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Corona: Zwei Omikron-Fälle in Deutschland nachgewiesen

| Lesedauer: 51 Minuten
Spahn und Experten fordern abermals eindringlich zum Impfen auf

Spahn und Experten fordern abermals eindringlich zum Impfen auf

Angesichts der Ausbreitung der Virusvariante Omikron haben Wissenschaftler und Politiker bei einer Digitalveranstaltung des Bundesgesundheitsministeriums in Berlin dringend zu Corona-Impfungen aufgerufen.

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Berlin.  In München sind zwei Fälle der neuen Corona-Variante Omikron nachgewiesen worden. In Frankfurt gibt es einen Verdacht. Mehr im Blog.

  • In München sind zwei Fälle der neuen Virusvariante Omikron nachgewiesen worden
  • In Frankfurt gibt es einen weiteren Verdachtsfall
  • Die Leopoldina verlangt in einer Stellungnahme sofortige strikte Maßnahmen
  • Mehr als zehn Prozent der Deutschen haben sich bereits eine Booster-Impfung verabreichen lassen
  • Spahn bringt lange Einschränkungen für Ungeimpfte ins Spiel
  • Das RKI meldet am Samstag erneut hohe Fallzahlen – Inzidenz erreicht neuen Höchstwert
  • Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci hat sich für einen weiteren Lockdown ausgesprochen

Berlin. RKI-Präsident Lothar Wieler hat die Politik eindringlich aufgefordert, angesichts der immer drastischer um sich greifenden Corona-Welle und 100.000 Toten Maßnahmen zur sofortigen Kontaktreduzierung zu beschließen. "Wir brauchen eine massive Reduktion der Kontakte – jetzt sofort", sagte der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) am Freitag in Berlin. "Der kommende Winter hängt von unserem Verhalten ab und von der Entscheidung der Verantwortungsträger, kontaktreduzierende Maßnahmen zu erlassen", so Wieler.

Die Ausbreitung einer neuen möglicherweise sehr gefährlichen Variante des Coronavirus im südlichen Afrika hat derweil international Besorgnis ausgelöst. Experten befürchten, dass die Variante B.1.1.529 wegen ungewöhnlich vieler Mutationen nicht nur hoch ansteckend sei, sondern auch den Schutzschild der Impfstoffe leichter durchdringen könnte. Mittlerweile ist die Variante offenbar auch in Deutschland angekommen. Ein Reiserückkehrer aus Südafrika, der am Flughafen Frankfurt gelandet ist, hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Mehrer für Omikron typische Mutationen seien bei ihm nachgewiesen worden.

Deutschland wird Südafrika und sechs weitere afrikanische Staaten wegen der neu auftretenden Coronavirus-Variante zum Virusvariantengebiet erklären. Die Regelung tritt in der Nacht zum Sonntag in Kraft, Fluggesellschaften dürften dann nur noch deutsche Staatsbürger nach Deutschland befördern. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat B.1.1.529 als besorgniserregend eingestuft.

RKI meldet aktuelle Corona-Zahlen

Die Zahl der binnen eines Tages ans Robert Koch-Institut übermittelten Corona-Neuinfektionen liegt bei 67.125 Fällen in 24 Stunden. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit 444,3 an – abermals ein Höchstwert. Lesen Sie dazu: Corona in Deutschland: Fallzahlen und Hospitalisierungsrate

Corona-News von Samstag, 27. November: Unzulässige Impfaktion am Flughafen Lübeck

19.47 Uhr: Am Flughafen Lübeck haben Polizei und Stadt am Samstag eine unzulässige Impfaktion mit großem Andrang beendet. Es bestehe der Verdacht, dass der Impfstoff nicht zugelassen ist und damit eine Straftat nach dem Arzneimittelgesetz darstellt, teilte die Polizeidirektion Lübeck am Abend mit. 50 Personen seien wahrscheinlich damit geimpft worden, bevor die Aktion von Polizei und Kommunalem Ordnungsdienst gestoppt worden sei.

Bei Eintreffen der Beamten gegen 15.00 Uhr seien 80 Personen vor dem Flughafengebäude festgestellt worden, weitere Menschen seien zugeströmt. Etwa 150 Impfwillige hätten sich in der Abfertigungshalle aufgehalten. Geimpft wurde den Angaben zufolge in einem zu diesem Zweck hergerichteten Büroraum. Flugverkehr gab es nicht.

Zwei Fälle der Omikron-Virusvariante in Deutschland bestätigt

18.34 Uhr: In München sind nach Angaben des zuständigen Max-von-Pettenkofer-Instituts zwei Fälle der neuen Omikron-Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Die beiden Reisenden seien am 24. November mit einem Flug aus Südafrika eingetroffen, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Samstag. Nach Angaben des Institutsleiters und Virologen Oliver Keppler steht eine Genomsequenzierung noch aus. Aber es sei "zweifelsfrei bewiesen, dass es sich um diese Variante handelt".

Das bayerische Gesundheitsministerium forderte Fluggäste, die mit demselben Flug am 24. November aus Südafrika gekommen sind, auf, sich umgehend bei ihrem zuständigen Gesundheitsamt zu melden. Alle Personen, die in den vergangenen 14 Tagen aus Südafrika eingereist seien, sollten sofort ihre Kontakte reduzieren, einen PCR-Test unter Angabe ihrer Reisegeschichte machen und umgehend das Gesundheitsamt kontaktieren.

Neue Corona-Variante aus Südafrika löst weltweit Sorgen aus
Neue Corona-Variante aus Südafrika löst weltweit Sorgen aus

Omikron: Großbritannien verschärft Einreiseregeln

18.32 Uhr: Angesichts der als besorgniserregend eingestuften Omikron-Variante des Coronavirus verschärft Großbritannien seine Regeln für Einreisende aus aller Welt. Alle Ankommenden müssen an Tag Zwei nach ihrer Einreise einen PCR-Test machen und bis zum Erhalt eines negativen Testergebnisses in Quarantäne gehen, wie der britische Premier Boris Johnson am Samstag mitteilte.

Omikron-Verdacht - Gesundheitsamt erwartet am Montag Ergebnisse

17.51 Uhr: Im Fall des Verdachts einer Infektion mit der neuen Corona-Variante Omikron erwartet das Frankfurter Gesundheitsamt am Montag genaue Ergebnisse. Die Virologin Sandra Ciesek habe in dem Fall des Reiserückkehrers aus Südafrika mehrere typische Merkmale der Virusvariante ermittelt, teilte die Behörde am Samstag mit. Nun stünden noch die Resultate der vollständigen Sequenzierung aus. Das Gesundheitsamt stehe in direktem Kontakt zu der Person, die sich in Isolation befinde. Es seien vor Ort alle nötigen Maßnahmen getroffen worden, um schnell zu klären, wer infiziert sei und wer in Quarantäne müsse.

Der Frankfurter Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) sagte: "Wie mit den vorherigen Coronavirus-Varianten auch, war es nur eine Frage der Zeit, bis die Omikron-Variante bei uns ist." Nach Angaben der Stadt testet das Gesundheitsamt derzeit alle Reisenden aus Südafrika und Namibia sofort nach ihrem Ausstieg am Frankfurter Flughafen. Bei den bisherigen Tests am Flughafen seien keine Reisenden positiv getestet worden.

