Herbstsonne oder Wolkenbruch beim VfL Wolfsburg?

Wolfsburg.  Die Partie in Mönchengladbach hat eine besondere Bedeutung für den VfL Wolfsburg. Auf die Wolfsburger wartet nun das dicke B.

Oliver Glasner steht mit seinem VfL Wolfsburg vor der schweren Hürde in Mönchengladbach. 

Oliver Glasner steht mit seinem VfL Wolfsburg vor der schweren Hürde in Mönchengladbach. 

Foto: Darius Simka / regios24

Statt bis zur nächsten Länderspielpause im November in sechs Pflichtspielen gefordert zu sein, beginnt für den VfL Wolfsburg nun ein gemächlicher Rhythmus. Kein Europapokal bedeutet eben keine Mehrfachbelastung. So steht für die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner jetzt ein Bundesliga-Dreierpack an. Stichwort: dickes B.

Borussia, Bielefeld, Berlin – das sind die nächsten drei Wolfsburger Gegner. Nach diesen Duellen wird die Einordnung über die wirkliche Leistungsstärke der Mannschaft leichter fallen. Denn aktuell, nach drei Spieltagen, sind die Wolfsburger äußerst schwer einzuschätzen. Mit nur einem Gegentor stellen sie die beste Abwehr der Liga. „Das ist das Positivste“, sagt Glasner. Auf der anderen Seite ist die Offensive des VfL mit nur einem Treffer die schwächste der Liga.

Schmadtkes Wolken-Theorie

Auch die drei Unentschieden geben kaum Aufschluss. Ein guter Bundesliga-Start, das ist eindeutig, sieht anders aus. Ein schlechter aber auch. Mit Blick auf die Partie in Mönchengladbach formuliert Jörg Schmadtke: „Solange man unentschieden spielt, weiß keiner so genau, wohin es geht“, so der Geschäftsführer. „Man kann rummäkeln oder auch nicht. Gewinnt man das nächste Spiel, ist alles gut. Verliert man es, werden die düsteren Wolken herbeigerufen.“

Diese düsteren Wolken will in Wolfsburg freilich keiner sehen. Im Erfolgsfall strahlt am Sonntag die Sonne über Wolfsburg. Ein Erfolg bei der starken Borussia würde viele Dinge erleichtern und den VfL befreiter ins nächste Heimspiel gegen Aufsteiger Bielefeld geleiten. Verliert Glasners Elf allerdings in Mönchengladbach liegt auf der folgenden Partie gegen Bielefeld Druck – und zwar enormer. Denn mit der verpassten Europa-League-Qualifikation und dem dann sicher verpatzten Bundesliga-Start wären die düsteren Wolken bereit für ein herbes Herbstgewitter. Und ein weiteres Remis? Würde die Wolken vorerst nur verschieben.

Schlüssel ist die Organisation

Der Schlüssel für ein Erfolgserlebnis liegt in der Organisation, die bei den Wolfsburgern unter Glasner oftmals funktioniert. Seine Mannschaft ist schwer zu bespielen, hart zu knacken. Das soll nun auch die hochkarätig besetzte Offensive der Gladbacher zu spüren bekommen. „Mit ihren Angreifern wie Breel Embolo, Marcus Thuram und Alassane Plea haben sie dafür unheimlich viel Qualität im Team“, lobt der VfL-Trainer den Gegner.

Auch die Wolfsburger Angriffsreihe ist mit Wout Weghorst, Daniel Ginczek, Admir Mehmedi, Josip Brekalo, Renato Steffen, Maximilian Philipp und Co. klangvoll. Allerdings hat sie bis auf einen einzigen Treffer in Freiburg (abgefälschter Freistoß von Brekalo) nichts Handfestes zustande gebracht. „Wir hatten in allen drei Spielen gute Möglichkeiten, Tore zu erzielen, gegen Leverkusen und Augsburg eigentlich noch mehr als in Freiburg. Da haben wir einige sehr, sehr gute Chancen nicht verwertet“, sagt Glasner. „Nun wollen wir versuchen, uns noch mehr Möglichkeiten zu erspielen, auch wenn das in Gladbach natürlich nicht so einfach wird.“ Der 46 Jahre alte Österreicher weiß: Die Aufgaben bleiben anspruchsvoll. Stichwort: dickes B.

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