Der TV Jahn Wolfsburg kann durchatmen

Wolfsburg.  Die Wolfsburgerinnen trotzen den Personalsorgen und siegen in der Tennis-Oberliga mit 4:2 gegen den Braunschweiger THC II.

Meldete sich noch fit: Laura Pesickova steuerte im Einzel und im Doppel Punkte bei.

Meldete sich noch fit: Laura Pesickova steuerte im Einzel und im Doppel Punkte bei.

Foto: Anja Weber / regios24

Eine Blitz-Genesung und zwei Comebacks haben den Tennisspielerinnen des TV Jahn Wolfsburg zu einem wichtigen Sieg im Oberliga-Abstiegskampf verholfen. Beim Braunschweiger THC II setzten sich die Wolfsburgerinnen dank zweier Dreisatzsiege in den Doppeln mit 4:2 durch.

Am Freitag hatte es noch ganz düster ausgesehen beim TV Jahn. Mit Lisa Alaimo war nur eine Stammspielerin fit. Laura Pesickova, Jasmin Heckel und Lenka Bruchova waren gesundheitlich angeschlagen, mit einem Start am Sonntag rechnete niemand. Weil die Jahn-Reserve am Samstag bis in die Nacht hinein in Hannover gespielt hatte, waren auch die Spielerinnen der Zweiten keine echte Option. „Die Belastung wäre zu hoch gewesen“, sagte Wolfsburgs Coach Milan Pesicka, der sich Samstagabend dazu entschied, Pernilla Mendesova einzusetzen.

Die Winter-Saison hatte Pesicka ohne die Tschechin geplant, doch für den Notfall stand sie bereit. Die ehemalige 287 der WTA-Weltrangliste sprang kurzfristig ein. Zu ihrem ersten Einsatz in der laufenden Spielzeit kam auch Tabea Fredrich, die verletzungsbedingt lange hatte aussetzen müssen. Jahns Topspielerin Pesickova meldete sich am Morgen des Spiels in Braunschweig einsatzbereit. „Topfit war Laura nicht, aber es ging ihr besser als noch unter der Woche“, berichtete Vater Pesicka. „Wir haben das Personalproblem bestmöglich gelöst.“

Obwohl nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte spielte Pesickova es an Position 1 ganz souverän herunter. Mit 6:1, 6:3 setzte sie sich durch. „Der schnelle Belag in Braunschweig kam Lauras Spiel entgegen, sie konnte die Ballwechsel kurz halten“, erklärte Pesicka. Ähnlich zügig war das Comeback-Match von Fredrich vorüber. Die ehemalige Jahn-Kapitän verlor mit 1:6, 1:6. „Tabea hat lange pausieren müssen, hatte keinen Rhythmus. Sie muss das Spiel als Training nehmen“, sagte der Wolfsburger Trainer.

Mendesova sorgte für den zweiten Punktgewinn der Gäste. An Position 2 gewann sie mit 6:1, 6:2. „Pernilla hat wie Laura vom Belag profitiert. Der kam ihrem Spiel entgegen“, sagte Pesicka. Ausgeglichen ging es bei Jahns Mannschaftsführerin zu. Lisa Alaimo erkämpfte sich nach verlorenem ersten Satz den Match-Tiebreak, den sie knapp verlor (3:6, 7:5, 7:10). „Ein, zwei Punkte haben den Unterschied gemacht“, sagte Pesicka.

In den Doppeln hatten die Gäste dann aber mehr Glück. Sowohl Pesickova/Mendesova (6:0, 4:6, 10:7) als auch Fredrich/Alaimo (5:7, 6:1, 10:8) setzten sich im Match-Tiebreak durch und stellten auf 4:2. „Das war ein dramatisches Ende des Duells“, betonte Pesicka. Hervorzuheben ist die Leistung von Fredrich/Alaimo, die ihren Doppelgegnerinnen im Einzel noch unterlegen waren. „Die beiden haben sich gesteigert, gerade Tabea hat viel sicherer agiert, sich besser zurechtgefunden“, lobte Pesicka.

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