Der VfL sortiert sich nach drei Spielen ohne Sieg neu

Wolfsburg  Nach drei Spielen ohne Sieg testet Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking eine neue Variante im Mittelfeld.

Maximilian Arnold (links) muss sich auf eine neue Aufgabenverteilung im VfL-Mittelfeld einstellen.

Maximilian Arnold (links) muss sich auf eine neue Aufgabenverteilung im VfL-Mittelfeld einstellen.

Foto: Ruiz/regios24

Es läuft bisher nicht rund beim VfL Wolfsburg in der Rückrunde. Der Fußball-Bundesligist hat sich im Vergleich zur Hinserie spielerisch zurückentwickelt. Das hat sich nicht nur, aber vor allem in den vergangenen drei Spielen gezeigt, aus denen der VfL nur einen Punkt bei einem Torverhältnis von 4:13 holte.

Deshalb denkt Trainer Dieter Hecking über eine kleine Veränderung seines Spielsystems nach. Im Training ließ er am Mittwoch die A-Elf ein 4-1-4-1 üben. Mit Luiz Gustavo auf der Sechserposition und Maximilian Arnold sowie Kevin De Bruyne als zwei Zehner im offensiven Mittelfeld. Dieses Dreieck soll die neue Schaltzentrale des VfL werden.

Bisher hatten sich in der Rückrunde De Bruyne und Arnold auf der Position des Spielmachers abgewechselt. Während sich immer einer von ihnen in der Mitte versuchen durfte, musste der andere nach außen weichen, oder wie im Falle von Arnold eine Position nach hinten auf die Sechs rücken. Langfristig bewährt hat sich bisher keine Variante. Während De Bruyne seit seinem Wechsel vom FC Chelsea nach Wolfsburg noch nach seiner Form sucht und dem VfL-Spiel noch nicht wie gehofft seinen Stempel aufdrücken kann, hat Arnold seine Torgefährlichkeit aus der Hinrunde eingebüßt. „Ich habe es gegen Braunschweig einige Male versucht. Es wird irgendwann schon wieder klappen“, bleibt Arnold aber zuversichtlich.

Dennoch entsteht der Eindruck, dass er und De Bruyne als Spielertypen zu ähnlich sind und sich daher sogar unabsichtlich gegenseitig blockieren.

Arnold beteuert aber: „Es gibt kein Problem mit Kevin. Ich bin froh, dass ich überhaupt spiele. Die Position ist mir dabei auch egal.“ Trotzdem wird nicht nur der 19-Jährige gespannt sein, ob das neue System eine Verbesserung im Zusammenspiel der beiden VfL-Zehner bringen kann. „Wir haben das jetzt erst ein Mal so trainiert. Das war neu für uns und deshalb noch ausbaufähig. Wir müssen uns in dieses System noch reinfinden“, lautet Arnolds erster Eindruck von Heckings Planspielen.

Ob diese am Samstag (15.30 Uhr) im Heimspiel gegen den FC Augsburg auch im Erstfall umgesetzt werden, ist noch offen. Vielversprechend ist die Variante mit Gustavo als alleinigem Abräumer und De Bruyne und Arnold als gleichberechtigte Kreativköpfe davor in jedem Fall. Der nächste Gegner ist dafür das beste Beispiel. Die Augsburger agieren bereits die komplette Saison im 4-1-4-1-System – mit Erfolg. Für seine Verhältnisse spielt der FCA eine sehr gute Runde.

Noch ist auch die Gesamtbilanz des VfL positiv. Aber die vergangenen drei Spiele haben für Zweifel gesorgt. Nur eine funktionierende Schaltzentrale kann da helfen.

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