Corona

RKI-Wochenbericht: Omikron dominiert in Deutschland

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Stiko empfiehlt Booster-Impfung auch für Jugendliche ab zwölf Jahren

Stiko empfiehlt Booster-Impfung auch für Jugendliche ab zwölf Jahren

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat die Ständige Impfkommission Booster-Impfungen auch für Minderjährige zwischen zwölf und 17 Jahren empfohlen.

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Berlin  Die Omikron-Variante verbreitet sich in Deutschland weiter. Der Wochenbericht des Robert Koch-Instituts bietet eine aktuelle Übersicht.

Omikron ist nun auch in Deutschland die vorherrschende Variante des Coronavirus. Das geht aus dem Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstag (13.1.) hervor. In der ersten Kalenderwoche 2022 wurden laut Meldedaten aus den Bundesländern 73 Prozent der auf Varianten untersuchten Corona-Nachweise Omikron zugeordnet.

Damit sei Omikron die vorherrschende Corona-Variante in Deutschland, schreibt das RKI. In der Woche zuvor war noch ein Anteil von 51 Prozent angegeben. Berücksichtigt werden bei diesen Daten sowohl Nachweise per Erbgutanalyse als auch Verdachtsfälle durch sogenannte variantenspezifische PCR-Tests. Lesen Sie hier: Virologin warnt bei "Illner" – "Omikron nicht unterschätzen"

Aussagekräftiger, aber weniger aktuell als die Meldedaten, sind Erkenntnisse aus einer weiteren Quelle, einer Stichprobe: Hier fließen ausschließlich Ergebnisse vollständiger Erbgutanalysen von zufällig ausgewählten Proben ein. Der Omikron-Anteil in der letzten Woche 2021 lag demnach laut RKI-Bericht bei rund 40 Prozent. Dies entspricht etwa einer Verdopplung im Vergleich zur Woche zuvor.

Corona: RKI schätzt Omikron-Gefahr als sehr hoch ein

Das Institut schätzt die Gefährdung der Bevölkerung durch das Coronavirus als sehr hoch ein. Es sei dringend geboten, die Testung gemäß der Nationalen Teststrategie zu priorisieren, um die "zeitnahe diagnostische Versorgung" von Corona-Patienten zu sichern, so das RKI.

Das RKI verwies auf große regionale Unterschiede beim Omikron-Stand: Der Anteil liege zwischen 11 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern und 96 Prozent in Bremen. Grund für die Unterschiede sei aber auch, dass in den Ländern unterschiedlich stark variantenspezifisch getestet werde und in manchen Regionen die Ergebnisse aus den Laboren langsamer erfasst und übermittelt werden, so das RKI. Außerdem verbreite sich Omikron ausgehend von Ballungszentren.

Generell werde in den nächsten Wochen mit einer starken Zunahme von Infektionen "mit der auch bei Geimpften und Genesenen leichter übertragbaren Omikron-Variante gerechnet". Die Delta-Variante, auf deren Konto die vierte Welle ging, verliert unterdessen weiter an Boden.

(amw/dpa)

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