere Delta-Variante wirkt als andere Impfstoffe. Laut Robert Koch-Institut (RKI) liegt die Schutzwirkung bei lediglich 65 Prozent, während Astrazeneca, Biontech und Moderna zu 80 bis 95 Prozent gegen die Mutante wirken.

Lauterbach zu Johnson & Johnson

Dem Gesundheitsexperten Karl Lauterbach zufolge erkranken an dem Guillain-Barré-Syndrom meist ältere Männer. Der Corona-Impfstoff von Biontech löse diese Komplikation allerdings nicht aus, stellt der SPD-Politiker auf Twitter klar.

In der Impfkampagne in den USA spielt der Impfstoff von Johnson & Johnson, von dem nur eine Dosis notwendig ist, eine untergeordnete Rolle. Bislang wurden weniger als 13 Millionen Impfdosen verabreicht. Von dem Corona-Impfstoff von Biontech-Pfizer sind es schon mehr als 185 Millionen, von dem Vakzin des Biotech-Unternehmens Moderna mehr als 135 Millionen. (afp/fmg)

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