Wie man in Gesamtschulen lernt: Stadtelternrat Wolfsburg tagt

Wolfsburg.  Wie lernt man eigentlich in Gesamtschulen? Darum ging es unter anderem beim jüngsten Treffen des Stadtelternrats.

Der Stadtelternrat Wolfsburg traf sich im Forum der Heinrich-Nordhoff-IGS.

Der Stadtelternrat Wolfsburg traf sich im Forum der Heinrich-Nordhoff-IGS.

Foto: Helge Landmann / regios24

Zu einer Sitzung traf sich der Stadtelternrat (STER) – das sind die Elternvertreter aller Schul(form)en in Wolfsburg – am Dienstagabend im Forum der Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule. Im Laufe der Veranstaltung gaben Direktor Arne Sewing und seine Stellvertreterin Sandra Luft dem Gremium einen Überblick zu Gebäude und Lernkonzept. Das ist ein Grund, warum der Stadtelternrat sich zeitweise in Schulen trifft. „Wir lernen auf diese Weise die unterschiedlichen Schulformen noch besser kennen", erläuterte STER-Vorsitzender Alexander Paul den Hintergrund.

Er informierte die Elternvertreter darüber, wie die Kooperation von Stadtverwaltung, Gesundheitsamt und Schulen in Corona-Zeiten einzuschätzen sei. Pauls Fazit: „Wolfsburg steht auf relativ sicherem Terrain.“ Claudia Asmus ist Elternrätin im Phoenix-Gymnasium. Hat sie in der jüngsten Vergangenheit aufgrund der Schulsituation in der Pandemie mehr Anrufe und Anfragen als gewöhnlich erhalten? „Kann ich nicht sagen, es waren seltene Kontakte, so wie sonst auch. Zumal es am Phoenix-Gymnasium, mein Sohn besucht den 10. Jahrgang, recht rund läuft.“ Warum sie sich seit Grundschulzeiten als Elternvertreterin engagiert? „Man blickt hinter die Schulkulissen und lernt selber viel über das System.“

Neuwahlen sind für Oktober geplant

Rund lief es, was die Umsetzung von Zielvorstellungen des Stadtelternratsvorstands während der vergangenen Wahlperiode betrifft. (Anmerkung: Im Oktober wird es Neuwahlen geben.) Tobias Karger blickte in einer kurzen Präsentation auf Schwerpunkte zurück. Als da waren: Fragen nach den Vorstellungen von Eltern und deren Aufnahme in die Agenda, Experten-Vorträge zu relevanten (Schul-)Themen wie Cybermobbing, das Feld „Digitalisierung und Breitbandausstattung“ sowie Schulverpflegung. Das Thema Lernförderungsprogramm für Wolfsburg, das ursprünglich auf der Tagesordnung stand, soll nach Absprache mit Politik und Verwaltung in der nächsten Sitzung auf dem Plan stehen.

Lernkonzept nahm breiten Raum ein

Wie anfangs erwähnt: Breiten Raum nahm das Lernkonzept von Integrierten Gesamtschulen im Allgemeinen und der Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule im Besonderen ein. Schulleiter Arne Sewing setzte einem weit verbreiteten Vorurteil, das Kind lerne dort nicht genug, entgegen: Die integrierte und integrierende Schulform fördere nicht nur, sondern fordere auch. Sie sei durchaus ein Lernort für – wie man sie landläufig bezeichnet – besonders leistungsstarke Schüler. „Die Kinder haben die Möglichkeit, jeden Abschluss zu erreichen.“ Vizedirektorin Sandra Luft zeigte den Wert von „Lernen in Vielfalt und lernen voneinander“ und richtet den Fokus zudem auf soziales Miteinander in heterogenen Lerngruppen.

Das Schulleitungsduo nannte für seine Einrichtung als Ziel: „Kinder und Jugendliche sind Wesen die sich permanent weiterentwickeln. Wir geben ihnen die Möglichkeit, das nach ihren unterschiedlichen Fähigkeiten zu tun.“

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