Tote Katze in Remlingen: Polizei ermittelt wegen Tierquälerei

Remlingen.  Das Tier wurde mit einer „aufgerissenen Bauchdecke“ gefunden. Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich im August in Remlingen.

Katzen vorsätzlich zu quälen und gar zu töten ist strafbar (Symbolbild).

Katzen vorsätzlich zu quälen und gar zu töten ist strafbar (Symbolbild).

Foto: Patrick Pleul / dpa

Ein Alptraum für jeden Katzenbesitzer: Von einem Freigang ist die Katze einer Remlingerin am Dienstag nicht mehr zurückgekehrt. Um 16 Uhr ließ die Besitzerin das Tier ins Freie, gegen 17.15 Uhr fand sie die verletze Katze unweit ihres Hauses in nördlicher Ortsrandlage. Einer Nachbarin war das regungslose Tier aufgefallen. Die Katze wies „massive Verletzungen im Bauchbereich auf“, berichtet uns der zuständige Polizist Nils Steppat von der Polizeistation Remlingen. Die Bauchdecke des Tieres sei regelrecht „aufgerissen gewesen“.

Die Besitzerin brachte die Katze sofort zum Tierarzt, dieser konnte aber nur noch den Tod feststellen. „Der Tierarzt schließt aufgrund der Art der Verletzungen einen Verkehrsunfall oder einen Tierkampf aus“, sagt Steppat. Die Polizei geht daher von Fremdeinwirkung aus.

Zweite Katze weist ähnliche Verletzungen auf

Doch die Polizei Schöppenstedt ermittelt nicht nur in diesem, sondern auch in einem weiteren Fall eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Denn bereits am 30. August soll es zu einem ähnlichen Vorfall gekommen sein. Betroffen ist die selbe Familie. Auch die Tochter, die in der Nähe ihrer Mutter wohnt und ebenfalls eine Katze besitzt, hat einen Fall von Tierquälerei zur Anzeige gebracht.

„Die Katze der Tochter hat die selben Verletzungen gehabt“, sagt Polizist Steppat. Diese überlebte ihre Verletzungen, habe sich aber bis heute nicht gänzlich davon erholt. Es sei ungewöhnlich, dass beide Tiere diese Verletzungen aufweisen. Hinzu komme das massive Vorgehen. „Es gibt immer mal wieder Katzenhasser, aber da gehört schon was dazu, diese Verletzungen hinzuzufügen“, sagt Steppat.

Tierquälerei ist strafbar

Nach Angaben des Tierschutzbundes findet sich die einzige Strafvorschrift des Tierschutzgesetzes in Paragraf 17. Mit ihr soll tierschutzwidriges Verhalten geahndet werden. Strafbar seien die ungerechtfertigte Tiertötung sowie die rohe und quälerische Misshandlung von Tieren. Geahndet wird die vorsätzlich begangene Tierquälerei. Ein bloßer Versuch der Tat sowie eine fahrlässige Tat sind nicht strafbar. Bei einem Verstoß gegen Paragraf 17 droht dem Täter eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe.

Bislang hat die Polizei keine Spur. Die Ermittler hoffen nun auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Hinweise erbittet die Polizei unter: (05332) 946540.

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