0:6! Türk Gücü rutscht auf Kunstrasen aus

Helmstedt.  Fußball-Bezirkspokal – Gruppe 11: Die Helmstedter kassieren eine Klatsche beim Landesligisten BSC Acosta.

Unerwartet deutlich hatten Masirullah Omarkhiel (links) und der FC Türk Gücü beim BSC Acosta (rechts Mathias Runschke) das Nachsehen.

Unerwartet deutlich hatten Masirullah Omarkhiel (links) und der FC Türk Gücü beim BSC Acosta (rechts Mathias Runschke) das Nachsehen.

Foto: Darius Simka / regios24

Donnerstagabend-Spiele in Braunschweig scheinen den Bezirksliga-Fußballern des FC Türk Gücü Helmstedt einfach nicht zu schmecken: Eine Woche nach dem unglücklichen 2:3 in Volkmarode kassierten die Rot-Weißen in der Bezirkspokal-Gruppe 11 nun eine 0:6-Klatsche beim Landesligisten BSC Acosta. Bereits zur Pause hatte es auf dem Kunstrasenplatz auf dem Franzschen Feld 0:3 gestanden.

Der Uhrzeiger hatte noch keine Runde hinter sich gebracht und einige Zuschauer waren noch auf Parkplatzsuche, da musste Gästekeeper Sven Wittkop bereits das erste Mal hinter sich greifen. Den ersten Schuss wehrte er zwar noch ab, im Nachsetzen traf Alexander Zabel dann aber zur frühen 1:0-Führung der Hausherren.

Keine Frage, es war ein Wirkungstreffer und half den Helmstedtern wahrlich nicht, sich auf dem ungewohnten Untergrund zurechtzufinden. „Man hat gemerkt, dass wir mit dem Platz nicht klargekommen sind“, konstatierte Türk Gücüs Trainer Göksah Beser, dessen Elf erst nach dem 0:2 durch Kai Pingel (25.), früher in Diensten des FC Schunter, besser in die Partie fand.

Eren Kocak (29.) vergab die erste Chance zum Anschluss. Acht Minuten später fehlte bei einem Distanzschuss von Kapitän Arne Ruff nicht viel. Doch die Hoffnung, dass das Spiel noch kippen könnte, wurde von Kai Pingel (44.) mit dem 3:0 zunichte gemacht.

Der schnelle Stürmer schnürte zehn Minuten nach Wiederanpfiff seinen Dreierpack. Und keine 60 Sekunden später legte Filip Schuller Treffer Nummer 5 nach. Das halbe Dutzend machte BSC-Kapitän Patrick Mosenheuer voll, als er in Minute 66 einen an Kai Pingel verursachten Foulstrafstoß zum 6:0-Endstand versenkte. Auf der Gegenseite verpasste Masirullah Omarkhiel im direkten Gegenzug den Ehrentreffer, weil Mosenheuer den Ball noch von der Linie kratzte.

„Lieber verliere ich einmal ein Spiel deutlich mit 0:6 als mehrmals so knapp wie davor in Volkmarode“, meinte FC-Coach Beser und schob nach: „Wir wissen schon, wo wir stehen.“ Auf der Gegenseite war Acostas Dreifach-Torschütze Kai Pingel natürlich hochzufrieden. „Ich hoffe, der Knoten ist jetzt geplatzt“, erklärte Schunters Ex-Torjäger, der am Donnerstagabend ein echter Unruheherd war.

Tore: 1:0 Zabel (1.), 2:0, 3:0, 4:0 Pingel (25., 44., 55.), 5:0 Schuller (56.), 6:0 Mosenheuer (66./FE).

FC Türk Gücü Helmstedt – SC RW Volkmarode (So., 15 Uhr). „Wir haben eine junge Truppe – wir müssen positiv weiterarbeiten“, stellt Trainer Göksah Beser klar, dessen Team nach zuletzt zwei Niederlagen nun auf Wiedergutmachung brennt. „Wir haben aus dem Hinspiel ja noch eine Rechnung offen“, sagt er mit Blick auf die späte 2:3-Schlappe in Volkmarode. Vor acht Tagen entschied ein Treffer in der 89. Minute, dem ein klares Foulspiel an Chuma Christian vorausgegangen war, das erste Duell.

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