Fauci: Omikron könnte in USA sein - aber noch kein Fall gemeldet

17.34 Uhr: Der US-Immunologe Anthony Fauci hält es für möglich, dass die als besorgniserregend eingestufte Omikron-Variante bereits in den USA ist. "Es würde mich nicht überraschen, wenn es so ist", sagte er am Samstag im US-Fernsehen. Allerdings seien bisher noch keine entsprechenden Fälle gemeldet worden. Es sei letztlich fast unvermeidlich, dass sich die Variante auf der ganzen Welt ausbreite. Reiseeinschränkungen könnten lediglich Zeit verschaffen, um mehr über die Variante zu erfahren, so der Präsidenten-Berater.

Auch die US-Regierung schränkt wegen der neuen Variante des Coronavirus Einreisen aus den Staaten des südlichen Afrikas ein. Betroffen sind laut Weißem Haus ab Montag Einreisen aus Südafrika, Simbabwe, Namibia, Botsuana, Lesotho, Eswatini, Mosambik und Malawi. Von den Beschränkungen ausgenommen seien einreisende amerikanische Staatsbürger, Menschen mit unbefristeter Aufenthaltsgenehmigung und andere Ausnahmefälle.

Spahn bringt lange Einschränkungen für Ungeimpfte ins Spiel

16.50 Uhr: Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat in der Corona-Pandemie lange Einschränkungen für Ungeimpfte ins Spiel gebracht. Der CDU-Politiker sagte, er sei grundsätzlich skeptisch, was eine allgemeine verpflichtende Impfung angehe. Eine Alternative, die zu diskutieren sei, sei durchgängig 2G für alle Lebensbereiche, also Zugang nur noch für Geimpfte und Genesene. Es könnte zu einer Ansage kommen: "Stellt Euch darauf ein, 2G, geimpft oder genesen, und war auffrischgeimpft dann ab einem Punkt x, gilt mindestens mal das ganze Jahr 2022. Wenn Du irgendwie mehr tun willst als Dein Rathaus oder Deinen Supermarkt besuchen, dann musst Du geimpft sein." Dies wäre eine ziemlich klare Ansage.

Das sei eine Option, die besprochen werden müsse. "Wir sehen ja alle, was los ist in diesem Land, weil elf Millionen Erwachsene sich haben noch nicht überzeugen lassen. Und darunter leiden jetzt alle", sagte Spahn. Deutschland sei wahrscheinlich in der "schwersten" und "dramatischsten" Zeit dieser Pandemie. Man müsse nur den Blick richten nach Sachsen, Bayern, Thüringen und Baden-Württemberg und in viele Kliniken. Die Welle werde weiter gen Westen gehen. Die Frage sei, wie hoch die Welle werde. "Das haben wir in der Hand."

Söder: Leopoldina-Vorgaben ein "Warn- und Weckruf an Berlin"

16.44 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Empfehlung der wissenschaftlichen Akademie Leopoldina für sofortige Kontaktbeschränkungen auch für Corona-Geimpfte als "einen Warn- und Weckruf an Berlin" bezeichnet. "Die Lage ist ernster, als die meisten glauben", sagte Söder der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage.

"Und Omikron könnte zu einer neuen Bedrohung werden", betonte er im Hinblick auf die im südlichen Afrika neu entdeckte Virusvariante. "Wir sollten daher die Hinweise der Leopoldina sehr ernst nehmen und rasch beraten", sagte Söder.

Experten: Impfung ist auch bei Varianten wie Omikron besser als keine

16.28 Uhr: Auch wenn die Wirksamkeit der verfügbaren Impfstoffe bei der neuen Corona-Variante Omikron nach bisher bekannten Daten geringer sein könnte: Die Impfung bleibt auch in diesem Fall die beste Option, wie Experten betonen. "Alle Menschen, die sich impfen lassen, fangen nicht bei null an, wenn sie sich mit einer neuen Variante infiziert haben", betonte Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), am Samstag in Berlin bei einem virtuellen Bürgerdialog. Sie hätten auf jeden Fall schon einen gewissen Impfschutz, das sei entscheidend zu wissen.

Zwar gebe es bei Omikron viele Veränderungen an Stellen, an denen gerade die besten Antikörper binden können, sagte Leif Erik Sander, Immunologe an der Charité Berlin. "Aber unser Körper bildet eine Unmenge an verschiedenen Antikörpern." Hinzu kämen spezielle Zellen der Immunabwehr, die in der Regel ganz andere Stellen erkennen als die Antikörper. "Also wir haben immer ein Netz und einen doppelten Boden." Gerade bei der zellulären Immunität sei er sehr optimistisch, dass sie auch bei Omikron greife - und das sei die, die den Körper schütze, wenn das Virus in die Lunge eindringe und dort zu schwerem Lungenversagen führen könnte. "Darum sind wir optimistisch, dass wir mit so einer neuen Variante nicht bei null anfangen."

Spahn hofft auf "Weckruf" für Ungeimpfte

16.09 Uhr: Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die aktuelle Corona-Lage erneut als sehr schwierig bezeichnet. Man müsse sich einmal vorstellen, was es bedeute, dass die Luftwaffe Patienten von einer Klinik zur anderen fliege - das sorge hoffentlich bei vielen noch einmal für einen "Weckruf", sich impfen zu lassen, sagte Spahn am Samstag in Berlin bei einem virtuellen Bürgerdialog. Die Luftwaffe der Bundeswehr hatte sich am Freitag erstmals an der Verlegung von Corona-Intensivpatienten innerhalb Deutschlands beteiligt.

Spahn sprach von einer Situation in der Pandemie, die so schwierig sei wie keine zuvor. Bei den Erstimpfungen gebe es aber eine neue Dynamik. In der vergangenen Woche habe es 450.000 Erstimpfungen gegeben, wobei dies bei Weitem noch nicht ausreiche, wie er deutlich machte.

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, sagte, um die vierte Welle zu brechen, sei es wesentlich, Kontakte zu verringern. Großveranstaltungen dürften nicht stattfinden. Die Impflücke müsse schnell geschlossen werden. Der Anteil der Ungeimpften sei einfach zu hoch. Wieler betonte außerdem die Bedeutung der Booster-Impfung. "Wir wissen genau, was getan werden muss, lassen Sie es uns einfach tun."

Berlins Gesundheitssenatorin Kalayci für Lockdown

15.44 Uhr: Angesichts des rasanten Anstiegs der Zahl von Corona-Neuinfektionen hält Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) einen erneuten Lockdown für erforderlich. "Ich fordere den Bund auf, eine Bundesnotbremse einzusetzen", sagte die geschäftsführende Senatorin am Samstag der "Berliner Morgenpost". Zugleich bat sie die Menschen in Berlin, Großveranstaltungen vor allem in Innenräumen zu meiden, um das Ansteckungsrisiko zu senken.

Zuvor hatte die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina sofortige umfassende Kontaktbeschränkungen empfohlen. "Unmittelbar wirksam ist es aus medizinischer und epidemiologischer Sicht, die Kontakte von Beginn der kommenden Woche an für wenige Wochen deutlich zu reduzieren", heißt es in einer am Samstag veröffentlichten Stellungnahme. Neue Virusvarianten machten schnelles und konsequentes Handeln noch dringlicher.

Heil erwartet mehr Kurzarbeiter in vierter Corona-Welle

15.37 Uhr: Der geschäftsführende Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) erwartet in der vierten Corona-Welle wieder eine steigende Zahl von Kurzarbeitern und zusätzlichen Kosten für den Staatshaushalt von 400 Millionen Euro. „Aufgrund von Lieferkettenstörungen in der Industrie und Umsatzeinbrüchen aufgrund regionaler Lockdowns rechnen wir mit einer leichten Zunahme der Kurzarbeit in diesem Winter und Zusatzkosten von 400 Millionen Euro“, sagte Heil der „Bild am Sonntag“.

