Paul-Ehrlich-Institut

Schnelltests von Bundesinstitut geprüft: Diese fallen durch

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Corona: Schnelltests richtig entsorgen

Corona: Schnelltests richtig entsorgen

Dürfen Corona-Schnelltests einfach in den Hausmüll? Die Corona-Schnelltests für zuhause kommen mit jeder Menge Einzelteilen. Darf man die zum Wegwerfen trennen? Denn sie könnten ja potentiell infektiös sein.

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Berlin  Unter den durchgefallenen Testsets sind auch bekannte Marken. Vom Kauf dieser Schnelltests rät das Paul-Ehrlich-Institut ab.

Der Schnelltest ist neben dem Impfzertifikat zum treuen Begleiter in der Corona-Pandemie geworden. Im Supermarkt oder online kann man sich sein Testset mit Abstrichtupfer, Extraktionspuffer und Teststreifen mittlerweile für wenige Euro kaufen.

Immer wieder entdeckt das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) unter den Corona-Tests zur Selbstanwendung aber auch schwarze Schafe. Insgesamt 46 von 200 Tests sollen in puncto Sensitivität nicht überzeugen. Darunter sind auch bekannte Marken.

Seit einem Jahr bewertet das Prüflabor für In-vitro-Diagnostika am Paul-Ehrlich-Institut (PEI-IVD) die in Deutschland frei verkäuflichen SARS-CoV-2-Antigentest. Wie eine Sprecherin des Instituts mitteilt, geschieht dies "stichprobenartig im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit" mit dem ZIel, die Corona-Pandemie einzudämmen. Die Ergebnisse sind online frei einsehbar. Bei der neusten Evaluierung am 31. Januar wurden zuletzt 20 Tests für ineffektiv befunden. Damit wuchs die Liste der durchgefallenen Produkte fast um das Doppelte auf 46 an.

Dedicio, Joysbio und Biocredit fallen durch

Die Sensitivität der Schnelltests soll anzeigen, wie gut sie in der Lage sind, das Virus nachzuweisen. Weist ein Antigentest eine niedrigere Gesamt-Sensitivität als 30 Prozent auf, erfüllt er das Kriterium nicht und gilt für den Hausgebrauch als unzuverlässig. Sieben der insgesamt 46 durchgefallenen Produkte weisen lediglich eine Sensitivität von 0 Prozent auf und sollten nicht verwendet werden.

Unter den durchgefallenen Tests sind aber auch immer wieder bekannte Testmarken. Bei den zuletzt durchgeführten Evaluierung des PEI fielen so etwa auch die Tests Dedicio vom Hersteller Nal von Minden mit einer Sensitivität von 12 Prozent, Joysbio von Joysbio (Tianjin) mit einem Wert von 18 Prozent und Biocredit der Marke Rapigen mit 6 Prozent durch. Ob die Tests deshalb auch aus dem Sortiment genommen werden müssen, ist bislang nicht bekannt. (lim)

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