Zuschauer-Rückkehr: VfL Wolfsburg ist „bereit für 6000 Fans“

Wolfsburg.  Die Bundesliga-Klubs dürfen ihre Stadien zu 20 Prozent auslasten. Der VfL Wolfsburg begrüßt die Entscheidung. Auch wegen der Einheitlichkeit.

Der VfL Wolfsburg ist bereit für 6000 Fans.

Der VfL Wolfsburg ist bereit für 6000 Fans.

Foto: Sebastian Priebe / regios24

500 Fans sollten eigentlich dabei sein, wenn der VfL Wolfsburg am Sonntag (18 Uhr) gegen Bayer Leverkusen in die neue Bundesliga-Saison startet. Es ist die erste Partie mit Zuschauern in der VW-Arena seit dem 7. März gegen RB Leipzig. Der Klub hatte die Tickets per Losverfahren ermittelt und die Gewinner informiert. Bei nur 500 Tickets war klar, dass viele Bewerber traurig aus der Wäsche geschaut haben. Aber einige werden wieder glücklicher sein. Denn die Bundesländer haben am Dienstag einen sechswöchigen Testbetrieb beschlossen. Die gute Nachricht: Es dürfen wieder mehr Fans in die Stadien – auch in Wolfsburg.

20 Prozent der Stadionplätze dürfen laut Beschluss belegt werden. In der VW-Arena sind damit fast 6000 Zuschauer erlaubt. „Wir sind bereit für 6000 Fans“, sagt Geschäftsführer Jörg Schmadtke. Die genaue Anzahl wird noch ermittelt. Die Fans müssen sich an die Hygienevorschriften und auf besondere Umstände in der Arena sowie im Bestellprozess einstellen. Es wird etwa nur personalisierte Tickets für ausschließlich Sitzplätze geben, Gästefans sind nicht eingeplant, Alkohol wird auch nicht ausgeschenkt. In der Arena müssen die Zuschauer auf ihren Sitzplätzen keine, sondern nur auf den Wegen zu Toilette oder Kiosk eine Maske tragen und zwei Sitzschalen Abstand zu den Nachbarn halten.

Geschäftsführer Michael Meeske sagt: „Mit unserem bereits vor Wochen erarbeiteten Konzept sind wir in der Lage, die maximal mögliche Anzahl von Zuschauern unter Einhaltungen sämtlicher Hygienevorschriften ins Stadion zu lassen. Natürlich stimmen wir uns bei den weiteren Planungen nach wie vor eng mit den lokalen Behörden ab.“

Auch der Ticketverkauf wird nun fix geklärt. „In unserem Onlineshop muss die neue Lage noch angepasst werden. Im Laufe des Mittwoch stehen dann die zusätzlichen Karten zum Verkauf bereit“, sagt Meeske. Klar ist: Alle, die sich für ein Ticket fürs Leverkusen-Spiel beworben hatten, bekommen nun auch eins – unabhängig davon, ob sie zu den ersten 500 glücklichen Gewinnern zählten oder nicht. Am Mittwoch informiert der VfL übers Vorgehen.

Die Entscheidung hat auch Signalwirkung auf andere Sportarten. Am 13. November wagt die Deutsche Eishockey-Liga mit den Grizzlys den Neustart – Stand heute. Die Klubs sind aber in einem deutlich höheren Maße als die meisten Fußballvereine auf Zuschauereinnahmen angewiesen. Kann nicht garantiert werden, dass eine signifikante Kartenmenge in den Verkauf gelangt, kämen die meisten Klubs in arge finanzielle Schwierigkeiten. Der Unterhalt der Teams und der Spielstätten würde die Kosten deutlich übersteigen. Die Hoffnung auf ein größeres Publikum sollte durch den Entscheid im Fußball auch bei den anderen Sportarten steigen.

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