Eine Niederlage, die Isenbüttel viel Mut macht

Isenbüttel.  Fußball-Landesliga: Dass Niederlagen nicht immer schlechte Laune machen müssen, erlebte der MTV Isenbüttel gegen Vahdet Braunschweig.

Der MTV Isenbüttel und Jan-Philipp Helms gerieten früh gegen Vahdet Braunschweig (li. Nils Bremer) in Rückstand, hielten aber mit großem Kampf dagegen. 

Der MTV Isenbüttel und Jan-Philipp Helms gerieten früh gegen Vahdet Braunschweig (li. Nils Bremer) in Rückstand, hielten aber mit großem Kampf dagegen. 

Foto: Darius Simka / regios24

Dunkle Wolken, dazu ein ungemütlich scharfer Wind. Die äußeren Umstände passten so gar nicht zur Stimmung von Rouven Lütke. Ein Lächeln huschte über das Gesicht des Trainers des Fußball-Landesligisten MTV Isenbüttel. Dabei hatte sein Team gerade seine dritte Niederlage im dritten Saisonspiel kassiert. Beim 0:2 (0:2) gegen den TSC Vahdet Braunschweig lieferte der MTV eine über 90 Minuten engagierte Leistung, war der individuellen Klasse der Gäste aber nicht gewachsen.

„Das hat sich heute ganz anders angefühlt als nach den ersten beiden Niederlagen“, sagte Lütke. Seiner Mannschaft war es gelungen, den technisch beschlagenen Braunschweigern über die komplette Spielzeit die Lust am Fußball zu verderben. Die Isenbütteler scheuten keinen Zweikampf – weder in der Luft, noch am Boden. Einziges Manko: Im Vorwärtsgang mangelte es den Platzherren oftmals an Präzision und einem Quäntchen Entschlossenheit. Einzig Petrus Amin schob einige Male an, setzte die Vahdet-Abwehr unter Druck.

Das Chancenverhältnis vor der Pause lautete 5:1 für die Gäste, die es aber bei zwei Treffern beließen. In beiden Fällen ging es ganz schnell – zu schnell für die MTV-Hintermannschaft. Der vor der Pause bärenstarke Salih Ayaz entwischte zweimal und traf in den Minuten 9 und 30 zur 2:0-Gästeführung.

Und die Gastgeber? Die ließen die Köpfe nicht hängen, beackerten zwischen den Strafräumen jeden Quadratmeter und blieben präsent in den Zweikämpfen. Und sie erhielten unerwartet die Chance zum Anschlusstor. Doch es passte an diesem Nachmittag ins Bild, dass es im Abschluss nicht klappte: Petrus Amin trat einen Handelfmeter scharf, doch Vahdet-Keeper Kenneth Genetiempro bekam noch ein Bein an den Ball(34.).

Nach dem Seitentausch tat sich nicht mehr viel. Isenbüttel mühte sich, den Ball in die torgefährliche Zone zu bringen, doch Vahdets großgewachsene Innenverteidiger bugsierten jeden Ball sofort wieder in die andere Richtung. Die Gäste lauerten nun auf Konter, bekamen auch Chancen, doch Isenbüttels Torhüter Jonas Loock war mehrfach auf dem Posten.

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