Hits, Artistik und Funkensprühen in Wolfsburg

Wolfsburg.  Die Show „Rock the Circus“ begeistert 500 Besucher im Congress-Park. Sie bietet zu mitreißender Musik auch artistische Spektakel.

„Musik mit den Augen erleben“, so hieß der Untertitel der Show.

„Musik mit den Augen erleben“, so hieß der Untertitel der Show.

Foto: Michael Uhmeyer / regios24

„We will rock you“. Das versprachen Tommy Heart und seine fünf instrumentalen Begleiter am Freitagabend im Congress-Park mit diesem Titel von Queen. Sie hielten das Versprechen und rockten den großen Saal, in dem 500 Gäste rasch in Hochstimmung verfielen. Das war nicht allein den heißen Rhythmen der Band geschuldet. Die Show „Rock the Circus“ bot zu mitreißender Musik auch artistische Spektakel. Diese Kombination brachte die Besucher zeitweise schier aus dem Häuschen.

Wobei die Dramaturgie Rock-Evergreens und akrobatische Darbietungen thematisch gut verbunden hatte. „Musik mit den Augen erleben“, so hieß der Untertitel, das konnten die Zuschauer ganz besonders bei „Smoke on the Water“. Zu dem Deep-Purple-Hit zeigte ein Duo mit Fackeln ein funkensprühendes Feuerwerk, das emotional zündete und einen Sturm der Begeisterung hervorrief. Das Publikum fesseln konnte auch der Ball-Artist, der das Leder mit den Füßen, dem Kopf und Körperteilen wie der Schulter tanzen ließ. Der Ball flog durch die Luft, als werde er an einer Schnur geführt. Weltfußballer Cristiano Ronaldo, „CR 7“, dem der Künstler aus der Ferne betrachtet durchaus ähnlich sah, wäre vor Neid sicherlich erblasst.

Einer der farbigen Höhepunkte des Abends war die Übung mit den Hula-Hoop-Reifen. Die blinkten bunt, und die Artistin ließ sie in gigantischer Zahl und Manier synchron um Kniekehlen, Becken und Handgelenke kreisen. So beeindruckend, dass die 500 im Saal in den Takt des dazu gespielten Evergreens „It’s my Life“ verfielen und anfeuernd mitklatschten. Ein aufgeschrecktes Raunen ging durch den Saal, als der Akrobat an den Strapaten, das ist ein Turnen an Tüchern, aus der Höhe unter der Decke abzustürzen drohte. Weit gefehlt, dieser Kick war Teil der Show, der Artist fing sich knapp über dem Boden.

Rasant und laut war die Musik, der Sänger zeigte sich stimmlich ausdrucksstark und mit kraftvoller Rock-Röhre, die instrumentalen Begleiter waren sehr gute, rhythmische Einheizer.

Die Choreografien zwischendurch sind von den Bewegungsformen als eine gelungene Mixtur aus Jazzdance, ansatzweise Breakdance und Abläufen aus dem klassischen Ballett zu kennzeichnen. Für frenetischen Beifall sorgte zudem eine junge Artistin mit ihrer Kür auf einem Rhönrad. Das sah leicht und locker aus, aus akrobatischen Figuren zog diese Vorführung ihre Spannung. Fazit: „Rock the Circus“ brachte nicht nur musikalische Hits der Vergangenheit auf die Bühne, die abwechslungsreiche Show war selbst ein Hit.

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