Aufstieg zu den Lakers: Braunschweiger freuen sich für Schröder

Braunschweig.  Löwen-Geschäftsführer Mittmann sieht für Alleingesellschafter Dennis Schröder die Chance auf den Meisterring - als Resultat seiner starken Vorsaison.

Dennis Schröder wechselt Stadt und Trikot. Von Oklahoma City Thunder geht es in wenigen Tagen mit besten Wünschen seiner Braunschweiger Löwen zum Champion Los Angeles Lakers.

Dennis Schröder wechselt Stadt und Trikot. Von Oklahoma City Thunder geht es in wenigen Tagen mit besten Wünschen seiner Braunschweiger Löwen zum Champion Los Angeles Lakers.

Foto: Sue Ogrocki / dpa

Dennis Schröder hatte keine Zeit für Erklärungen. Bis zur Abreise aus Braunschweig muss viel organisiert werden für den überraschenden Umzug mit der Familie von Oklahoma City nach Los Angeles und viel vorbereitet für seinen dritten Neuanfang in den USA. Am 1. Dezember beginnen in der NBA die Trainingslager für die am 22. Dezember startende Saison. Und die wird Braunschweigs Basketball-Star im Trikot der schillernden LA Lakers bestreiten, das machte die Organisation nun offiziell – laut Regularien hatte sie die Draft in der Nacht zu Donnerstag abwarten müssen.

LeBron James begrüßt Dennis Schröder bei den LA Lakers

Deutschlands derzeit bester Basketballer wechselt also zum aktuellen NBA-Champion und darf sich als Wunschkandidat des Teams um Superstar LeBron James eines herzlichen Empfangs sicher sein. Entsprechende Twitter-Botschaften des Final-MVPs hat er bereits empfangen. Und General Manager Rob Pelinka erklärte: „Wir sind begeistert, ihn zu haben. Wir spielen harten, defensiv fokussierten Basketball, das zeichnet Dennis aus.“

Beste Wünsche von den Basketball Löwen Braunschweig

Aus der Heimat begleiten den Alleingesellschafter der Löwen die allerbesten Wünsche. „Wir freuen uns alle sehr für ihn, es ist eine tolle Möglichkeit für Dennis“, sagte Geschäftsführer Nils Mittmann. Für Braunschweigs Basketballszene sei es schon schön gewesen, die bisherigen Karriereschritte des 27-Jährigen in der NBA zu verfolgen: Fünf Jahre bei den Atlanta Hawks, zuletzt als tragender Akteur, zwei Jahre bei Oklahoma City Thunder, wo er von der Bank kam, aber in entscheidenden Momenten ebenfalls auf dem Feld stand.

Bald ein zweiter deutscher NBA-Champion nach Dirk Nowitzki?

„Bei OKC hat Dennis der ganzen NBA-Welt bewiesen, welche Rolle er für ein Team haben kann“, schwärmt Mittmann. „Für mich war er der beste sechste Mann der Liga.“ Das hatten viele NBA-Beobachter so empfunden, doch war der Braunschweiger bei der Wahl am Ende „nur“ auf Rang zwei gelandet. Jedenfalls habe Schröder seinen Marktwert gesteigert, urteilt der Löwen-Sportdirektor: „Das hat dazu geführt, dass ihn jetzt der beste Klub verpflichtet hat und dass vielleicht neben Dirk Nowitzki bald noch ein zweiter deutscher Spieler einen Champions Ring tragen kann.“

Schröders Strahlkraft für die Löwen

Auch den Basketballstandort Braunschweig sei es schön, dass „ein Kind dieser Stadt“ so einen Erfolg feiern könne, betont Mittmann. „Und wir hoffen, dass von seiner Strahlkraft ein bisschen auf uns abfällt.

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Basketball-Bundestrainer Henrik Rödl freut sich für Dennis Schröder

Auch der Bundestrainer freut sich über den weiteren Aufstieg seines Spielmachers Nummer eins. „Mit absoluten Superstars ist das auch noch einmal eine ganz andere Plattform als da, wo er bisher war“, sagte Henrik Rödl. Schröder werde sich in LA schon zurecht finden, urteilt er, auch wenn er gerne in Oklahoma geblieben wäre. „Wenn er schon getradet werden muss, dann sind die LeBron-Champion-Lakers sicherlich nicht der falsche Ort für ihn.“

Kumpel Meisner drückt die Daumen

Davon ist auch Schröders Freund Lukas Meisner überzeugt. „Ich habe ihm gratuliert und ihn sonst erstmal in Ruhe gelassen“, erzählt der Kapitän der Löwen. „Es ist eine riesige Sache zum Champion zu gehen und mit LeBron zu spielen“, freut er sich für seinen ehemaligen Teamkollegen. „Ich wünsche ihm, dass er den nächsten Schritt in seiner Karriere gehen kann und wirklich um den Titel spielt.“

„Allstar, Champion, Olympiasieger“

Dass Schröder vielleicht nicht hundertprozentig begeistert sein könnte, so in der NBA herumgereicht zu werden, kann sich Meisner kaum vorstellen: „Man muss nur mal sehen, welche Ziele Dennis als Spieler haben kann: Allstar, Champion, Olympiasieger“, zählt er auf. „Und fürs Erreichen eines dieser Ziele hat er sich jetzt in eine gute Position gebracht.“

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