Eine Vorbereitung mit vielen Fragezeichen für den VfL Wolfsburg

Wolfsburg.  Der Bundesligist erwartet am Samstag RB Leipzig. Arnold muss ersetzt werden. Und reicht die Zeit für Lacroix?

Muss mit einigen Fragezeichen in der Vorbereitung auf das Spiel gegen RB Leipzig klarkommen: Oliver Glasner, der Trainer des VfL Wolfsburg.

Muss mit einigen Fragezeichen in der Vorbereitung auf das Spiel gegen RB Leipzig klarkommen: Oliver Glasner, der Trainer des VfL Wolfsburg.

Foto: Simka/regios24

Seit 2011 mischt Maximilian Arnold für den VfL Wolfsburg in der Bundesliga mit. Auf 234 Spiele kommt der 26-Jährige bereits. Doch eines hat er noch nie geschafft: alle 34 Partien einer Saison zu absolvieren. Immer kam ihm etwas dazwischen – und wenn es nur die Ein-Spiel-Sperre nach fünf gelben Karten war. Auch in der aktuellen Spielzeit wird es Arnold nicht schaffen. Gegen RB Leipzig am Samstag (15.30 Uhr) muss der Mittelfeldspieler bereits zum dritten Mal zuschauen und zwingt Trainer Oliver Glasner dazu, erneut seine Startelf umzubauen.

Arnold ist konstante im Team

Arnold ist die große Konstante im Team. Ist er fit und nicht gesperrt , spielt er. Gegen Leipzig trifft Letzteres zu. Beim 2:2 am vergangenen Wochenende bei Union Berlin hatte das VfL-Eigengewächs Rot wegen einer Notbremse gesehen. Dass er nur die Partie gegen RB verpasst und nicht noch ein weiteres Spiel, hat damit zu tun, dass der auf sein Foul folgende Freistoß im Tor landete. Dadurch reduzierte sich Arnolds Sperre. Zuvor hatte der Rotschopf bereits die Partien bei Hertha BSC (1:1) und gegen den VfB Stuttgart (1:0) verpasst. Aus Berlin war er wegen der Geburt seines zweiten Sohnes vorzeitig abgereist, gegen die Schwaben war er als mögliche Kontaktperson vorsorglich in Corona-Quarantäne.

Glasner muss erstmals 2021 umstellen

Durch Arnolds Ausfall muss Glasner seine Elf zum ersten Mal 2021 umstellen. In Dortmund (0:2) und bei Union hatte der Österreicher dieselben Akteure ins Rennen geschickt. Nun muss er mindestens einmal wechseln. Das allein wäre jedoch unproblematisch. Arnolds Rolle neben Xaver Schlager vor der Abwehr könnte Kapitän Josuha Guilavogui eins-zu-eins übernehmen. Der Franzose hatte zuletzt zweimal auf der Bank gesessen.

Problematisch wird’s, wenn Guilavogui anderswo gebraucht wird. Nämlich in der Innenverteidigung. Dort ist lediglich John Anthony Brooks ohne Fragezeichen einsatzbereit. Marin Pongracic musste bei Union mit „Luftproblemen“ vorzeitig vom Platz . Beim Kroaten liegt die Vermutung nahe, dass es sich um Folgen seiner Corona-Erkrankung handeln könnte. Auch am Mittwoch stand der 23-Jährige nicht auf dem Trainingsplatz. Unwahrscheinlich, dass Pongracic, der nun besonders beobachtet wird, gegen RB spielen wird.

Lacroix könnte zurückkehren

Maxence Lacroix könnte hingegen zurückkehren. Auch der Franzose hatte sich vor Weihnachten mit Covid-19 infiziert , auch er steht daher besonders unter Beobachtung. Aber anders als Pongracic trainiert Lacroix seit Dienstag wieder mit der Mannschaft. Bei ihm könnte es reichen für Leipzig. Dann würde Guilavogui tatsächlich Arnolds Position vor der Abwehr einnehmen.

Doch natürlich braucht Glasner einen Plan B. Müsste Guilavogui neben Brooks verteidigen, würde wohl Yannick Gerhardt von der zentralen offensiven Position nach hinten rutschen. Für ihn wiederum könnte entweder Admir Mehmedi oder Maximilian Philipp ins Team kommen. Oder womöglich braucht Glasner beide, schließlich ist auch Brekalo angeschlagen (Prellung) und am Mittwoch noch nicht wieder im Training. Auf jeden Fall ist es für den VfL und seinen Trainer eine Vorbereitung mit einigen Fragezeichen.

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