Corona in Peine: Alle Fakten auf einen Blick

Peine.  Der Stand in Peine am Mittwoch: Die Anzahl der Corona-Todesfälle hat sich um 3 auf 19 erhöht. Es gab außerdem 33 Neuinfektionen.

Polizeibeamte und Mitarbeiter des Ordnungsamtes kontrollieren in der Peiner Fußgängerzone die Einhaltung der Maskenpflicht. Überwiegend befolgten die Peiner diese Corona-Schutzmaßnahme, am Montag allerdings gab es einen Zwischenfall mit zwei Masken-Verweigerinnen. 

Polizeibeamte und Mitarbeiter des Ordnungsamtes kontrollieren in der Peiner Fußgängerzone die Einhaltung der Maskenpflicht. Überwiegend befolgten die Peiner diese Corona-Schutzmaßnahme, am Montag allerdings gab es einen Zwischenfall mit zwei Masken-Verweigerinnen. 

Foto: Thomas Stechert

Die Corona-Lage im Landkreis Peine hat am Mittwoch einen neuen traurigen Höhepunkt erreicht. „Leider gibt es drei neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus“, meldete Landkreissprecher Fabian Laaß am Abend. Damit steigt die Anzahl der Corona-Todesfälle in der Peiner Bevölkerung seit Ausbruch der Pandemie auf 19.

Während sich Peiner Polizeibeamte auf ihren regelmäßigen Corona-Präventionsstreife entlang der Peiner Fußgängerzone mit uneinsichtigen Masken-Verweigerern „herumschlagen“ müssen, führt diese Tagesmeldung über gleich drei neue Todesfälle einmal mehr und deutlich vor Augen, wie gefährlich die Corona-Pandemie ist.

Nach Angaben von Laaß handelt es sich bei den Todesopfern um zwei Bewohner des CMS Pflegestiftes in Vechelde , zwei Männer im alter von 80 und 84 Jahren. Der 80-Jährige ist demnach am Mittwoch im Klinikum Peine verstorben, der 84-Jährige war in einem Krankenhaus außerhalb des Landkreises in medizinischer Behandlung, wo er am Montag an der Folgen der Infektion verstorben ist.

Bei dem dritten Todesopfer handelt es sich um einen Bewohner des Artemed-Pflegezentrums „Rosenblick“ in Peine-Telgte . Der Mann wurde im Klinikum Peine medizinisch versorgt, wo er am Dienstag im Alter von 83 Jahren den Folgen der Infektion erlag. Die beiden Seniorenheime gehören zu mehreren Pflegezentren im Kreis Peine, in denen es jüngst zu größeren Corona-Ausbrüchen gekommen war.

Außerdem meldete Laaß in seinem täglichen Lage-Bericht 33 bestätigte Neuinfektionen von Menschen im Peiner Land. Die Anzahl der Infektionen insgesamt seit Ausbruch im Kreis Peine steigt damit auf 1161.

Der Wert der 7-Tagesinzidenz für den Landkreis Peine wurde am Mittwoch vom Landesgesundheitsamt mit 113,5 festgestellt (Neuinfektionen in der Zeitspanne je 100.000 Einwohner). Der Wert sinkt damit weiter, nachdem er zuletzt auf über 160 angestiegen war.

Gleichwohl liegt der Peiner Wert weiter über der kritischen Marke von 100 (maßgeblich für zusätzliche und verschärfte Auflagen zur Eindämmung der Pandemie; Ziel ist ein Wert unter 50). Der Landesdurchschnitt am Mittwoch betrug 101,1.

Für den Kreis Peine sprang bereits am Montag, 26. Oktober, die Corona-Ampel des Landes Niedersachsen auf „Rot“ (Inzidenz-Wert über 50), und seit Donnerstag, 5. November, ist die kritische Marke von 100 überschritten. Gemäß der Landesverordnung mussten deshalb bereits mehrere Schulen vom Corona-Szenario A (eingeschränkter Regelbetrieb) in das Szenario B wechseln (geteilte Klassen – Unterricht im Wechselmodell, ein Teil hat Präsenzunterricht, der andere Online-Unterricht zu Hause).

Die Fallzahlen im Landkreis Peine

Stand Mittwoch, 25. November – soweit gemeldet; in Klammern die Veränderung zum Vortag:
Maßgebliche 7-Tagesinzidenz (Nds. Gesundheitsministerium): 113,5
Anzahl der positiv getesteten Personen im Peiner Land seit Ausbruch der Pandemie: 1161(+33)
Davon Genesene: keine aktuelle Angabe vom Kreisgesundheitsamt
Davon Verstorbene: 19 (+3)
Davon derzeit aktive Fälle: keine aktuelle Angabe vom Kreisgesundheitsamt.

