Reislingen geht planlos 0:6 in Kästorf unter

Reislingen.  Deutliche Klatsche für den Fußball-Landesligisten. Gritlis Plan war schon nach drei Minuten hinfällig. Der Trainer bedankte sich beim Torwart.

Reislingen (hinten) ging in Kästorf mit 0:6 unter.

Reislingen (hinten) ging in Kästorf mit 0:6 unter.

Foto: Anja Weber / regios24

Was sich Tahar Gritli zurechtgelegt hatte, war nach nicht einmal 180 Sekunden hinfällig. Beim SSV Kästorf fing sich sein SV Reislingen-Neuhaus bereits in Minute 3 das 0:1. Fünf weitere Gegentore folgten. Die Landesliga-Fußballer des SVR gingen beim Nachbarn mit 0:6 (0:3) unter.

Trainer Gritli hatte sich viel vorgenommen für die Begegnung beim Titelkandidaten. „Wir hatten einen klaren Plan, wollten die SSV-Offensive bearbeiten“, verriet Gritli. „Der Plan war aber nach drei Minuten über den Haufen geworfen.“ Albert Hajdaraj netzte ein, bevor die Reislinger richtig angekommen waren. „Kästorf war mental fitter“, sagte Gritli. „Das frühe 1:0 hat ihnen in die Karten gespielt.“

Reislingen war verunsichert. Die Laufwege stimmten nicht, das Passspiel war ungenau. „Wir haben uns viele Ballverluste geleistet, haben ganz selten mal Passstafetten aufziehen können“, berichtete Gritli. „So kamen wir natürlich nicht gefährlich nach vorne.“

Reislingen ist immer zu weit weg

Kästorf nutzte die Fehler der Gäste, war nicht nur spielerisch überlegen, sondern auch läuferisch. „Der SSV war immer eher am Ball“, sagte der Reislinger Coach. Dessen Spieler kamen nie in eine sichere Ordnung. „Wir waren stets zu weit weg von unseren Gegenspielern“, kritisierte Gritli. Die Tore 2 und 3 fielen folgerichtig.

In der Pause nahmen sich die Gäste vor, mutiger zu agieren, mehr zu wagen. Doch erneut klingelte es frühzeitig. „Das hat uns zurückgeworfen“, sagte Gritli. „Die Mannschaft wollte, aber konnte nicht.“ Wirklich gefährlich wurde der SVR nicht mehr. Anders die Kästorfer. „Linus Eichenberg hat uns vor mehr Gegentoren bewahrt“, betonte Gritli. Der Keeper vereitelte mehrere Großchancen. Tragischer Held wurde Luca Menzel. Erst erzielte er ein Eigentor, dann verschoss er einen Handelfmeter.

SVR: Eichenberg – Spahn, Brechbühler, Menzel, Ademi – Nyassi (64. Lüppken), Carusone, Rabsahl, Lauriola – Sinze (64. Jenkner), Friedrich.

Tore: 1:0 Hajdaraj (3.), 2:0, 6:0 Mamlitsidus (16., 90.), 3:0 Thaqi (28.), 4:0 Drangmeister (77.), 5:0 (ET/77.).

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