„Das ist eine Menge Geld – aber eine sinnvolle Investition, um Massenarbeitslosigkeit zu verhindern“, fügte er hinzu. Am Mittwoch hatte das Kabinett die Kurzarbeiter-Regelung noch einmal bis Ende März verlängert.

Holetschek: Leopoldina-Vorgaben schnell in Bund-Länder-Runde beraten

15.34 Uhr: Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz (GMK), Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek (CSU), hat sich angesichts neuer Forderungen der Wissenschaftsakademie Leopoldina für ein schnelles Bund-Länder-Treffen ausgesprochen. Die Äußerungen des wissenschaftlichen Beratergremiums könnten nicht ignoriert werden, sagte Holetschek am Samstag der Deutschen Presse-Agentur in München. "Ich bin immer dafür, auf die Wissenschaft zu hören", sagte der CSU-Politiker. "Das ist ein Weckruf par excellence der Leopoldina", sagte er. Der Bund müsse dieses Signal nun unverzüglich aufnehmen.

Die Leopoldina hatte sich kurz zuvor für sofortige umfassende Kontaktbeschränkungen, auch für Geimpfte und Genesene ausgesprochen. "Aufgrund der nachlassenden Immunität müssten diese Maßnahmen vorübergehend auch für Geimpfte und Genesene gelten, die in dieser Zeit eine Auffrischungsimpfung erhalten müssen." Neue Virusvarianten machten schnelles und konsequentes Handeln noch dringlicher, hieß es vom den Gremium.

Zwei Fälle der Omikron-Variante in Großbritannien entdeckt

15.20 Uhr: In Großbritannien sind zwei Corona-Fälle mit der als besorgniserregend eingestuften Omikron-Variante entdeckt worden. In den englischen Städten Nottingham und Chelmsford sei jeweils ein Fall festgestellt worden, teilte der britische Gesundheitsminister Sajid Javid am Samstag mit. Beide Fälle sollen miteinander in Verbindung stehen und auf Reisen in den Süden Afrikas zurückzuführen sein.

Die betroffenen Personen und ihre Haushalte befänden sich in Quarantäne, außerdem werde man in den Gegenden verstärkt testen, kündigte Javid an.

Spahn: Vakzin-Versorgung auch bei Ausbreitung von Omikron gesichert

15.02 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält die Versorgung mit Corona-Impfstoff auch dann für gesichert, falls sich die Virusvariante Omikron in Europa ausbreitet. Die EU habe für die kommenden beiden Jahre insgesamt zwei Milliarden Impfdosen bestellt - diese Bestellmenge sei auch dann gesichert, wenn der Impfstoff zum Kampf gegen die Omikron-Variante verändert werden müsse, sagte Spahn am Samstag bei einer Online-Expertenbefragung seines Ministeriums in Berlin.

"Wir haben Produktionskapazitäten, falls man den Impfstoff anpassen müsste", sagte Spahn. "Das ist genug, um Europa fast fünf Mal zu impfen." Der Immunologie-Professor Leif Erik Sander von der Berliner Charité zeigte sich zuversichtlich, dass die vorhandenen Impfstoffe bei Bedarf rasch an die Omikron-Variante angepasst werden können. "Wir sind optimistisch, dass wir bei so einer Variante nicht bei Null anfangen", sagte Sander bei der Veranstaltung des Bundesgesundheitsministeriums.

Dahmen: Womöglich Verlegungen von Intensivpatienten ins Ausland

13.31 Uhr: Die bisherigen Verlegungen von Intensivpatienten innerhalb Deutschlands wegen der regionalen Überlastung von Intensivstationen reichen nach Ansicht des Grünen-Gesundheitsexperten Janosch Dahmen womöglich nicht aus. "Anhand der Neuinfektionszahlen müssen wir davon ausgehen, dass Hunderte Intensivpatienten verlegt werden müssen", sagte Dahmen der "Welt am Sonntag". "Weil der Bedarf so eklatant ansteigen könnte, werden möglicherweise auch Verlegungen in EU-Nachbarstaaten notwendig", fügte der Bundestagsabgeordnete hinzu.

Hermann Schröder, der die Abteilung Krisenmanagement im baden-württembergischen Innenministerium sowie den Arbeitskreis Rettungswesen in der Innenministerkonferenz leitet, bestätigte, dass es bei den aktuell 80 Verlegungen lediglich um Fälle geht, "die jetzt notwendig" seien. "Wir können es aktuell nicht ausschließen, dass Patienten auch ins Ausland verlegt werden müssen", sagte er "Welt am Sonntag".

Omikron-Verdachtsfall – Saar-Ministerpräsident Hans für schnelle MPK

13.18 Uhr: Angesichts eines Omikron-Verdachtsfalls in Deutschland hat sich der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) eindringlich für eine schnelle Ministerpräsidentenkonferenz ausgesprochen. Man stehe erneut vor einer "Stunde Null in der Pandemiebekämpfung", sagte Hans nach einer Mitteilung der Staatskanzlei in Saarbrücken vom Samstag. "Eine nationale Notlage erfordert den Schulterschluss aller Länder, sowie alter und neuer Bundesregierung."

Es brauche rasch bundeseinheitliche Maßnahmen zur Eindämmung, Engpässe bei der Bereitstellung von Impfstoff müssten mit aller Macht beseitigt werden, sagte Hans – "damit jetzt der Impf-Turbo gezündet werden kann von der Arztpraxis bis zu den Impfzentren". Auch Zahnärzte, Veterinäre und Apotheken müssten in die Impfkampagne einbezogen werden. "Es braucht eine Omikron-MPK mit geschäftsführender und neuer Bundesregierung – jeder Tag zählt", sagte Hans.

Leopoldina fordert schärfere Maßnahmen – "Sofort!"

12.26 Uhr: Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina fordert in einer aktuellen Stellungnahme zur Corona-Lage in Deutschland umgehende "klare und konsequente Maßnahmen". Es sei zu befürchten, "dass Teile der Politik und Öffentlichkeit die Dramatik der Situation nicht in ihrem vollen Ausmaß erfassen", heißt es in dem Schreiben.

Trotz des ausgeweiteten Wissens über das Virus und trotz eines breit angelegten Instrumentariums sei es nicht gelungen, die Pandemie einzudämmen. Ein Hauptproblem sei die niedrige Impfquote in Deutschland. "Um den weiteren Anstieg der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19-Infektionen und eine Unterversorgung auch anderer Schwerstkranker durch Überlastung der Krankenhäuser aufzuhalten, müssen schnellstmöglich klare und stringente Maßnahmen nach einheitlichen Kriterien ergriffen werden", fordert die Leopoldina. Das Auftreten der Omikron-Variante mache ein schnelles Handeln noch dringlicher.

