Kita soll in Eigenregie gebaut werden

Lebenstedt  Der Ortsrat stimmte dem Antrag zu.

Foto: Monika Skolimowska/dpa

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Die Errichtung einer Kita mit zwei Krippen- und vier Kindergartengruppen mit Hilfe eines Investors am Hans-Böckler-Ring beschäftigte den Ortsrat Nord. Ein gemeinsamer Änderungsantrag der Ratsfraktionen von SPD, MBS, Grünen und Linken setzte nämlich darauf, eine Kita lieber in Eigenregie zu bauen. Dies sei günstiger, argumentierte Marcel Bürger (Grüne) für die Antragsteller und rechnete eine Ersparnis von 1,3 Millionen Euro vor. Zudem blieben Grundstück und Gebäude in Hand der Stadt.

Klaus Poetsch (CDU) wandte ein, dass man mit dem von der Verwaltung vorgeschlagenen Modell „schnell zu einem Ergebnis“ komme, zumal die Bedarfe da seien und durch das aufgelöste Einschulungsalter womöglich verschärft würden. Die Mietkosten seien auch nicht geringer, zudem habe man kein Grundstück. „Die Realisierung dauert länger, und es wird nicht billiger, die Bedarfe werden nicht rechtzeitig gedeckt“, fasste er zusammen. „Der Antrag rettet nichts!“

„Wenn ein Investor auftaucht und sich im Vorfeld mit einem Grundstück auseinandersetzt, sollte man hellhörig werden“, gab Heinz Dieter Kluske (MBS) zu bedenken, der vermutete, dass dieser „einen Riesenreibach“ machen wolle. Hans Verstegen (CDU) störte, „dass dieses Ding mit heißer Nadel gestrickt ist“. Verstegen: „Ich würde sorgsam mit solchen Dingen umgehen, die vielleicht sehr viel Geld kosten.“

Der Ortsrat stimmte mehrheitlich dem Änderungsantrag zu – ohne CDU-Stimmen. Der Ursprungsantrag zum Bau der Kita wurde einstimmig befürwortet.

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