Klinikum Peine sucht Pflegekräfte für Corona-Patienten

Das Klinikum Peine hat nach wie vor dringenden Bedarf an Pflegepersonal zur Betreuung bestätigter Corona-Fälle sowie Verdachtsfälle. Laaß: „Wir suchen Menschen mit einer Pflege- oder Medizinausbildung oder ähnlicher Eignung, etwa Medizinstudenten oder Sanitäter. Diese können befristet eingestellt werden.“ Auskunft: (05171) 93-1201 .

Im Kreis Peine sind bisher 16 Corona-Todesfälle zu beklagen

Von den bisher 16 Corona-Todesopfern aus dem Landkreis Peine waren zwölf im April gestorben: sieben Bewohner der Seniorenresidenz „Brockenblick“ in Gadenstedt sowie fünf weitere Einwohner aus dem Landkreis Peine.

Im Oktober erlag zunächst eine 86-jährige Bewohnerin des DRK-Seniorenheims „Haus am Stadtpark“ in Peine den Folgen der Infektion. Außerdem starb ein 87 Jahre alter Peiner, der sich außerhalb des Landkreises in klinischer Behandlung befunden hat.

Anfang November starb ein 74-Jähriger an den Folgen der Infektion, er war im Klinikum Peine in Behandlung. Am vergangenen Sonntag verstarb ein 68 Jahre alter Mann auf der Intensivstation des Peiner Klinikums an den Folgen seiner Corona-Infektion – der 16. Todesfall.

Coronavirus in Niedersachsen- Alle Fakten auf einen Blick

Generelles Besuchsverbot im Klinikum Peine

Am Donnerstag, 29. Oktober, hat das Klinikum Peine ein generelles Besuchsverbot erlassen. Patienten können daher derzeit keine Besuche mehr empfangen. Eine Ausnahme vom generellen Besuchsverbot gilt ausschließlich für Besuche von palliativmedizinisch betreuten Patientinnen und Patienten, Menschen im Sterbeprozess sowie in der Sterbebegleitung. Hier sind Besuche nach vorheriger Rücksprache mit dem behandelnden Arzt weiterhin möglich.

Der Krisenstab des Landkreises Pe ine weist darauf hin, dass aktuell folgende Einschränkungen gelten:

1. In allen gastronomischen Einrichtungen gilt eine Sperrstunde in der Zeit von 23 bis 6 Uhr. Gastronomiebetrieben ist zudem der Außer-Haus-Verkauf von alkoholischen Getränken unabhängig von der Sperrfrist untersagt.

2. Private Zusammenkünfte und Feiern sind unter Einhaltung des Abstandsgebots sowohl drinnen als auch draußen sowie in Gastronomiebetrieben nur noch mit 10 Angehörigen oder 10 Personen aus maximal zwei Haushalten möglich. Diese Regelung gilt auch für Gaststätten, Vereinsheime, Dorfgemeinschaftshäuser.

3. Besteht in der Öffentlichkeit die Gefahr, dass Abstände nicht eingehalten werden können, muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

Zusätzlich zu den Regelungen der Rechtsverordnung hat der Landkreis Peine eine Allgemeinverfügung erlassen. Diese ist seit Dienstag, 27. Oktober, gültig und enthält folgende Punkte:

An folgenden Örtlichkeiten im Landkreis Peine müssen Mund-Nasen-Bedeckungen getragen werden: in der gesamten Fußgängerzone der Peiner Innenstadt (gekennzeichnet durch die Verkehrszeichen „Beginn/Ende der Fußgängerzone“) in der Zeit von 10 bis 19 Uhr; auf dem Gelände des Peiner Bahnhofs und dem Gelände des Peiner Busbahnhofs (gilt für Reisende mit Bus und Bahn und auch für Personen, die diese Bereiche lediglich passieren) in der Zeit zwischen 6 und 19 Uhr); auf dem Gelände der jeweiligen Wochenmärkte während der Marktöffnungszeiten (gilt auch für Passanten ohne Kaufabsichten, die das Marktgelände lediglich passieren).

Die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in geschlossenen Räumen, die öffentlich oder im Rahmen eines Besuchs- und Kundenverkehrs zugänglich sind, wird ausgeweitet: Wer bei Ausübung einer beruflichen Tätigkeit in geschlossenen Räumen einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu einer anderen Person nicht oder nicht durchgehend einhalten kann, ist zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtet. Diese Pflicht gilt insbesondere für Verkehrswege, Flure, Treppen und Treppenhäuser, Wartebereiche, Gemeinschafts- und Sozialräume, Toiletten und vergleichbare Räumlichkeiten.

Die Allgemeinverfügung für Stadt und Kreis Peine gilt zunächst bis Montag, 30. November. Eine Verlängerung ist möglich.

Bürgertelefon für Corona-Fragen

Das Bürgertelefon für Corona-Fragen der Peiner Landkreisverwaltung ist unter einer zentralen Nummer zu erreichen: (05171) 401-9000. Die Erreichbarkeit in der Woche und am Wochenende: Montag bis Freitag von 9 bis 12 und 13 bis 16 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 Uhr bis 14 Uhr.

