Wirtschaft

Salzgitter AG bis Mitte der 2030er-Jahre ohne Hochöfen

Bislang waren die Hochöfen der Salzgitter AG für die Stahlproduktion unverzichtbar, doch schon bald sollen sie verschwinden.

Bislang waren die Hochöfen der Salzgitter AG für die Stahlproduktion unverzichtbar, doch schon bald sollen sie verschwinden.

Foto: Hauke-Christian Dittrich / picture alliance/dpa

Salzgitter.  Neue Verfahren sollen für die Stahlproduktion zum Einsatz kommen. So soll der CO2-Ausstoß um bis zu 95 Prozent reduziert werden können.

In gut 15 Jahren will der Stahlkonzern Salzgitter AG seine Produktion nahezu klimaneutral umkrempeln. Der Vorstandschef Gunnar Groebler berichtet in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, dass die Hochöfen schon bald ausgedient haben. Mit einem Investitionsvolumen von bis zu vier Milliarden Euro soll die Stahlherstellung umgebaut werden, dafür brauche es auch die Unterstützung der Politik.

Massiver Beitrag zur Klimaneutralität

Mit dem Abschalten der Hochöfen und dem Wechsel zu neuen Herstellungsmethoden ließen sich laut Bericht in der Hütte bis zu acht Millionen Tonnen CO2 jährlich einsparen. Das entspräche einer Reduktion von gut 95 Prozent. Wie Vorstandschef Groebler erklärt, sei ein solcher Schritt dringend erforderlich. Er mahnt, dass der politische Wille für ehrgeizige Klimaziele stärker werden müsse: „Noch so ein verlorenes Jahr können wir uns nicht leisten“, sagt er in der FAZ und fordert damit die Politik dazu auf, die Transformation in der Stahlindustrie zu fördern. Das sei wesentlich leichter als der Umstieg auf die Elektromobilität.

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