Die Leopoldina empfiehlt ihrer Stellungnahme:

  • Massive Verstärkung der Impfkampagne und Einführung einer stufenweisen Impfpflicht
  • Deutliche Kontaktreduktionen, beispielsweise durch "sofortige umfassende Kontaktbeschränkungen"
  • Berücksichtigung der besonderen Situation von Kindern und Jugendlichen

Braun gibt Güler recht: Impfpflicht wohl nicht vermeidbar

11.39 Uhr: Angesichts rasant steigender Infektionszahlen und überlasteter Kliniken steht der CDU-Vorsitzkandidat Helge Braun der Diskussion über eine allgemeine Impfpflicht offen gegenüber. Angesprochen auf die Aussage von Serap Güler, die er im Fall seiner Wahl zum CDU-Chef als Generalsekretärin vorschlagen will, sagte Braun der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", eine solche Pflicht werde sich wohl nicht vermeiden lassen. "Da hat sie leider recht." Er fügte hinzu: "Ich befürchte, dass eine Impfpflicht gesellschaftlich spaltet. Aber eine nicht enden wollende Pandemie spaltet auch." Er finde es traurig, dass so viele nicht freiwillig das Impfangebot wahrnähmen.

Vor rund zwei Wochen hatte der geschäftsführende Kanzleramtsminister eine allgemeine Impfpflicht gegenüber "Welt am Sonntag" noch abgelehnt. Güler hatte sich vor einigen Tagen in einem Interview mit RTL offen für eine solche Pflicht geäußert.

Mehr als zehn Prozent haben Booster-Impfungen erhalten

11.47 Uhr: In Deutschland haben mehr als zehn Prozent der Bevölkerung mittlerweile eine Auffrischungsimpfung erhalten. 8,6 Millionen Menschen haben bisher eine sogenannte Booster-Impfung bekommen, wie aus den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag hervorgeht. In den vergangenen Tagen gab es rund 2,7 Millionen Booster-Impfungen, wie der geschäftsführende Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) twitterte. Allein am Freitag kamen laut RKI 582.000 hinzu.

56,9 Millionen Menschen und damit 68,4 Prozent der Gesamtbevölkerung sind mittlerweile vollständig gegen das Coronavirus geimpft. 59,1 Millionen Menschen wurden mindestens einmal geimpft. Das entspricht einer Quote von 71,1 Prozent. Das RKI geht davon aus, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft sind, als die Daten nahelegen: Eine hundertprozentige Erfassung der Impfungen könne durch das Meldesystem nicht erreicht werden, heißt es auf der Impfübersicht des RKI.

Weiterhin gibt es beim Stand der Impfungen gegen das Coronavirus erhebliche regionale Unterschiede: Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 82,8 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. 80,1 Prozent der Bevölkerung sind dort vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Sachsen ist Schlusslicht, hier sind 60,4 Prozent erst- und 58,0 Prozent vollständig geimpft.

Omikron-Variante hat Deutschland offenbar erreicht

Die Omikron-Variante des Coronavirus ist mit großer Wahrscheinlichkeit bereits in Deutschland angekommen. Der hessische Sozialminister Kai Klose (Die Grünen) sprach davon gemeinsam mit der Virologin Sandra Ciesek in einem gemeinsamen Thread auf Twitter. Demnach seien bei einem Reiserückkehrer aus Südafrika mehrere für Omikron typische Mutationen gefunden worden. Die Person reiste laut Ministeriumsangaben über den Frankfurter Flughafen ein.

Es bestehe ein hochgradiger Verdacht, die betroffene Person befinde sich in häuslicher Isolation. Die vollständige Sequenzierung stehe allerdings noch aus.

Grüne rechnen mit erneuter Nachschärfung des Infektionsschutzgesetzes

10.12 Uhr: Angesichts der eskalierenden vierten Corona-Welle rechnen die Grünen mit einer erneuten Nachschärfung des Infektionsschutzgesetzes. "Die aktuelle Notlage ist sehr besorgniserregend. Es war und ist völlig klar, dass die beschlossenen Änderungen im Infektionsschutzgesetz allenfalls ein erster Schritt sein können", sagte der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vom Samstag. Es sei offensichtlich, dass es bisher nicht gelungen sei, die Lage unter Kontrolle zu bringen.

"Insofern sind weitreichendere Maßnahmen erforderlich", betonte Dahmen. "Bei der anstehenden Evaluation der bisherigen Beschlüsse werden für die besonders hart betroffenen Regionen wie in Bayern und Sachsen noch flächendeckendere und weitreichende Maßnahmen beschlossen werden müssen." Dabei plädierte er für ein regional angepasstes Vorgehen. Die Situation etwa in Schleswig-Holstein müsse von der in Bayern unterschieden werden.

Virologin besorgt über Omikron-Variante – Rat zu Booster-Impfung

9.56 Uhr: Die Münchner Virologin Ulrike Protzer ist besorgt über die im Süden Afrikas entdeckte neue Coronavirus-Variante. Die Variante B.1.1.529 könne dazu führen, dass sich das Virus schneller vermehre oder auch infektiöser werde, sagte Protzer am Samstag im Deutschlandfunk.

Auf die Frage, ob aktuelle Corona-Impfstoffe noch ausreichend gegen die neue Variante wirken, sagte die Virologin, möglich sei, dass Antikörper das Virus nicht mehr so effizient neutralisieren können. Frisch nach einer Impfung gebe es aber viele Antikörper – das reiche dann aus, um auch Varianteviren "wegzuneutralisieren". Wenn die Impfung eine Weile her sei, könnten Auffrischungsimpfungen das Immunsystem "hochpushen". "Und dann, davon gehen wir alle aus, sollte das wieder ausreichen", sagte Protzer. Sie riet zugleich dazu, Booster-Impfungen mit den jetzt verfügbaren Impfstoffen vorzunehmen. Ob man später eine weitere Impfung brauche oder einen angepassten Impfstoff, könne man jetzt noch nicht sagen.

Hongkongs Omikron-Infizierte weisen ungewöhnlich starke Viruslast auf

9.58 Uhr: Die zwei bestätigten Omikron-Infizierten in Hongkong weisen offenbar eine sehr schnell ansteigende Viruslast auf. Die PCR-Tests der zwei Männer, die wenige Tage zuvor noch negativ ausfielen, enthielten einen Ct-Wert von 18 und 19. "Das ist wahnsinnig hoch, insbesondere wenn man bedenkt, dass die zwei bei den letzten PCR-Tests noch negativ waren", schreibt der Epidemiologe Eric Feigl-Ding, der lange Zeit an der Universität Harvard forschte. Es sehe so aus, als ob die Variante dem Impfschutz tatsächlich entgehen könnte, so Feigl-Ding weiter.

Laut Angaben der Hongkonger Regierung wurde die Omikron-Variante des Coronavirus von einem Reisenden aus Südafrika eingeschleppt, der sich seit seiner Ankunft am 11. November in einem Quarantäne-Hotel befand. Am 13. November wurde er dann positiv getestet.

Es wird davon ausgegangen, dass der Mann trotz strenger Isolation einen 60-Jährigen im gegenüberliegenden Zimmer des Quarantäne-Hotels angesteckt hat. Dieser wurde am 18. November während seines vierten PCR-Tests positiv getestet. In beiden Fällen wurde bei einer späteren Genomsequenzierung deutlich, dass sie sich mit der Omikron-Variante des Coronavirus infiziert hatten. Einer Stellungnahme der Hongkonger Regierung zufolge soll der Einreisende aus Südafrika möglicherweise keinen ausreichenden Mundschutz getragen haben, als er seine Hoteltür beim Entgegennehmen von Essensbestellungen geöffnet habe. Dies sei womöglich der Grund für die Infektion trotz Quarantäne-Isolation.

