Bei IGS-Absolventen in Lengede fließen Tränen

Lengede.  Die Zeugnisübergabe an der IGS Lengede findet wegen Corona in fünf Abschnitten statt. Trotzdem erleben die Schüler emotionale Veranstaltungen.

Nur eine Klasse durfte in der IGS Lengede zur Zeugnisübergabe in die Aula

Nur eine Klasse durfte in der IGS Lengede zur Zeugnisübergabe in die Aula

Foto: Privat / Schule

Mit viel weniger Pomp als üblich wurden den Absolventen der IGS Lengede in diesem Jahr ihre Zeugnisse überreicht. Oberste Priorität habe der Schutz von Schülern und Lehrkräften vor dem Corona-Virus. „Ich habe frühzeitig entschieden, dass die für den Unterrichtsbetrieb geltenden Corona-Schutzmaßnahmen für eine Abschlussveranstaltung nicht aufgeweicht werden“, so Schulleiter Jan-Peter Braun. Dazu zählen, so Braun, neben dem Abstandsgebot das Verbot auf Mischung von Lerngruppen, Einbahnwege in den Schulgebäuden und die Begrenzung der Personen in den Toilettenbereichen auf maximal zwei.

Nachdem klar gewesen sei, dass diese Regelungen bis zum Schuljahresende gelten würden, habe die Schule eine Alternative erarbeitet, wie es in einer Mitteilung heißt. „Am Wichtigsten war uns, dass zum Abschied die Schüler der einzelnen Klassen noch einmal zusammenkommen konnten“, so die Leiterin des Abschlussjahrgangs 10, Claudia Müter.

Nacheinander finden an der IGS Lengede insgesamt fünf Verabschiedungen statt

Maximal 30 Schüler, zuzüglich 10 Lehrkräfte auf der Bühne, passten unter den Hygienevorgaben in die Aula. Somit fanden nacheinander insgesamt fünf Verabschiedungen statt. Zwei Reinigungskräfte desinfizierten zwischen den Veranstaltungen die Tische.

In der Begrüßung ließ der Schulleiter die vergangenen sechs Jahre Revue passieren und nannte immer wieder Beispiele, an denen die Schüler nicht ihre Wünsche erfüllt bekommen hatten oder an denen persönliche Pläne nicht wie gewünscht verwirklicht werden konnten.

Reden der Klassensprecher waren von Wertschätzung, Respekt und Humor geprägt

Persönliche Worte fanden die Klassenlehrkräfte für ihre Klassen. Und auch die Reden der Klassensprecher waren von Wertschätzung, Respekt und Humor geprägt. „Es waren die persönlichsten Abschlussveranstaltungen, die ich bisher erlebt habe“, fasst Oliver Virkus, Leiter der Sekundarstufe I, den Tag zusammen. Es flossen bei jeder Klasse zahlreiche Tränen, sowohl bei den Schülern aber auch bei den Lehrkräften. „Für die meisten Lehrkräfte unserer jungen Schule war dieses die erste Klasse, die sie als Klassenlehrkraft über viele Jahre begleitet und zum Abschluss geführt hat”, so Virkus.

„Für die Eltern war es sicherlich sehr belastend, bei der Überreichung des ersten anerkannten Bildungsabschlusses ihres Kindes nicht dabei gewesen sein zu können“, so Braun. „Dennoch hatte diese Art der klassenbezogenen Verabschiedung einen deutlich individuelleren Charakter, als dieses bei einer großen Veranstaltung der Fall ist.“

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