Kein Budenzauber in Königslutter: Sieger wird es dennoch geben

Königslutter.  Coronabedingt können die Fußballer den Gewinner des 26. Viktoria Cups nicht in der Wilhelm-Bode-Halle ermitteln – dafür aber per Online-Abstimmung.

Sportliche Duelle vor vollen Rängen, wie hier zwischen dem FC Vatan Spor (am Ball
Giuseppe Marchese) und der SV Lauingen Bornum im vergangenen Jahr, gibt es diesmal
nicht. Der 26. Viktoria-Cup-Sieger wird aber zurzeit in einer Online-Abstimmung ermittelt.

Sportliche Duelle vor vollen Rängen, wie hier zwischen dem FC Vatan Spor (am Ball Giuseppe Marchese) und der SV Lauingen Bornum im vergangenen Jahr, gibt es diesmal nicht. Der 26. Viktoria-Cup-Sieger wird aber zurzeit in einer Online-Abstimmung ermittelt.

Foto: Hans-Jürgen Trommler / Regios24

Viele der traditionsreichen Sportveranstaltungen im Kreis Helmstedt sind im vergangenen Jahr der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen. Auch zu Beginn des neuen Jahres werden die Aktiven auf liebgewonnene Events verzichten müssen, unter anderem auf die Hallenfußballturniere. Eines der beliebtesten im Landkreis ist der Viktoria Cup in Königslutter. Einen Sieger der 26. Auflage auf sportlichem Wege auszuspielen, ist zurzeit nicht möglich. Die Organisatoren um Markus Jaworski, den Vorsitzenden des SV Viktoria, haben aber eine Möglichkeit gefunden, dennoch einen Pokalgewinner zu ermitteln.

„Natürlich können wir das Turnier nicht wie gewohnt mit einer Vielzahl an Zuschauern und Gästen in der Wilhelm-Bode-Halle stattfinden lassen“, sagt Markus Jaworski. Als noch Mannschaftssport erlaubt war, wäre die Organisation eines Turniers unter den gegebenen Auflagen schon sehr schwierig gewesen. Außerdem hätten die Atmosphäre und die Geselligkeit unter den Einschränkungen gelitten. Mit den Verschärfungen war dann endgültig klar, dass es keinen „normalen“ Viktoria Cup geben würde.

Abstimmung ist noch bis 23. Januar freigeschaltet

Eine generelle Absage hätte für den SV Viktoria aber erhebliche Folgen gehabt. „Ohne Sponsorengelder und Einnahmen aus dem Turnier wäre unser Verein in der Existenz bedroht“, erläutert Jaworski. Deswegen überlegte man sich mögliche Alternativen, „da wir auch gerne weiterhin den guten Ruf des Turniers aufrechterhalten und unseren langjährigen Sponsoren, die uns auch für die 26. Auflage ihr Vertrauen zugesichert haben, eine würdige Plattform bieten möchten, sich zu präsentieren“, so der SV-Vorsitzende.

Letztlich entschieden sich die Organisatoren dafür, einen Sieger per Online-Voting zu ermitteln. Folgende zehn Vereine beziehungsweise Mannschaften stehen zur Auswahl: SG Rottorf/Viktoria Königslutter, SV Lauingen Bornum, FC Vatan Spor Königslutter, MTV Sunstedt, SG Sundern, SG Ochsendorf/Beienrode, SpVg Süpplingen, FSG Neindorf/Almke, Hartplatz Königslutter und die Allstars Helmstedt. Abstimmen kann jeder Interessierte online unter www.svviktoria.de/viktoria-cup/ bis zum 23. Januar. Als Anreiz gibt es für jede 50. Person, die abstimmt, einen Überraschungspreis vom Hofbrauhaus Wolters. Das Team,das am Ende die meisten Stimmen gesammelt hat, erhält neben dem Pokal auch ein Preisgeld in Höhe von 250 Euro. Der Zweitplatzierte bekommt 100, der Drittplatzierte noch 50 Euro für die Vereinskasse.

Die Organisatoren halten außerdem auch an einigen Dingen fest, die zum besonderen Charme des Turniers beitragen: So wird es – wie sonst bei den sportlichen Duellen in der Halle – auch dieses Mal Ehrungen in Sonderkategorien geben. Das „schönste Tor“ und die „schönste Jubelpose“ werden mit jeweils 100 Euro prämiert. Hierfür konnten die Vereine, natürlich unter Einhaltung der Corona-Richtlinien, entsprechende Videos aufnehmen und einsenden. Über die Sieger in diesen Kategorien entscheidet eine Jury.

Das Voting, das bereits am 1. Januar gestartet wurde, kommt hervorragend an, wie Markus Jaworski berichtet. Bis zum vergangenen Samstag waren schon mehr als 1200 Stimmen abgegeben worden. „Das Online-Voting entwickelt sich zu einem echten Erfolg“, sagt der SV-Vorsitzende begeistert. Übrigens: Um seinen Unterstützern etwas zurückzugeben, vermarktet das Organisationsteam „das virtuelle Turnier genauso, als fände es rein sportlich statt“, so Jaworski. So wurden an den Ortseingängen wie in den vergangenen Jahren auch Spannbanner mit dem Hinweis auf den Viktoria Cup aufgehängt, auch Plakate, Social-Media-Aktionen und sogar eine Turnierzeitung wird es geben.

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