WTO verschiebt Ministerkonferenz wegen Corona-Einreisehürden

8.46 Uhr: Wegen neuer Corona-Reisebeschränkungen wird die Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) kommende Woche in Genf nicht stattfinden. Das wichtige Treffen werde auf unbestimmte Zeit verschoben, gab die WTO in der Nacht zum Samstag bekannt. Zuvor hatten die Schweiz und andere europäische Länder die Einreise aus dem südlichen Afrika erschwert, um den Import der neu entdeckten Virusvariante B.1.1.529 (Omikron) zu verhindern.

Die Handelsminister hatten vorgehabt, ab Dienstag über mehrere drängende und umstrittene Themen zu verhandeln. Dazu gehören die Lockerung von Impfstoff-Patenten, die Beseitigung schädlicher Fischerei-Subventionen sowie Reformen in der WTO.

Das Treffen wurde nun schon zum zweiten Mal wegen der Pandemie verschoben. Es hätte ursprünglich im Juni 2020 stattfinden sollen. "Es ist besser, auf Nummer sicher zu gehen", sagte WTO-Generaldirektorin Ngozi Okonjo-Iweala. Die Genfer Konferenz war als hybride Veranstaltung geplant, doch viele Delegierte wollten trotzdem persönlich in Genf mitverhandeln. Sie wären durch die neuen Regeln benachteiligt worden, argumentierte Okonjo-Iweala.

Auch Australien und Brasilien verhängen Einreiseverbote wegen Omikron

8.10 Uhr: Immer mehr Länder reagieren auf die in Südafrika entdeckte neue Coronavirus-Variante Omikron mit strikten Reisebeschränkungen. Nach zahlreichen europäischen, nordamerikanischen und arabischen Staaten folgte am Samstag Australien, das den Reiseverkehr mit neun Ländern des südlichen Afrika einstellte.

Ausländer, die sich in den vergangenen 14 Tagen in Südafrika, Simbabwe und mehreren weiteren Staaten der Region aufhielten, dürfen vorerst nicht mehr nach Australien einreisen, wie Gesundheitsminister Greg Hunt mitteilte. Australische Staatsbürger, die in den betreffenden Ländern waren, müssen bei der Rückkehr für 14 Tage in Quarantäne. Es seien nun "strikte, schnelle und sofortige Maßnahmen" erforderlich, sagte Hunt.

Zuvor hatte auch Brasilien ein Verbot für Flüge aus sechs südafrikanischen Ländern verhängt. "Wir werden die Brasilianer in dieser neuen Phase der Pandemie schützen", erklärte Kabinettschef Ciro Nogueira nach einer Krisensitzung mehrerer Ministerien.

Brinkhaus: Weihnachtsferien notfalls früher beginnen lassen

7.12 Uhr: Der Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU im Bundestag, Ralph Brinkhaus, hat weitere schnelle Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus gefordert – bis hin zu einem möglichen Vorziehen der Weihnachtsferien. Der "Welt am Sonntag" sagte er: "Sollte sich die Lage noch verschlimmern, muss meines Erachtens auch darüber nachgedacht werden, die Weihnachtsferien überall ein bis zwei Wochen früher beginnen zu lassen, um die Kontakte zum Beispiel in den Schulen zu reduzieren."

Der künftigen Regierungsparteien SPD, Grünen und FDP warf er vor, zu langsam zu handeln. Wenn der wahrscheinliche künftige Kanzler Olaf Scholz einen ständigen Corona-Krisenrat wolle, müsse er ihn sofort einberufen. "Fakt ist doch: Wir müssen jetzt massiv Kontakte reduzieren, um die vierte Welle zu brechen. Dazu müssen alte und neue Regierung, die Regierungsfraktionen und die Opposition schnell und gut zusammenarbeiten." Die Unionsfraktion sei dazu bereit. Angesichts der neuen in Südafrika aufgetauchten Virusvariante sagte er: Die Lage ist blitzgefährlich, die Lage ist akut. Wir müssen sofort handeln."

Zur Frage, wie er zu einer generellen Impfpflicht stehe, sagte Brinkhaus: "Darüber beraten wir in der Fraktion sehr offen." Er sei in jedem Fall dafür, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um die vierte Welle zu brechen.

Mittelstand: Politik muss Corona-Lockdown verhindern

4.01 Uhr: Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft hat die Politik aufgefordert, einen drohenden Corona-Lockdown unbedingt zu verhindern. Bundesgeschäftsführer Markus Jerger sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Müssten Betriebe und Einzelhandel im so wichtigen Weihnachtsgeschäft erneut zwangsweise schließen, hätten wir den wirtschaftlichen Super-Gau: Ganze Branchen wären betroffen, und sehr viele mittelständische Unternehmen würden einen erneuten Lockdown wirtschaftlich nicht überleben."

Für die Betriebe folge daraus, dass die 3G-Regel streng kontrolliert oder 2G eingeführt werden müsse – das würde bedeuten: Zugang zu Betrieben nur noch für Geimpfte und Genesene. "Im Klartext: Impfunwillige Beschäftigte, außer bei medizinischen Ausnahmen, müssen die Folgen ihres Handelns dann auch in der Lohntüte spüren", so Jerger. "Überlastete Krankenhäuser und verschobene Operationen kosten Menschenleben, und das Virus nimmt keine Rücksicht auf persönliche Befindlichkeiten."

Das Coronavirus sei der Politik wieder einmal voraus. Amtierende und künftige Bundesregierung dürften keine Zeit mehr verlieren, sondern unverzüglich und konsequent handeln. An der schnellen Einführung einer allgemeinen Impfpflicht führe kein Weg mehr vorbei. "Das kommt zwar zur Bekämpfung der vierten Coronawelle zu spät, verschont die Menschen und die Wirtschaft aber vor Schlimmerem. Angesichts der dramatischen Pandemieentwicklung kann nur so ein drohender Lockdown abgewendet werden."

Niederlande: Viele Corona-Fälle bei ankommenden Südafrika-Reisenden

3.36 Uhr: Dutzende aus Südafrika in Amsterdam gelandete Passagiere sind nach Einschätzung niederländischer Behörden mit dem Coronavirus infiziert. Es sei allerdings noch nicht geklärt, ob es sich dabei um die neue Virusvariante B.1.1.529 handele, zitierte die Zeitung "De Telegraaf" in der Nacht zu Samstag die Gesundheitsbehörden. Das sollten Folgeuntersuchungen des Erasmus Medical Centre in Rotterdam zeigen. Am Freitagvormittag waren zwei Flugzeuge der Gesellschaft KLM mit rund 600 Menschen an Bord auf dem Airport Schipohl gelandet. Die Maschinen waren in Kapstadt und Johannesburg gestartet.

Ein Sprecher des Gesundheitsamt sagte der Zeitung zufolge, es lägen mittlerweile 110 Ergebnisse vor. Davon seien 15 Ergebnisse positiv und 95 Ergebnisse negativ. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse werde eine Rate von 13,6 Prozent angenommen. Das bedeute, dass man mit 85 positiven Fällen rechnen müsse. Die infizierten Personen würden in einem bewachten Isolationshotel untergebracht, hieß es weiter. Wer ein negatives Testergebnis erhalte, dürfe den Flughafen verlassen, müsse aber fünf Tage lang in häusliche Quarantäne und sich nach fünf Tagen erneut testen lassen. Reisende mit einem positiven Testergebnis würden mindestens sieben Tage in dem Hotel bleiben, wenn sie Beschwerden hätten, und fünf Tage, wenn sie keine Beschwerden hätten.

