18 Jungjäger bestehen das „Grüne Abitur“ in Peine

Peine.  Sieben Frauen und elf Männer aus dem Peiner Land legen mit Erfolg die staatliche Jägerprüfung ab.

Der Peiner Kreisjägermeister Hans Werner Hauer (rechts) schlägt die beiden Prüfungsbesten mit einem Notendurschnitt von 1,4 stellvertretend für alle Lehrgangsteilnehmer zum Jäger. 

Der Peiner Kreisjägermeister Hans Werner Hauer (rechts) schlägt die beiden Prüfungsbesten mit einem Notendurschnitt von 1,4 stellvertretend für alle Lehrgangsteilnehmer zum Jäger. 

Foto: Jägerschaft Peine

Wer in Deutschland die Jagd ausüben will, benötigt einen Jagdschein. Er wird nach bestandener Jägerprüfung erteilt. Diese Voraussetzung erfüllen jetzt im Peiner Land sieben Frauen und elf Männer, die ihr „Grünes Abitur“, die staatliche Jägerprüfung, bestanden haben.

„Eigentlich sollte die Jägerprüfung bereits Anfang April stattfinden, aber wegen Corona musste die Prüfung auf Ende Mai verschoben werden“, sagt Kreisjägermeister und Prüfungsleiter Hans Werner Hauer. „Da der Prüfungsteil Jagdliches Schießen schon im November 2019 von der Kommission abgenommen wurde, musste unter Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen die schriftliche und mündlich-praktische Prüfung nun nachgeholt werden.“

Die bestandene Prüfung berechtigt die neuen Jungjäger, bei der Unteren Jagdbehörde ihren Jagdschein zu lösen. Die Teilnehmer aus verschiedenen Alters- und Berufsgruppen – vom Schüler bis zum Ruheständler – hatten seit letztem Jahr bei der Jägerschaft Peine einen Lehrgang absolviert. Nach erfolgreicher Schießprüfung mit Büchse und Flinte büffelten sie für die schriftliche Prüfung und den mündlich-praktischen Prüfungsteil in einem Jagdrevier fünf Themenbereiche rund vier Monate an ein bis zwei Abenden pro Woche.

Sie erlangten dabei Wissen und Praxis auf folgenden Gebieten: Dem Jagdrecht unterliegende und andere in Freiheit lebende Tiere, Jagdwaffen und Fanggeräte, Naturschutz, Hege und Jagdbetrieb, Behandlung des erlegten Wildes, Wildkrankheiten, Jagdhundewesen, jagdliches Brauchtum, Jagdrecht und verwandtes Recht.

„Dank des guten Vorbereitungslehrgangs unter der Leitung von Dr. Jörg Heide konnten von den 19 zur Prüfung angetretenen Teilnehmern 18 das Prüfungsziel erreichen“, betont der Kreisjägermeister. Engagierte und erfahrene Ausbilder der Jägerschaft sorgten für die nötige fundierte und praxisnahe Wissensvermittlung, um den Jungjägern das richtige Rüstzeug für eine waidgerechte Jagd mit auf den Weg zu geben.

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