Ex-US-Präsident

Donald Trump: Bricht er jetzt auch mit Tochter Ivanka?

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Kapitol-Erstürmung: Biden sieht US-Demokratie weiter bedroht

Kapitol-Erstürmung: Biden sieht US-Demokratie weiter bedroht

Fast anderthalb Jahre nach der Erstürmung des US-Kapitols stellen radikale Anhänger von Ex-Präsident Donald Trump nach Ansicht von Präsident Joe Biden noch immer eine Gefahr für die Demokratie in den USA dar.

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Washington.  Lange galt Ivanka Trump als Lieblingskind des Ex-US-Präsidenten Donald Trump. Doch wegen einer Aussage von ihr könnte sich das ändern.

Wenn es nicht sein eigen Fleisch und Blut wäre, hatte der für seinen Hang zu entschieden jüngeren Frauen berüchtigte Donald Trump einmal öffentlich gesagt – und dafür einiges Kopfschütteln geerntet –, würde er Ivanka Trump womöglich „daten”. Inzwischen darf das Verhältnis zwischen dem amerikanischen Ex-Präsidenten und seiner ältesten Tochter als weniger innig gelten.

Äußerungen der 40-Jährigen – die zur Amtszeit des Vaters eine wichtige informelle Beraterin im Weißen Haus war – in der ersten TV-Sitzung des Untersuchungs-Ausschusses zum „Sturm aufs Kapitol” in Washington im Januar 2021 haben den auf Kritik chronisch allergisch reagierenden Rechtspopulisten zu einer drastischen väterlichen Zurückweisung verleitet. Weil Ivanka Trump in einem von rund 20 Millionen Fernsehzuschauern gesehenen Video-Clip Zustimmung zu einer zentralen Analyse von Ex-Justizminister Bill Barr signalisierte, sprach Trump ihr indirekt aber unmissverständlich die nötige Kompetenz und Intelligenz ab, die Lage treffend zu beurteilen. Lesen Sie auch: Schwere Vorwürfe gegen Ex-US-Präsident Donald Trump

Donald Trump: Tochter Ivanka stimmt Ex-Justizminister Bill Barr zu

Barr hatte ausgesagt, Trumps Behauptung, ihm sei die Wahl 2020 durch Manipulationen der Demokraten „gestohlen” worden, sei „Schwachsinn”, Frau Trump stimmte dem de facto zu: „Ich akzeptiere” Barrs Beurteilung, „ich respektiere” ihn. Trump dagegen hält Barr für eine „dummen Feigling” (weil er sich weigerte, im Sinne Trumps sein Ministerium zu dingen, Beweise für einen Wahlbetrug zu erfinden).

Entsprechend verdrießlich stimmte ihn der Schulterschluss seiner Tochter mit dem „attorney general”, der Ende 2020 zurücktrat. Auf seiner Privat-Social-Media-Plattform Truth Social schrieb der Ex-Präsident, dass seine Tochter „keine Wahl-Resultate studiert hat” und sich „schon vor langer Zeit aus der Affäre gezogen hat”. Auch interessant: Sturm aufs Kapitol: Trump soll mit "Hängt Pence"-Rufen sympathisiert haben

Soll heißen: Ivanka weiß nicht, wo von sie redet. Die Maßregelung könnte Trump noch leidtun. Ivanka Trump war es, die beim Sturm aufs Kapitol ihren Vater am 6. Januar 2021 mehrfach erfolglos bekniete, den von ihm angestachelten gewalttätigen Mob am Kapitol zurückzupfeifen. Video-Szenen dazu werden in den kommenden Sitzungen des Untersuchungsausschusses ab Montag erwartet.

Dieser Artikel erschien zuerst auf waz.de.

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