Merz schließt seine Zustimmung zur allgemeinen Impfpflicht nicht aus

2.57 Uhr: Der Kandidat für den CDU-Vorsitz Friedrich Merz hat
angesichts der dramatischen Corona-Lage eine allgemeine Impfpflicht nicht ausgeschlossen. "Wenn die heutigen Maßnahmen auch nicht ausreichen, dann kann ich meine Zustimmung zu einer allgemeinen Impfpflicht nicht ausschließen", sagte er der "Rheinischen Post". "Dass sich jemand nicht impfen lassen möchte, ist
grundsätzlich Teil unserer freiheitlichen Ordnung. Aber in der gegenwärtigen Lage wird diese Haltung immer mehr zu einer
Belastung der Freiheit derer, die sich impfen lassen."

Deswegen sei er zunächst für eine konsequente Anwendung der
2G-Regeln, wo immer dies möglich sei. Er hoffe, dass sich ein allgemeiner Lockdown vermeiden lasse. "Was würde das denn bedeuten? Sollen Betriebe, Hotels, Gaststätten, Schulen, Unis und Sportplätze wieder monatelang schließen? Das kann doch niemand ernsthaft wollen", sagte er. Gerade die Familien und vor allem Kinder und Jugendliche hätten unter den Lockdowns bereits genug gelitten. "Und auch für viele kleine und mittelständische Betriebe ist eine weitere Schließung schlicht nicht zumutbar."

Bundesregierung hat keine Infos zur Impfquote in Pflegeberufen

2.22 Uhr: Das Bundesgesundheitsministerium hat nach Informationen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) keine Informationen darüber, wie hoch die Impfquote in medizinischen Berufen ist. "Informationen zu den Impfquoten bei pflegerischen und ärztlichen Berufen liegen dem Robert Koch-Institut nur auf der Basis von einzelnen stichprobenartigen Studien vor", zitierten die RND-Zeitungen aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Konstantin Kuhle.

Daten über den beruflichen Hintergrund von geimpften Personen würden im digitalen Impfquoten-Monitoring des RKI regelmäßig "nicht erfasst". Kuhle sagte dem RND dazu, angesichts der dramatischen Pandemie-Situation müsse die Debatte über Impfpflichten für bestimmte Bevölkerungsgruppen offen geführt werden.

"Man kann eine Impfpflicht jedoch nicht einfach in den Raum stellen, ohne sich über die genaue Ausgestaltung oder die Datengrundlage im Klaren zu sein", sagte Kuhle. Auch die Prüfung, ob eine Impfpflicht verfassungsgemäß sei, könne nur anhand eines konkreten Vorschlags erfolgen. Deutschland sei von der scheidenden Bundesregierung "auf die Einführung einrichtungs- oder tätigkeitsbezogener Impfpflichten schlampig vorbereitet worden", sagte Kuhle. Dies zeige die Tatsache, dass das Bundesgesundheitsministerium keine Angaben zur Impfquote etwa in den verschiedenen Bereichen der Pflege machen könne.

Unionspolitiker pochen auf Corona-Ansprechpartner in Ampel-Bündnis

1.56 Uhr: Angesichts der Corona-Krise fordern Unionspolitiker die Ampel-Parteien auf, zügig einen Ansprechpartner für das Thema zu benennen. Der amtierende Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) sagte "Bild": "Wir brauchen dringend einen klaren, sachkompetenten Ansprechpartner in der zukünftigen Regierung." Braun
koordiniert die Corona-Politik der geschäftsführenden Bundesregierung von Union und SPD.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte: "Wir können keine zehn Tage warten, bis ein neuer Gesundheitsminister sein Amt antritt." Es brauche sofort ein Team aus altem und neuem Minister. "Die Ampel darf Corona nicht verschleppen, es droht ein nationales Corona-Drama." Nach den Plänen der Ampel-Parteien bekommt die SPD das Gesundheitsressort. Sie will ihre Minister aber erst nach dem Parteitag Anfang Dezember benennen.

Montgomery warnt vor einer Virusvariante "so infektiös wie Delta und so gefährlich wie Ebola"

1.11 Uhr: Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, warnt vor der Entstehung weiterer gefährlicher Virus-Varianten: "Meine große Sorge ist, dass es zu einer Variante kommen könnte, die so infektiös ist wie Delta und so gefährlich wie Ebola", sagte der Mediziner dieser Redaktion.

Die neue südafrikanische Variante B.1.1.529 sei "ein gutes Beispiel dafür", dass man dem Virus keine Chance zur Mutation geben dürfe. Noch wisse man zwar nichts Genaues zur Gefährlichkeit der neuen Variante, "aber es scheint sich rasend schnell auszubreiten", so Montgomery. Um weitere Varianten zu verhindern, werde es nötig sein, die Welt noch Jahre lang zu impfen. "Wir dürfen dem Virus keine Chancen zur Mutation geben, indem wir jede nur mögliche Infektion verhindern."

Lauterbach fordert nach Auftreten von Omikron-Variante schärfere Corona-Regeln

0.01 Uhr: Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat angesichts der aktuellen Corona-Lage und des Auftretens einer möglicherweise noch gefährlicheren Variante des Virus weitere Einschränkungen gefordert. Das Infektionsgeschehen sei "aggressiver als gedacht", sagte Lauterbach am Freitagabend im Interview mit den ARD-Tagesthemen. "Es sind die großen Veranstaltungen, die vollen Lokale, die vollen Geschäfte, die uns die Probleme machen."

Die Politik müsse nun möglicherweise noch einmal nachsteuern, sagte Lauterbach weiter. Besonders problematisch sei, "dass die Kontrollen von 2G und 2G plus überhaupt nicht angemessen stattfinden".

"Nichts ist schlimmer als eine besonders schwere Variante in eine laufende Welle hinein zu bekommen", sagte Lauterbach zur neu aufgetretenen Corona-Variante Omikron, die zunächst in Südafrika festgestellt worden war. Der neue Erreger scheine "gefährlich für die Geimpften wie für die Ungeimpften" zu sein. Er sei aber dennoch zuversichtlich, dass "die Booster-Impfungen auch vor dieser Variante schützen".

Freitag, 26. November: Molnupiravir laut Hersteller deutlich weniger wirksam als zunächst angegeben

