Westhagen-Krawalle – Polizei erhält zahlreiche Zeugenvideos

Westhagen.  Die Ermittlungsgruppe „Schulzentrum“ der Wolfsburger Polizei sichtet die Videos und hat erste Zeugenvernehmungen durchgeführt.

Randalierer zerstörten in der Silvesternacht Fenster zu Klassenräumen des Albert-Schweitzer-Gymnasiums und schmissen Feuerwerkskörper hinein. Als Feuerwehr und Polizei bekamen, wurden diese massiv mit Feuerwerksraketen und Leuchtmunition beschossen

Randalierer zerstörten in der Silvesternacht Fenster zu Klassenräumen des Albert-Schweitzer-Gymnasiums und schmissen Feuerwerkskörper hinein. Als Feuerwehr und Polizei bekamen, wurden diese massiv mit Feuerwerksraketen und Leuchtmunition beschossen

Foto: Hendrik Rasehorn

Der Aufruf der Polizei, Videos von den Ausschreitungen in der Silvesternacht zu schicken, zeigte Wirkung: „Wir haben zahlreiche Videos bekommen, die die Ermittlungsgruppe sichtet“, erklärt Polizeisprecher Sven-Marco Claus. Nach der Silvesternacht wurden Ermittlungen gegen vier Tatverdächtige eingeleitet. „Wir wollen weitere Tatverdächtige identifizieren. Dazu fanden auch schon Vernehmungen statt. alles weitere werden die Ermittlungen zeigen“, so Claus.

Ein junger Mann, der sich selbst in der Krawallnacht filmte, stellte mittlerweile mit Hilfe eines Youtubers ein Video ins Netz, in dem er sich versucht von allen Vorwürfen reinzuwaschen – mehr schlecht als recht. „Wir kennen dieses Video“, äußerte sich Claus kurz und knapp.

In der Silvesternacht hatten Randalierer im Schulzentrum Westhagen randaliert, Scheiben eingeschlagen, Feuer gelegt, schließlich illegale Feuerwerkskörper in Richtung von Feuerwehrleuten und Polizisten geworfen und sie obendrein mit Leuchtmunition beschossen. Um der Lage Herr zu werden, orderte die Wolfsburger Polizei Unterstützung von einem Dutzend Beamte aus Braunschweig und Gifhorn an. In der Silvesternacht wurden am Tatort die Personalien von 31 Personen aufgenommen. Der Sachschaden wird auf mehr als 10.000 geschätzt. Die Stadt will die Täter dafür zur Rechenschaft ziehen. Die Ausschreitungen sorgten deutschlandweit für Aufsehen.

Der Stadtschülerrat meldete sich mittlerweile zu Wort. Er verurteilte den Vandalismus und die Attacken auf die Rettungskräfte.

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