Vortrag in Lengede: Mehr Grün für das Auge und die Insekten

Lengede.  Eine Informationsveranstaltung der Gemeinde im Lengeder Bürgerhaus ist ein Plädoyer für die Natur.

Otto Boecking referierte über das Insektensterben; Referentin Sabine Dralle (vorne links) sprach über mehr Grün.

Otto Boecking referierte über das Insektensterben; Referentin Sabine Dralle (vorne links) sprach über mehr Grün.

Foto: Doris Comes

Mit einer Fülle von Informationen belohnt wurden die zahlreichen Zuhörer, die am Mittwochabend ins Bürgerhaus in Lengede gekommen waren. Die Gemeinde Lengede hatte zu dem Vortragsabend eingeladen. Die Themen von zwei gut einstündigen Vorträgen waren „Mehr Grün im Dorf“ und ein faktenreicher, differenzierter Blick auf das Insektensterben. Die Referenten waren Sabine Dralle von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen sowie Otto Boecking vom Laves-Institut (Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) für Bienenkunde in Celle.
Gemeindebürgermeisterin Maren Wegener listete zu Beginn zahlreiche Maßnahmen der Gemeinde auf, „damit Lengede zukunftssicher lebens- und liebenswert bleibt“. Unter anderem Solaranlagen auf den Dächern kommunaler Gebäude, Blockheizkraftwerke in den Schulen und E-Zapfsäulen für Räder und Autos, der abgezapfte Strom wird von der Gemeinde bezahlt, oder Grünflächen mit Wildblumen. Wegener verwies darauf, dass die Gemeinde künftig Auflagen im Rahmen des Bauleitverfahrens verschärfen will, forderte die Zuhörer aber auch auf: „Pflanzen und säen Sie was das Zeug hält.“
Diese Aufforderung umzusetzen, hatte Sabine Dralle viele Tipps parat. Durch Fotos unterstützt zeigte sie auf, wie in Gärten oder Vorgärten gerade auch in den Neubaugebieten der Dörfer mehr Grün Einzug halten kann und vor allem auch sollte. Dralle riet: „Markieren Sie Ihren Hauseingang mit einem kleinkronigen Baum im Vorgarten.“ Die Referentin plädierte für Hecken in Sichthöhe als Grundstücksbegrenzungen. „Zu hohe Hecken behindern die Sichtbeziehungen im Dorf.“ Sie untermauerte ihr Anliegen mit abschreckenden Fotos von mannshohen Koniferen-Wällen oder zwei Meter hohen Sichtschutzzäunen. Ebenso abschreckend auch ihre Fotos von „Kiesflächen mit Formgehölzen. Da kann man die Jahreszeiten nicht mehr erkennen, aus grün wird grau.“ Ein Irrtum sei es, dass solche Kiesflächen pflegeleicht seien. Mit der Zeit sprieße zwischen den Steinen das Unkraut und da der Einsatz von Herbiziden im privaten Bereich verboten sei, bleibe nur, das Unkraut mit der Hand zu entfernen.
Zum Grün im öffentlichen Raum sagte Dralle: „Die Dörfer werden vergärtnert.“ Sie riet zu Grasflächen statt Gehölzen, auch Rosenbeete gehörten nicht an öffentliche Straßenränder.

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