  • Das neue Corona-Medikament Molnupiravir des US-Pharmakonzerns MSD ist nach Herstellerangaben deutlich weniger wirksam als bislang angegeben
  • Die EU-Staaten wollen angesichts einer neuen möglicherweise gefährlicheren Variante des Coronavirus alle Passagierflüge aus sieben Ländern im südlichen Afrika aussetzen. Davon betroffen sind Botsuana, Swasiland, Lesotho, Mosambik, Namibia, Südafrika und Simbabwe
  • Angesichts schnell steigender Infektions- und Patientenzahlen verhängen die Niederlande einen abendlichen Lockdown
  • Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die neue Corona-Variante B.1.1.529 ("Omicron-Variante") als "besorgniserregend" eingestuft
  • Niedersachsen, Brandenburg und Thüringen melden Lieferengpässe bei Corona-Impfstoffen
  • Die Bundesregierung ist besorgt, dass Impfstoffe eine geringere Wirkung gegen die neue Corona-Variante B.1.1.529 zeigen könnten
  • In einigen deutschen Gegenden droht die Überlastung des Gesundheitssystems - zu viele Patienten liegen auf den Intensivstationen
  • Virologe Christian Drosten will die neue Corona-Variante aus dem südlichen Afrika nicht vorschnell beurteilen.
  • EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat wegen der neuen Corona-Variante B.1.1.529 gefordert, jegliche Flugreisen mit dem Ziel oder der Herkunft südliches Afrika zu stoppen
  • Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat seine Forderung nach einer allgemeinen Corona-Impfpflicht erneuert
  • Die neue Corona-Variante B.1.1.529 ist erstmals in Europa nachgewiesen worden - genauer gesagt: In Belgien
  • Israel gilt bisher als Vorreiter in der Bekämpfung des Coronavirus. Am Freitagabend wurde die neue Variante erstmals nachgewiesen. Lesen Sie dazu: Corona: Neue Variante löst in Israel Alarmstimmung aus
  • Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) dringt wegen der rasant steigenden Corona-Zahlen nun auch auf eine vorgezogene Bund-Länder-Runde
  • Johann Biacsics, einer der führenden Köpfe der Impfgegner-Szene in Österreich, ist laut Focus infolge seiner Coronavirus-Infektion gestorben
  • Eine neue Corona-Variante aus Südafrika bereitet weltweit Sorge. Sie weist besonders viele Mutationen auf dem Spike-Protein auf. Doch was ist das? Lesen Sie dazu: Neue Coronavirus-Variante: Was ist ein Spike-Protein?
  • Trotz der dramatisch steigenden Corona-Zahlen hat sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gegen Schul- und Kitaschließungen ausgesprochen
  • Gesundheitsminister Jens Spahn und RKI-Chef Lothar Wieler haben am Freitagvormittag über die aktuelle Corona-Lage in Deutschland informiert. Beide machten deutlich, dass die neue Corona-Variante, die sich derzeit in Südafrika ausbreitet, Anlass zu großer Sorge sei.
  • Intensivmediziner warnen vor einer "dramatischen Lage" auf den Intensivstationen der Kliniken in den kommenden Wochen
  • In Sachsen steigt die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen weiter schnell. Der Wert lag mit Stand vom Freitag bei 1192,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht.
  • Seit Beginn der Covid-19-Impfungen sind allein in Europa nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mindestens 470.000 Menschen in der Altersgruppe über 60 vor dem Tod gerettet worden
  • Angesichts stark steigender Corona-Fallzahlen hat der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, vor einer dramatischen Zuspitzung in den Kliniken gewarnt
  • Corona-Impfungen für Kinder ab fünf Jahren werden nach Ansicht von Fachmedizinern nur eine vergleichsweise geringe Rolle im Kampf gegen die Pandemie spielen

Corona-News von Donnerstag, 25. November: Sorge vor neuer Corona-Variante: Israel beschränkt Afrikareisen

  • Aus Sorge vor einer neuen Variante des Coronavirus hat Israel am Donnerstag sofortige Reisebeschränkungen für mehrere afrikanische Länder verhängt
  • In Schulen kommt es derzeit wieder deutlich häufiger zu Corona-Ausbrüchen. Das geht aus dem Wochenbericht des Robert Koch-Instituts hervor
  • Björn Höcke, Parteichef der AfD in Thüringen, hat sich offenbar mit dem Coronavirus infiziert
  • In Bayern, Thüringen und Sachsen haben die Vorbereitungen für die Verlegung von 54 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen in aktuell weniger stark betroffenen Gebieten im Norden und Westen Deutschlands begonnen
  • Angesichts der weiteren Zuspitzung der Corona-Lage dringt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf zusätzliche Maßnahmen
  • Israel steht nach Einschätzung des nationalen Corona-Beauftragten Salmans Sarka am Beginn einer neuen Infektionswelle
  • In Belgien sind so viele tägliche Corona-Infektionen wie noch nie seit Anfang der Pandemie festgestellt worden. Am Donnerstag verkündete die Gesundheitsbehörde, dass zuletzt 23.621 neue Fälle gemeldet wurden
  • Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) fordert eine Impfpflicht für alle Erwachsenen
  • Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat grünes Licht gegeben für die Zulassung des Corona-Impfstoffes der Hersteller Pfizer/Biontech für Kinder ab fünf Jahren in Europa
  • Die Gesundheitsminister der Länder haben die im neuen Infektionsschutzgesetz geforderte Testpflicht für geimpftes oder genesenes Personal in medizinischen Einrichtungen ausgesetzt
  • Wissenschaftler warnen vor einer neuen Corona-Variante, die zuerst in Botswana aufgetreten sein soll
  • Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, rechnet wegen der rasant steigenden Corona-Zahlen wieder mit großflächigeren Schulschließungen
  • Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer schließt einen Lockdown vor Weihnachten nicht mehr aus
  • Der voraussichtlich künftige Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) hält eine Diskussion über eine allgemeine Impfpflicht gegen Corona aktuell nicht für nicht angebracht
  • Mit dem Inkrafttreten der neuen Corona-Vorschriften werden in Deutschland die Corona-Schnelltests knapp
  • Die designierte Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) will Schulschließungen trotz der steigenden Corona-Infektionszahlen vermeiden
  • Mit Blick auf stark steigende Corona-Infektionszahlen hat sich Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger einer allgemeinen Impfpflicht gegenüber offen gezeigt
  • Im Schatten der Corona-Krise eskaliert laut einer Studie von Oxfam die häusliche Gewalt. Anrufe bei Hotlines in zehn untersuchten Ländern hätten im vergangenen Jahr um 25 bis 111 Prozent zugenommen, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht der internationalen Hilfsorganisation
  • Kanada hat am Mittwoch mit den Corona-Impfungen für Kinder ab fünf Jahren begonnen - mit dem Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer

