Pandemie

Novavax: Karl Lauterbach nennt konkreten Liefertermin

| Lesedauer: 2 Minuten
Novavax - was den neuen Impfstoff so besonders macht

Novavax - was den neuen Impfstoff so besonders macht

Anfang August hat die Europäische Kommission einen Vertrag abgeschlossen: Die Mitgliedsstaaten können 100 Millionen Impfdosen des Novavax-Impfstoffes aufkaufen. Was an diesem Vakzin so besonders ist, erfahren sie in diesem Video.

Beschreibung anzeigen

Berlin  Den proteinbasierten Corona-Impfstoff des Herstellers Novavax soll es auch in Deutschland geben. Doch der Liefertermin verzögert sich.

  • Novavax soll bald in Deutschland zum Einsatz kommen
  • Der neue Corona-Impfstoff wurde bereits zugelassen
  • Doch der Liefertermin verzögert sich

Novavax ist im Dezember als fünfter Corona-Impfstoff in der EU zugelassen worden. Auf dem Proteinimpfstoff ruht große Hoffnung - schließlich basiert er auf einer schon lange bekannten Technologie, die auch Menschen zum Impfen bewegen könnte, die Vorbehalte gegenüber der mRNA- und Vektortechnologie haben. Die ersten Lieferungen waren für Januar angekündigt worden. Doch jetzt steht fest, dass sich der Termin verzögern wird.

Alle Infos: Novavax - Wichtige Infos zu Wirksamkeit & Nebenwirkungen des Proteinimpfstoffs

Corona-Impfung: Wann kommt Novavax?

"Der Bund wird nach aktuellem Kenntnisstand voraussichtlich Ende Januar/Anfang Februar beliefert", sagte ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums der "Rheinischen Post" Anfang Januar. Eine Auslieferung an die Länder solle dann "zeitnah erfolgen". Noch nicht bekannt sei, wie viele Dosen es dann geben werde.

Novavax - was den neuen Impfstoff so besonders macht
Novavax - was den neuen Impfstoff so besonders macht

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hatte im Dezember ebenfalls in Aussicht gestellt, dass Novavax noch im Januar 2022 nach Deutschland geliefert werden würde. Vier Millionen Dosen seien bestellt und würden bald zur Verfügung gestellt, "soweit das Werk liefern kann", sagte der SPD-Politiker vor den Weihnachtsfeiertagen in Berlin.

Nun steht fest, dass der Impfstoff doch erst später verimpft werden kann. Wie Lauterbach am Freitag (14. Januar) in einer Sondersitzung des Bundesrats ankündigte, soll Deutschland am 21. Februar eine erste Lieferung von 1,75 Millionen Dosen bekommen.

Novavax: Zwei Impfungen im Abstand von drei Wochen nötig

Bei dem Novavax-Vakzin namens Nuvaxovid werden zwei Dosen im Abstand von etwa drei Wochen gespritzt. Das dabei angewandte Verfahren wird seit Jahrzehnten bei Vakzinen gegen Hepatits B und Keuchhusten eingesetzt. Die Effektivität zum Schutz vor symptomatischen Infektionen wurde von der EU-Arzneimittelbehörde EMA mit rund 90 Prozent angegeben.

Unklar ist jedoch, wie gut Novavax vor Omikron schützt. Expertinnen und Experten wiesen zudem darauf hin, dass man über den neuen Impfstoff noch nicht so viel wisse wie über die Präparate, die bereits länger breit angewendet werden.

Der Corona-Impfstoff von Novavax gesellt sich in der EU zu den mRNA-Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna sowie den Vektorimpfstoffen von Astrazeneca und Johnson & Johnson.

(raer/afp/dpa)

Fragen zum Artikel? Mailen Sie uns: redaktion.online-bzv@funkemedien.de

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder