Salzgitters Stadtbad soll Außenbecken mit Rutsche erhalten

Lebenstedt.  Es dürfte das Ende eines langwierigen politischen Streits sein: Die Stadt wird dem Rat den Bau eines Außenbeckens am Stadtbad empfehlen.

Wird wohl abgerissen und ersetzt: Das ausrangierte Außenbecken des Stadtbades in Lebenstedt.. 

Wird wohl abgerissen und ersetzt: Das ausrangierte Außenbecken des Stadtbades in Lebenstedt.. 

Foto: Jörg Kleinert

Erst gab es im Rat lange Streit darum, ob das Stadtbad neugebaut oder modernisiert werden soll. Doch als der Ausbau 2016 stand, ging der Zank in die nächste Runde: Benötigt die Stadt zusätzlich zum Bad, das über große, gläserne Schiebetüren zu den Liegewiesen führt, ein neues Außenbecken? Doch weil der Bund Fördergelder in Höhe von rund 1,9 Millionen Euro gibt, hat die Stadt dem Politikern rechtzeitig zu den Etatberatungen für 2021/2022 empfohlen: Lasst uns auf dem Gelände des Stadtbades ein neues Außenbecken bauen, das ganzjährig in Betrieb ist.

Außenbecken ist ganzjährig geöffnet

Federführend ist der Eigenbetrieb Bäder, Sport und Freizeit (BSF). Schon Ende August empfahl sein Aufsichtsrat der Stadt, die seit langem ungenutzten, maroden Außenbecken auf dem Freigelände abzureißen und durch den Bau eines 25 Meter langen, ganzjährig geöffneten Außenbeckens mit Breitwellenrutsche zu ersetzen. Nun hat die Verwaltung eine entsprechende Beschlussvorlage eingebracht, über die der Rat in seiner vermutlich letzten Sitzung des Jahres, am 1. Dezember beschließen soll.

Breitwellenrutsche ist 11,50 Meter lang

Das neue, 25 Meter lange, 12 Meter breite und 1,35 Meter tiefe Außenbecken aus Edelstahl soll nicht nur in der Sommersaison an sechs Tagen wöchentlich von 10 bis 20 Uhr, sondern auch im Winter an sechs Tagen pro Woche von 12 bis 18 Uhr geöffnet haben. Die neue Anlage dürfte Salzgitters Badegästen nicht nur reichlich Fitnessfreude, sondern auch viel Badespaß bescheren: So hat das Becken nicht nur eine vier Meter breite und 11,50 Meter lange Breitwellenrutsche, die seitlich abgegrenzt ins Außenbecken führt. Zusätzlich gibt es eine Wasserbank, Bodensprudler und vier Schwimmbahnen.

Die BSF erhofft sich mit der neuen, rund 360 Quadratmeter großen Anlage, wieder ein neues attraktives Wasserangebot für Familien, Kinder, Jugendliche, aber auch Freizeit- und Sportschwimmer zu schaffen. „Das Ganzjahresaußenbecken ist daher eine sinnvolle Erweiterung und rundet das Schwimm- und Wasserangebot für eine breite Zielgruppe ab“, empfiehlt denn auch Bäderchef Dirk Bremermann.

Bund übernimmt bis zu 1,9 Millionen Euro

Von den Gesamtkosten übernimmt der Bund aus dem Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ maximal 1,9 Millionen Euro. Die Stadt muss mindestens 212.600 Euro aufsatteln. Winkt der Rat das Projekt durch, soll das Außenbecken möglichst bis zur Sommersaison des nächsten Jahres stehen. Die BSF erhofft sich durch die neue Investition zusätzlich 8000 Besucher pro Jahr und damit Mehreinnahmen in Höhe von 36.000 Euro. Allerdings muss der Eigenbetrieb dafür auch weitere jährliche Kosten von rund 336.400 Euro decken.

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