Mittwoch, 24. November: Brinkhaus will Corona-Gipfel vorziehen

  • Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus dringt auf schärfere Regeln zur Bekämpfung des Coronavirus.
  • Der von den Ampel-Parteien geplante Bund-Länder Krisenstab zur Corona-Lage soll nach Angaben von Grünen-Chefin Annalena Baerbock nach zehn Tagen entscheiden, ob es weitere Maßnahmen braucht.
  • Baerbock wollte eine allgemeine Impfpflicht nicht ausschließen. Zusätzlich zu einer Impfpflicht für bestimmte Bereichen und Berufe werde "mitgeprüft, was es braucht für eine allgemeine Impflicht", sagte sie in den "Tagesthemen". Dafür müssten rechtliche Voraussetzungen geschaffen werden.
  • Laut Thomas Riedel, Leitender Arzt der Intensivmedizin der Rottal-Inn Kliniken, stehen die Bayerischen Intensivstationen kurz vor dem Kollaps.
  • Angesichts der vierten Corona-Welle hat Italiens Regierung strengere Regeln beschlossen und die Impfpflicht erweitert.
  • Die Düsseldorf Jecken verschieben den Rosenmontagszug wegen der Corona-Pandemie im kommenden Jahr vom 28. Februar auf den 8. Mai.
  • Auch der Fußball-Bundesligist Arminia Bielefeld streicht nicht geimpften Profis das Gehalt, falls diese sich in häusliche Quarantäne begeben müssen.
  • Im Zuge von Ermittlungen gegen mutmaßliche Impfpassfälscher haben am Mittwoch rund 300 Polizistinnen und Polizisten 24 Gebäude in Niedersachsen und Hessen durchsucht.
  • Der Fußballspieler Joshua Kimmich hat sich mit dem Coronavirus infiziert.
  • Angesichts der zusätzlichen Kontrollpflichten in der neuen Corona-Verordnung kann sich die Diakonie wieder unterstützende Soldatinnen und Soldaten in den Alten- und Pflegheimen vorstellen.
  • Der von den Ampel-Parteien geplante Krisenstab zur Corona-Lage im Kanzleramt soll nach Worten des voraussichtlichen künftigen Bundeskanzlers Olaf Scholz schon eingerichtet werden, bevor die neue Regierung im Amt ist.
  • Bund und Länder wollen über das Vorgehen bei Patientenverlegungen wegen der kritischen Corona-Lage in Deutschland beraten.
  • Die Stadt Leipzig lässt einen Teil ihres Kulturbetriebs wegen der Corona-Pandemie bis zum 9. Januar ruhen.
  • Die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) dringt darauf, die bedrohliche Corona-Ausbreitung in Deutschland einzudämmen.
  • Das Verteidigungsministerium hat die Corona-Schutzimpfung für die Männer und Frauen in der Bundeswehr duldungspflichtig gemacht.
  • Jetzt macht auch die Europäische Union Druck für Auffrischungsimpfungen: Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC empfiehlt nun offiziell einen Booster für alle ab 18 Jahren, mit Vorrang für jene, die älter als 40 Jahre sind.
  • Die Staatsanwaltschaft hat die strafrechtlichen Ermittlungen zur Corona-Ausbreitung im österreichischen Skiort Ischgl im Frühjahr 2020 eingestellt.
  • Laut dem neuen Infektionsschutzgesetz, das am heutigen Mittwoch in Kraft tritt, müssen Beschäftige und Besucher von Arztpraxen oder anderen Gesundheitseinrichtungen täglich einen tagesaktuellen Antigentest vorlegen – das gilt auch für Geimpfte und Genesene.
  • Die Impfkampagne in Deutschland nimmt wieder Schwung auf: Am Dienstag haben so viele Menschen eine Erstimpfung gegen das Coronavirus erhalten wie zuletzt vor zwei Monaten.
  • Um Engpässe in der intensivmedizinischen Behandlung zu vermeiden, sollen bis zum Wochenende mehrere Dutzend Patienten aus den stark von Corona betroffenen Regionen im Osten und Süden in andere Teile Deutschlands verlegt werden.
  • Totimpfstoffe sind die aktuellen Hoffnungsträger in der Pandemie-Bekämpfung – die altbewährte Technologie könnte auch Impfskeptiker überzeugen. Ein neuer Impfstoffkandidat aus Indien überzeugt nun in einer klinischen Studie.
  • Eine große Mehrheit in Deutschland (69 Prozent) ist jetzt für eine allgemeine Impfpflicht gegen das Coronavirus.
  • Angesichts der sich zuspitzenden Corona-Lage in den Kliniken bereitet sich Bayern auf den Transport einer größeren Zahl von Intensivpatienten in andere Bundesländer vor.
  • Die stellvertretende Vorsitzende des Ethikrats, Susanne Schreiber, hält eine allgemeine Impfpflicht unter bestimmten Voraussetzungen für denkbar.
  • Mit einem neuen Fachverband soll die Behandlung von Corona-Spätfolgen verbessert werden.
  • Wegen der Corona-Pandemie bleiben Neuseelands Grenzen für Reisende aus dem Ausland noch mindestens fünf Monate geschlossen.
  • Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, ist unter bestimmten Voraussetzungen für eine allgemeine Impfpflicht.
  • Jens Spahn (CDU) würde angesichts der Corona-Lage "diejenigen, die glauben, das Virus könne ihnen nichts anhaben (...) am liebsten auf eine Intensivstation zerren.
  • Angesichts der vierten Corona-Welle hat sich der CDU-Politiker Friedrich Merz für einen weitgehenden Lockdown für Ungeimpfte ausgesprochen.
  • Die Ständige Impfkommission (Stiko) bereitet eine Empfehlung zur Corona-Impfung für Kinder zwischen fünf und elf Jahren pünktlich zum Start der ersten Impfstofflieferung vor
  • Um besonders gefährdeten Menschen schneller eine Booster-Impfung zu verschaffen, fordert Linken-Chefin Janine Wissler konkrete Terminangebote

Dienstag, 23. November – Überlastung in Kliniken: Kleeblatt-Konferenz aktiviert

  • Damit Covid-19-Patienten trotz sich abzeichnender Engpässe in einigen Regionen weiterhin intensivmedizinisch behandelt werden können, hat das strategische Steuerungsgremium von Bund und Ländern die sogenannte Kleeblatt-Konferenz aktiviert
  • Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hält die Einführung einer Corona-Impfpflicht angesichts der bundesweit dramatischen Infektionslage für unausweichlich
  • Die FDP hat sich offen dafür gezeigt, eine beschränkte Impfpflicht zu akzeptieren
  • Die Bundeswehr dürfte in Kürze als erste Institution in Deutschland eine Impfpflicht gegen das Coronavirus einführen
  • Das Vakzin heißt CoVac-1 und ist weder ein Totimpfstoff noch basiert es auf mRNA, sondern auf Proteinen Es könnte Skeptiker überzeugen, die keine Impfgegner sind, aber auf eine schonende Alternativen zu den etablierten Präparaten warten
  • Die Diskussionen um die Booster-Impfung sorgen für derzeit bei vielen für Verunsicherung. Die Virologin Sandra Ciesek klärt nun im NDR-Pocast "Coronavirus-Update" auf. Sie sagt, wann der Impfschutz nach der dritten Impfung wieder da ist und welcher Impfstoff besser sei – Biontech oder Moderna
  • Die Spitzenpolitiker der Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP haben sich am späten Nachmittag kurzfristig mit Angela Merkel im Kanzleramt getroffen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa wurde das Treffen wegen der dramatischen Pandemie-Lage organisiert
  • Nordrhein-Westfalen verschärft die Strafen für Verstöße gegen die neuen Corona-Regeln. So werden für die Fälschung eines Testnachweises künftig zwischen 2000 und 5000 fällig
  • Der Ehemann von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Joachim Sauer, hat sich verwundert über die geringe Impfquote in Deutschland geäußert
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich nach einem Zeitungsbericht in einem Brief an die Ärzteschaft für seine Kommunikation rund um die Begrenzung von Biontech-Dosen entschuldigt
  • In Sachsen-Anhalt haben in der Corona-Pandemie künftig nur noch Geimpfte und Genesene Zugang zu bestimmten Bereichen des öffentlichen Lebens. Das Kabinett gab am Dienstag eine landesweite 2G-Pflicht unter anderem für die Innengastronomie, Kultur- und Freizeiteinrichtungen bekannt
  • Sachsen ist nach Worten von Krankenhauskoordinator Michael Albrecht noch weit von einer Triage entfernt
  • Aerosolforscher halten die Absage von Weihnachtsmärkten wegen der hohen Corona-Infektionszahlen für kontraproduktiv. "Aus aerosolphysikalischer Sicht macht ein Verbot von Weihnachtsmärkten absolut keinen Sinn. Im Freien finden nur sehr wenige Ansteckungen statt", sagte Gerhard Scheuch, der früherer Präsident der Internationalen Gesellschaft für Aerosolmedizin
  • Die Weltgesundheitsorganisation WHO befürchtet einen bedeutenden Anstieg der Todeszahlen durch die Corona-Pandemie in Europa. "Die kumulierten gemeldeten Todesfälle bis zum Frühjahr nächsten Jahres werden voraussichtlich über 2,2 Millionen erreichen", erklärte die WHO in einem Bericht

Hier startet ein neuer Corona-Blog. Alle bisherigen Corona-News finden Sie hier.

(fmg/dpa/afp/epd)

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