Lea Dingler krönt sich erneut zur norddeutschen Meisterin!

Gifhorn.  Badminton: Die Gifhornerin triumphiert im Einzel und holt zudem Bronze im Damendoppel. Dennis Friedenstab sorgt für die dritte Medaille des BVG.

Erwartungen übertroffen: Lea Dingler verteidigte bei den norddeutschen Meisterschaften ihren Titel im Dameneinzel.

Erwartungen übertroffen: Lea Dingler verteidigte bei den norddeutschen Meisterschaften ihren Titel im Dameneinzel.

Foto: Sebastian Priebe / regios24

Mit einer Medaille, vielleicht auch zwei Podestplätzen hatte Hans Werner Niesner, Teammanager des BV Gifhorn, vor Beginn der norddeutschen Meisterschaften im Badminton geliebäugelt. Die Hoffnungen bekamen allerdings einen Dämpfer, als die dreifache Landesmeisterin Larina Tornow ihre Teilnahme absagte. Und doch gelang es den BVG-Akteuren, am Ende drei Medaillen aus Hamburg mitzubringen. Lea Dingler wiederholte sogar ihren Vorjahres-Coup und schnappte sich erneut den Titel im Dameneinzel.

Tornow, die bereits seit den Landesmeisterschaften im Dezember an einer Leistenzerrung laboriert, verzichtete schweren Herzens auf ihren Start. So blieb im Dameneinzel Lea Dingler als einzige BVG-Hoffnung. „Ich habe mir selbst Druck gemacht – nicht den, dass ich wieder den Titel holen muss, sondern dass ich als Titelverteidigerin nicht in der ersten Runde rausfliegen möchte“, erzählt die 24-Jährige. Entsprechend nervös sei sie vor ihrem Auftaktmatch gegen Samira Gobin (BSC 95 Schwerin) gewesen. Die Gifhornerin tat sich zwischenzeitlich schwer, musste nach 21:13 und 19:21 in den Entscheidungssatz. In diesem fand sie ihre Sicherheit, ihr Selbstverständnis zunehmend wieder. Als sie den Matchball zum 21:13 verwandelte, „ist dieser Druck von mir abgefallen. Von da an habe ich mich von Spiel zu Spiel gesteigert“, beschreibt Dingler.

Mit Zweisatzsiegen über Maren Völkering (Polizei SV Bremen) und Marina Korsch vom Zweitliga-Team des TSV Trittau zog sie ins Endspiel ein. Gegen die topgesetzte Lena Reder vom Zweitligisten SV Berliner Brauereien „hatte ich bisher noch nicht gewonnen“, erzählt die Gifhornerin, die genau deshalb ganz gelöst in das Duell ging. Nach verlorenem ersten Durchgang (14:21) erzwang Dingler mit 25:23 einen Entscheidungssatz. „Gegen Mitte des dritten war ich dann drei, vier Punkte vorne. Da ist mir zum ersten Mal bewusst geworden, dass ich es tatsächlich wieder schaffen kann“, blickt sie zurück. Letztlich machte Dingler mit dem 21:16 ihre Titelverteidigung perfekt. „Ich hatte schon auf das Halbfinale gehofft. Dass ich aber wieder Gold hole, hatte ich selbst nicht erwartet.“

Im Damendoppel ließ die 24-Jährige eine weitere Medaille folgen: An der Seite von Sinah Holtschke (SV Berliner Brauereien) schaltete sie – nach einem Freilos in Runde 1 – ihre aktuelle BVG-Teamkollegin Karen Radke und Lena Moses (MTV Vechelde) in zwei Sätzen aus. Danach kämpften sich Dingler/Holtschke ins Halbfinale durch, wo jedoch die späteren Titelträgerinnen Marina Korsch und Kaja Zabinski (beide TSV Trittau) nicht zu bezwingen waren. „Sie hatten eine gute Länge in ihren Schlägen und haben sehr clever gespielt“, erkennt Dingler die 14:21, 19:21-Niederlage sportlich fair an. Über Bronze konnte sie sich dennoch freuen.

Das galt auch für Dennis Friedenstab, der die dritte Gifhorner Medaille – chronologisch war es die erste – holte. In der Mixed-Konkurrenz erreichte der BVG-Akteur mit Nadine Cordes vom Regionalliga-Rivalen VfB/SC Peine souverän die Vorschlussrunde. Im Viertelfinale schnappte das Duo Lea Dingler und ihrem Partner Ciarán Fitzgerald (SV Harkenbleck) eine weitere Medaille vor der Nase weg (21:13, 21:15). Es sei erst das zweite Mal gewesen, dass Friedenstab und Cordes gemeinsam antraten – „das hat aber extrem gut gepasst“, urteilte Dingler. Den Finaleinzug verpassten Friedenstab und Cordes jedoch, weil sie im dritten Satz gegen die Berliner Paarung Philipp Salow/Sinah Holtschke eine frühe Führung noch aus der Hand gaben und mit 17:21, 21:16, 14:21 verloren.

Im Einzel scheiterte Friedenstab indes bereits in Runde 1. Bester BVG-Akteur war hier wie schon bei den Landesmeisterschaften Holger Herbst aus der zweiten Mannschaft. Der Youngster „war super aufgeregt, hat dann aber richtig gut gespielt“, so Dingler – und mit dem Erreichen des Achtelfinals habe Herbst „das Maximum rausgeholt“.

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