Radweg zwischen Cremlingen und Hordorf entsteht neu

Cremlingen.  Die 2,5 Meter breite Trasse zwischen Cremlingen und Hordorf zeichnet sich dank des dunklen, frisch planierten Asphalts deutlich ab.

Im Waldstück zwischen dem Cremlinger Kreisel und dem Bahnübergang wird derzeit der neue Radweg planiert. 

Im Waldstück zwischen dem Cremlinger Kreisel und dem Bahnübergang wird derzeit der neue Radweg planiert. 

Foto: Jörg Kleinert

Auf einer Länge von 1,8 Kilometern entsteht derzeit an der Westseite der Landesstraße (L) 635 in einem ersten Bauabschnitt ein neuer Radweg zwischen dem Zubringer zur Autobahn 39 und dem Wirtschaftsweg zwischen Weddel und Schandelah, nördlich des Bahnübergangs der Strecke Braunschweig-Helmstedt.
„Die Baufirma liegt voll im Zeitplan“, sagt Cremlingens Gemeindebürgermeister Detlef Kaatz. Bis Ende Oktober sollten die Arbeiten ursprünglich abgeschlossen sein, nun könne der Radweg-Teilabschnitt womöglich deutlich früher freigegeben werden. Derzeit werde eine erste Deckschicht aufgetragen, eine zweite Asphaltschicht werde folgen, so Kaatz. Erfreulich: Der „große Buckel“ (Kaatz), eine Erhebung im Bereich des Bahnübergangs, sei etwas eingeebnet worden. „Das macht die Steigung in diesem Bereich angenehmer.“
Am Bahnübergang endet das Bauprojekt jedoch – zumindest vorerst. Die Gemeinde baut den ersten Radweg-Abschnitt auf eigene Kosten, der Landkreis springt ihr bei Planung und Ingenieurleistung zur Seite. Der Grund: Das Land hat die Verbindung zwischen Cremlingen und Hordorf nie ganz oben auf der Prioritätenliste für den Radweg-Neubau gehabt, verdeutlichte der Verwaltungschef. „Wir übernehmen die Impulsfinanzierung“, sagte Kaatz kürzlich bei der Vorstellung des Bauprojekts. Dass die Gemeinde aktiv wurde, beruhe auf dem ausdrücklichen Wunsch aus der Bevölkerung, endlich die Radweg-Verbindung zu bauen. Mehrfach war es auf dem langgezogenen Geradeaus-Teilstück der L 635 in den vergangenen Jahren zu Verkehrsunfällen, teils mit Todesfolge, gekommen.
741.500 Euro kostet der erste Bauabschnitt, 262.400 Euro davon sind durch Fördermittel abgedeckt. Darüber hinaus übernimmt die Gemeinde ein Drittel der Kosten für den Bau der Radweg-Signalanlage am Bahnübergang. Der Cremlinger Gemeinderat hatte bereits im März 2014 beschlossen, diese Kosten in Höhe von knapp 49.000 Euro zusätzlich zu übernehmen. Die Erneuerung der Bahn-Signalanlage an der L635 hat die Deutsche Bahn AG für das vierte Quartal 2019 vorgesehen. Noch ist indes offen, ob das Unternehmen diesen Termin halten kann.
Offen ist derzeit auch, wann es mit dem Bau des zweiten, 1,9 Kilometer langen Radweg-Abschnitts weitergeht. Das Land sei in der Pflicht, hatte Kaatz bereits im Juli gesagt. Eine abermalige Finanzierung über den Gemeinde-Haushalt sei laut Verwaltungschef undenkbar.

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