Probleme mit Model 3: Tesla liefert weniger Autos aus

Palo Alto  Tesla setzt große Hoffnungen in das relativ günstige Model 3. Doch die Erwartungen des Konzerns und von Experten werden nicht erfüllt.

Deshalb raten selbst Tesla-Fans vom Billig-Model 3 für 35.000 US-Dollar ab

Das Model 3 von Tesla kommt endlich in der versprochenen preisgünstigen Version auf den Markt. Nicht alle Fans der Marke sind allerdings überzeugt und sprechen sich dagegen aus.

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Der Autobauer Tesla war mit großen Erwartungen in das erste Quartal 2019 gestartet: Das neue Model 3 und die Einschätzungen von Experten hatten auf eine Versteigerung der Verkaufszahlen gedeutet. Doch tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Im Vergleich zum Vorquartal wurden 31 Prozent weniger Fahrzeuge ausgeliefert.

Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, seien im ersten Jahresviertel nur 63.000 Tesla-Modelle an Kunden geliefert worden. Zwar stellt ein Großteil davon Lieferungen des neuen Models 3 dar, doch auch dies ist noch kein Erfolgsmodell. Denn mit 50.900 ausgelieferten Fahrzeugen gibt es auch bei diesem Fahrzeugtyp einen Rückgang um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Tesla stand zu Jahresbeginn vor großen Herausforderungen: Das in der Massenproduktion noch relativ unerfahrene Unternehmen hatte Probleme, den Auslieferungsbeginn des Model 3 nach Europa und China zu stemmen.

Tesla produzierte im Auftaktvierteljahr insgesamt rund 77.100 Fahrzeuge, knapp elf Prozent weniger als im vorherigen Quartal. Auf das Model 3 entfielen 62.950 Stück.

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Der erste günstigere Tesla soll die Firma von Tech-Milliardär Elon Musk von der Luxus-Nische in den Massenmarkt bringen und ist deshalb von großer Bedeutung. Teslas neues SUV, das Model Y soll im Herbst 2020 kommen. Vorgestellt wurde es bereits.

Im März wurde bekannt, dass Tesla seine Elektroautos nur noch im Internet verkaufen will. Tesla-Filialen, die es auch in deutschen Städten gab, wurden weitgehend geschlossen. (dpa/ac)

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