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Ukraine-Krieg: Wer am teuren Benzin und Diesel verdient

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Ratgeber: So sparen Autofahrer beim Tanken Geld

Ratgeber- So sparen Autofahrer beim Tanken Geld

Diesel und Benzin werden immer teurer - Autofahrer können sich aber Preisschwankungen an der Tankstelle zunutze machen. Zahlreiche Apps zeigen die günstigsten Zapfsäulen an - und eine sparsame Fahrweise schont ebenfalls den Geldbeutel.

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Berlin.  Hohe Preise an Tankstellen sind seit dem Ukraine-Kriegs nicht selten. Wie Verbraucher abgezockt werden, zeigt eine Greenpeace-Studie.

Die Spritpreise haben als Folge des Ukraine-Kriegs nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa neue Rekordstände erreicht. Aktuell sind Benzin und Diesel an vielen Tankstellen der Republik wieder unter 2 Euro pro Liter erhältlich – aber keineswegs überall. Von dem Preisanstieg hat vor allem eine Branche profitiert: die Ölindustrie.

Die Ölkonzerne haben zusätzlich mindestens 3 Milliarden Euro seit dem AngriffskriegRusslands durch die höheren Mineralölpreise verdient. Dies hat eine Analyse des Forschungs- und Beratungsbüros EnergyComment im Auftrag der Umweltorganisation Greenpeace ergeben.

Danach wurde der massive Preisanstieg an den Tankstellen zu einem großen Teil durch höhere Gewinnmargen der Ölkonzerne verursacht. Allein für Deutschland ergeben sich für den Monat März zusätzliche Gewinne der Ölindustrie von 1,2 Milliarden Euro. „Höhere Einkaufspreise konnten die zeitweisen Rekordpreise nur zum Teil erklären“, heißt es in der Analyse.

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Ukraine-Krieg: Ölindustrie treibt ihr Gewinnmargen hoch

So gibt es eine Diskrepanz bei den Margen zwischen der Entwicklung der internationalen Rohölpreise und der europäischen Tankstellenpreise. Während der Rohölpreis von Jahresbeginn bis März um rund 19 Cent pro Liter stieg, kostete Diesel im Schnitt rund 30 Cent pro Liter mehr, stellt die Studie fest. Bei Benzin verlief die Entwicklung ähnlich, wenn auch etwas schwächer. Betrachtet werden in der Analyse zehn europäische Länder, darunter Deutschland, Frankreich und Italien.

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„Im Schatten von Putins Angriffskrieg treibt die Ölindustrie Diesel- und Benzinpreise hoch und stopft sich mit schamlosen Gewinnmargen die Taschen voll”, kritisiert Marion Tiemann, Verkehrsexpertin von Greenpeace. „Statt Spritpreise mit Steuermilliarden pauschal zu senken, sollte die Bundesregierung die obszönen Krisengewinne der Ölkonzerne abschöpfen und für soziale Ausgleichszahlungen verwenden.”

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Die kürzlich von der Ampel-Koalition beschlossenen Steuersenkungen auf Sprit minderten nicht nur die Anreize zum Sparen, sondern „spielen somit den Ölkonzernen und Putin in die Hände”. Um die Abhängigkeit von Ölkonzernen zu verringern, fordert Greenpeace eine klimafreundliche Verkehrswende.

Dieser Artikel erschien zuerst auf www.waz.de

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