Corona-Testzentrum in Peine ist montags bis freitags geöffnet

Das Corona-Testzentrum des Kreis-Gesundheitsamtes im ehemaligen Werksgasthaus in Peine, Gerhard-Lucas-Meyer-Straße 8 (gegenüber dem Stahlwerk) hat montags bis freitags jeweils von 12 bis 14 Uhr geöffnet. Termine für Tests sind unter der Telefonnummer (05171) 401-7051 zu vereinbaren. Der Landkreis macht darauf aufmerksam, dass niemand das Corona-Testzentrum ohne Termin aufsuchen sollte. Potenziell erkrankte Bürger müssen sich zunächst telefonisch an ihren jeweiligen Hausarzt wenden. Der Arzt entscheidet dann, ob der Betroffene an das Testzentrum überwiesen wird. Außerhalb der Praxiszeiten der Hausärzte wenden sich Bürger an den Kassenärztlichen Notdienst im Klinikum Peine unter der Telefonnummer: 116 117.

Corona – Hier gibt es weitere Hilfe und spezielle Beratung

Beratung für Heimleitungen: Senioren- und Pflegestützpunkt in Peine, Altenhilfeplanerin Anke Bode, (05171) 401- 9106, E-Mail-Adresse: a.bode@landkreis-peine.de

Hinweise für Senioren und Pflegende: telefonische Beratung des Senioren- und Pflegestützpunktes unter (05171) 401-9100 , Montag 8.30-16 Uhr, Mittwoch 8.30-12 Uhr, Donnerstag 8.30-18 Uhr, Freitag 8.30-12 Uhr.

Hilfe für Menschen in Krisen und Angehörige und Freunde: Krisenhilfe Peine , (05171) 401-8899 , Freitag 15-21 Uhr, Samstag, Sonntag und feiertags 13-21 Uhr.

Beratung bei Verdacht der Kindeswohlgefährdung: Erstkontaktstelle Jugendamt, (05171) 401-2345 , Montag und Dienstag 8.30-12.30 Uhr, Donnerstag 13 -17 Uhr, Freitag 8.30-12 Uhr; außerhalb der Sprechzeiten über die Polizei Peine erreichbar; www.landkreis-peine.de/Soziales-Bildung/Kinder-Jugend-und-Familie

Erziehungs-, Jugendberatung, Beratung für getrennte Familien: Beratungsstelle des Landkreises Peine für Eltern, Kinder und Jugendliche: (05171) 401-2333, Montag bis Freitag 9-12 Uhr, Montag bis Donnerstag 13-16 Uhr; per Mail: erziehungsberatung@landkreis-peine.de

Beratung für werdende Eltern und Familien mit Kindern bis 6 Jahren: Fachstelle Frühe Hilfen des Landkreises, (05171) 401-2242 , Montag bis Freitag 9-12 Uhr sowie Montag bis Donnerstag 13-16 Uhr.

Hilfe für Menschen mit psychischen Erkrankungen und seelischen Behinderungen: Sozialer Dienst des Gesundheitsamtes des Kreises, (05171) 401-7103 , Montag und Dienstag 8.30- bis 15 Uhr, Donnerstag 8:30 bis 17 Uhr, Freitag 8.30-12 Uhr; Sozialpsychiatrischer Dienst des Kreis-Gesundheitsamts: (05171) 401-7103 , Montag und Dienstag 8.30-15 Uhr, Donnerstag 8.30-17 Uhr, Freitag 8.30-12 Uhr.

Hilfen der öffentlichen Hand für Erwachsene und Familien: Kreis-Sozialamt, (05171) 401-2121 , Montag 8.30-12:30 Uhr, Dienstag ebenso und 14-16 Uhr, Donnerstag ebenso und 14-17 Uhr, Freitag 8.30-12 Uhr.

Beratung für Unternehmen und Selbstständige: Wirtschafts- und Tourismusfördergesellschaft (Wito) , (05172) 9492600 , (0151) 11453907 , Montag bis Freitag 9-18.

Ideen für Familien: Spiel-Ideen vom Lokalen Bündnis für Familien , (05171) 401-30061 oder -62.

Peiner Hotline für die freiwillige Corona-Warn-App

Die Corona-Warn-App (Download im App-Store und Play-Store) soll bei der Feststellung von Kontakten zu infizierten Personen helfen. In Peine werben Landrat Franz Einhaus und die Gemeinde-Bürgermeister für die App: „Je mehr Menschen in unserem Kreis die Warn-App nutzen, desto besser wirkt sie.“ Die Nutzung ist freiwillig. Wer über seine Corona-Warn-App benachrichtigt wird, dass er Kontakt zu einem positiv Getesteten hatte, kann die Hotline des Gesundheitsamt des Landkreises Peine anwählen: (05171) 401-7020 .

Technische Fragen: Hotline der Corona-Warn-App (kostenlos): (0800) 7540001 .

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