Wasserverband Weddel-Lehre nutzt intelligente Stromzähler

Weddel.  Der Wasserverband Weddel-Lehre erhält zwölf neue intelligente Mess-Systeme. Diese sollen die bisherigen analogen Stromzähler ersetzen.

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Der Wasserverband Weddel-Lehre setzt jetzt auf intelligente Stromzähler.

Der Wasserverband Weddel-Lehre setzt jetzt auf intelligente Stromzähler.

Foto: Privat

Mit dem Einbau intelligenter Stromzähler legt Avacon derzeit den Grundstein für die Digitalisierung der Stromnetze. Die Umrüstung ist gesetzlich vorgeschrieben und gilt bundesweit. Die von den Stromnetzbetreibern wie Avacon künftig zu verbauenden Messeinrichtungen sind abhängig vom jährlichen Stromverbrauch, teilt der Wasserverband Weddel-Lehre (WWL) mit. Er selbst werde von der neuen Technik profitieren. Dort tausche Avacon derzeit zwölf bisher analoge Stromzähler gegen intelligente Messsysteme aus.

In einem Pumpwerk in Schandelah verbaute die Avacon Netz GmbH demnach das erste intelligente Mess-System beim WWL. Der Austausch der nächsten elf analogen Stromzähler sei bereits terminiert. Die bisher analogen Zähler würden bundesweit nach und nach bei allen Stromkunden verschwinden. Stromkunden unterhalb eines Jahresverbrauchs von 6000 Kilowattstunden erhielten eine sogenannte moderne Messeinrichtung, Kunden oberhalb dieser Schwelle ein sogenanntes intelligentes Messsystem.

Monatliche Verbrauchsübersicht ist kostenlos

Im Rahmen seines Energiemanagements könne der WWL die Verbrauchswerte aktuell und wunschgemäß im Kundenportal der Avacon Netz einsehen und detailliert erfassen. Er bekomme kostenlos eine präzise, monatliche Verbrauchsübersicht. „Diese größere Transparenz in puncto Stromverbrauch zeigt hohe Verbräuche an und gibt Hinweise für Einsparpotenziale mittels variabler Tarife“, heißt es in der Mitteilung. Zudem entfalle die Ablesung vor Ort durch Personal des WWL.

Dennis Tost, Leiter des WWL-Anlagenbetriebs, zur Zusammenarbeit mit der Avacon Netz: „Da wir selbst ein innovativer Dienstleister sind und unseren Kunden digitale Wasserzähler-Mess-Systeme anbieten, freuen wir uns über den Einbau der neuen Technik auf unseren Anlagen. Dieser Schritt wird unsere Arbeitsprozesse weiter optimieren.“ Ein intelligentes Mess-System bestehe aus einer modernen Messeinrichtung und einem Smart-Meter-Gateway. Mit dieser neuen Zählertechnik habe der Kunde eine exakte, grafisch aufbereitete Stromverbrauchs- und Kostenkontrolle in Echtzeit. Zusätzlich entfalle die bisher gewohnte Vor-Ort-Ablesung, mögliche Einsparpotenziale würden erkennbar und zukünftig könnten flexiblere Tarifmodelle umgesetzt werden.

Neue Systeme bilden Grundstein für „Harmonisierung der Stromerzeugung“

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) habe Anfang des Jahres den Startschuss für den flächendeckenden Einbau der intelligenten Mess-Systeme gegeben. Avacon habe sich intensiv auf diesen Moment vorbereitet und statte seitdem kontinuierlich Kunden mit einem Verbrauch von mehr als 6000 Kilowattstunden mit der neuen Technik aus. Für Kunden mit einem Verbrauch darunter sei ein intelligenter Stromzähler optional. Als Standard werde dafür die moderne Messeinrichtung ohne Smart-Meter-Gateway verbaut.

Die neuen Mess-Systeme, so heißt es, seien Grundstein für eine Harmonisierung von Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und dem Strombezug. Dadurch gebe es mehr Transparenz zum zeitlichen Verlauf der abgerufenen und eingespeisten Energie. Die Avacon plane bis 2032, 160.000 intelligente Mess-Systeme zu verbauen.

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