Episode 3

„Deine Lieblingsmenschen“: Seelenschmerz vs. Narben

Krankenpflegerin Vanessa Schulte im Gespräch mit Marcel Krüger.

Krankenpflegerin Vanessa Schulte im Gespräch mit Marcel Krüger.

Foto: Celine Wolff

Braunschweig.  Vanessa Schulte ist Krankenpflegerin in Braunschweig. Mit elf Jahren erlitt sie einen Blinddarmdurchbruch. Das hätte sie fast das Leben gekostet.

Vanessa Schulte ist Gesundheits- und Krankenpflegerin in einem Braunschweiger Klinikum. Noch nicht lang trägt sie den blauen Kasack und arbeitet auf der Intensivstation. Trotzdem begleitet sie der Beruf schon von Kindheitstagen an.

Mit elf Jahren musste die heute 30-Jährige notoperiert werden. Blinddarmdurchbruch. „Das hätte tödlich enden können“, weiß die Gesundheits- und Krankenpflegerin. Seitdem trägt sie eine 18 Zentimeter lange Narbe am Bauch. In der dritten Folge des Podcastes „Deine Lieblingsmenschen“ erzählt sie, warum ausgerechnet diese Narbe weniger Schmerzen verursacht als eine Narbe in der Seele.

Was sich in der Pflege ändern muss

Denn eigentlich hätte es wahrscheinlich gar nicht zu einer Notoperation kommen müssen. Vanessa Schulte wollte stark sein, hat die Schmerzen überspielt. Wäre sie nur früher zum Arzt gegangen. Doch die vermittelten Glaubenssätze ihres Vaters, stark sein zu müssen, hätten sie fast umgebracht. Im Podcast spricht Schulte über das Gefühl und zugleich die Gefahr, immer stark sein zu müssen, verrät, wie das Verhältnis zu ihrem bereits verstorbenen Vater ist und was sich alles in der Pflege ändern muss.

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