Patrick Wojcicki – Hamburg ist sein K.o.-Pflaster

Wolfsburg.  Wolfsburgs Profiboxer feiert im dritten Kampf in der Hansestadt den dritten vorzeitigen Sieg. Gegner Swierzbinski geht fünfmal auf die Bretter.

Der Wolfsburger Patrick Wojcicki (rechts) erteilte Robert Swierzbinski eine Lektion im Ring. Nach fünf Niederschlägen gab der Pole auf.

Der Wolfsburger Patrick Wojcicki (rechts) erteilte Robert Swierzbinski eine Lektion im Ring. Nach fünf Niederschlägen gab der Pole auf.

Foto: TayDucLam / WITTERS

Hamburg ist für Sauerland-Profi Patrick Wojcicki ein sehr gutes Pflaster: Zum dritten Mal kämpfte der Wolfsburger Mittelgewichts-Profiboxer in der Hansestadt, zum dritten Mal holte er sich einen vorzeitigen Sieg. Der Erfolg durch technischen K.o. bei der Universum-Boxgala in der Kuppel gegen den erfahrenen Polen Robert Swierzbinski war der erste vorzeitige Erfolg seit mehr als drei Jahren.

Wojcicki darf gerne häufiger in Hamburg boxen, nach frühzeitigen Siegen in der Barclaycard-Arena (Mai 2016 gegen Robizoni Omsarashvili) und in der Inselparkhalle Wilhelmsburg (Oktober 2016 gegen Turgay Uzun) gab’s nun den dritten K.o.-Sieg in der Kuppel. In den neun Kämpfen seit Uzun hatte Wojcicki jeweils über die volle Distanz gemusst, gegen den 37-Jährigen Swierzbinski benötigte der IBF-Interconti-Champ (der Titel stand in Hamburg nicht auf dem Spiel) gerade einmal vier Runden.

Und die hatten es in sich, der Pole musste kräftig einstecken. Swierzbinski, der schon diverse Titelkämpfe hinter sich hat (alle verloren), suchte den Weg nach vorne, fand aber kein Rezept gegen den aufstrebenden Wolfsburger, der auf eine WM-Chance im kommenden Jahr hofft. Stattdessen diktierte Wojcicki von der ersten Runde an und brachte zahlreiche Schläge ins Ziel, vor allem gegen die Aufwärtshaken des „Wolfs“ fand der Pole keine Mittel. In Runde 2 schickte Wojcicki seinen Gegner dreimal auf die Bretter, in der dritten und vierten jeweils einmal, ehe Swierzbinskis Ecke das Handtuch warf und der Kampf damit durch technischen K.o. für den 28-jährigen Wolfsburger gewertet wurde.

Der sagte nach der dritten K.o.-Nacht in Hamburg: „Ich hätte den Kampf gern noch etwas früher beendet und ihn ausgeknockt. Doch obwohl ich viele Schläge durchgebracht habe, war kein finaler dabei.“ Coach Antonino Spatola war trotzdem sehr zufrieden: „Patrick hat es richtig gut gemacht, wir sind sehr zufrieden.“ In Hamburg zu glänzen, war dabei enorm wichtig für Wojcicki. Denn: Einige seiner Sauerland-Stallkollegen hatten sich zuletzt sehr stark präsentiert. Da ging es in Hamburg vor reichlich Boxprominenz auch darum, nicht hintenanzustehen und die eigenen großen Ambitionen mit einem Top-Auftritt zu untermauern.

Noch am Abend nutzte Spatola die Gelegenheit, mit Promoter Kalle Sauerland zu sprechen. Wojcicki soll bestenfalls Anfang Januar wieder in den Ring steigen. Am liebsten als Rahmenkämpfer bei der von Sauerland mitorganisierten World Boxing Super Series. Spatola: „Wir haben in Hamburg mit Nachdruck gezeigt, dass wir bereit sind, den nächsten Schritt zu gehen.“

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