Dachstuhlfeuer und Brandstiftung in der Gemeinde Hohenhameln

Hohenhameln.  Die Freiwilligen Feuerwehren hatten einen aufregenden Samstag. Dabei begann der Tag noch ganz familiär.

Mit der Drehleiter aus Peine gelang es am Samstag, den Dachstuhlbrand in einem Haus in der Neißerstraße in Equord in den Griff zu bekommen. Dennoch gab es einen erheblichen Schaden.

Mit der Drehleiter aus Peine gelang es am Samstag, den Dachstuhlbrand in einem Haus in der Neißerstraße in Equord in den Griff zu bekommen. Dennoch gab es einen erheblichen Schaden.

Foto: Feuerwehr Hohenhameln

Der Dachstuhl eines Einfamilienhauses in der Neißerstraße in Equord ist nach Polizeiangaben am Samstagnachmittag in Brand geraten. Es gab weitere Einsätze in der Gemeinde Hohenhameln an diesem Samstag.

Durch den schnellen Einsatz der Freiwilligen Feuerwehren aus Hohenhameln, Mehrum, Equord und Peine wurde der Brand in Equord schnell gelöscht und eine Ausbreitung konnte verhindert werden, so die Polizei.

Trotzdem ist das Gebäude unbewohnbar und die Hausbewohner wurden durch Familienangehörige aufgenommen. Der Brandort wurde durch die „Spezialisierte Tatortaufnahme“ aus Salzgitter beschlagnahmt. Die Ermittlungen dauern an.

Sebastian Haupt, Pressewart der Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Hohenhameln, berichtet von einem aufregenden Samstag für die Einheiten.

Mutter-Kind-Tag in Mehrum

Am Samstagmorgen habe zunächst der von Brandschutzerzieher Martin Westendorf organisierte Mutter-Kind-Tag in Mehrum statt gefunden. „Ziemlich gelassen konnte sich hier noch Gemeinde-Brandmeister Hans-Wilhelm Beimes einen Überblick verschaffen“, berichtet Sebastian Haupt.

Eine Gruppe habe sich am Mehrumer Gerätehaus ein Bild von der Brandschutzerziehung und der Arbeit der Feuerwehr machen können. Neben ein paar Übungen seien auch die technischen Geräten der drei Fahrzeuge aus Mehrum und Stedum ausgestellt und erklärt worden.

Feuer am Schulzentrum und bei Steinbach

Doch um 13.19 Uhr sei es mit der Gelassenheit vorbei gewesen: Ein Feuer am Schulzentrum an der Haberstraße wurde gemeldet. Die Hohenhamelner Feuerwehr rückte mit zwei Fahrzeugen aus.

„Noch ehe die Brandstelle im Innenhof der Realschule gefunden wurde, bemerkten die Einsatzkräfte eine weitere Feuerstelle in unmittelbarer Nähe auf dem ehemaligen Steinbach-Gelände“, so Sebastian Haupt, der wie die Polizei von Brandstiftung ausgeht.

Das Feuer an der Realschule habe schnell mit ein paar Litern Wasser abgelöscht werden können. Etwas schwieriger sei der Zugang zu dem abgesperrten Steinbach-Gelände gewesen. Auf der Suche nach einem Zugang sei noch eine weitere Feuerstelle auf demselbem Grundstück am Gebäude entdeckt worden.

„Nachdem die Einsatzkräfte ein paar B- und C- Leitungen (Schläuche) verlegt hatten, konnten die zwei Feuerstellen mit reichlich Wasser vom Tanklöschfahrzeug abgelöscht werden“, berichtet der Feuerwehr-Sprecher.

So verlief der Einsatz in Equord

Um 15.12 Uhr wurden die Ortswehren Equord und Mehrum dann zum Dachstuhlbrand nach Equord in die Neißerstraße alarmiert. Die ersten Einsatzkräfte hätten einen völlig verqualmten Dachstuhl vorgefunden, so Sebastian Haupt weiter. Die Folge: Eine sogenannte Stichworterhöhung über die Leitstelle, was die Alarmierung der Drehleiter aus Peine und weiterer Kräfte bedeutete.

Mit dem Eintreffen der Drehleiter aus Peine sei mit der Brandbekämpfung von außen begonnen worden. Dafür seien die Dachsteine entfernt worden. „Da dieses effektiver war, wurde, auch zur Sicherheit der Atemschutzgeräteträger, der Innenangriff vorerst eingestellt und nur von außen die Brandbekämpfung durchgeführt“, berichtet Sebastian Haupt.

Dank des schnellen Einsatzes der Drehleiter sei ein Totalschaden des Hauses in Equord verhindert worden. Es gebe aber dennoch erhebliche Schäden durch das Feuer und das Löschwasser.

Holzstapel in der Pommernstraße in Flammen

Um 22.34 Uhr heulten in Hohenhameln am Samstag erneut die Sirenen. Dieses mal ging es in die Pommernstraße. Dort brannte ein Holzstapel im Garten.

Der Mieter habe noch beherzt versucht, das Feuer selbst zu löschen. Schließlich habe das die Ortswehr Hohenhameln mit viel Wasser übernommen. Es habe aber mehrmals das Holz auseinandergezogen werden müssen. Nach einer guten Stunde sei auch dieser Einsatz beendet gewesen, schließt der Feuerwehr-Sprecher seinen Bericht.

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