Wolfsburger Künstlerin stellt im Kunstverein aus

Wolfsburg.  Bettina Hackbarth zeigt digitale neben analoger Kunst. Es ist ihre zweite Einzelausstellung im Kunstverein.

Bettina Hackbarth zeigt Werke zwischen digitaler und analoger Kunst noch bis zum 7. November im Kunstverein Wolfsburg im Schloss Wolfsburg.

Bettina Hackbarth zeigt Werke zwischen digitaler und analoger Kunst noch bis zum 7. November im Kunstverein Wolfsburg im Schloss Wolfsburg.

Foto: Bettina Hackbarth / Kunstverein

Wo sich Malerei und Digitalisierung berühren: Die Wolfsburger Künstlerin Bettina Hackbarth präsentiert noch bis zum 8. November die Schau „Malerei im Übergang zur Blockchain“ im Raum für Freunde im Kunstverein Wolfsburg. Zu sehen sind Bilderpaare, deren Motive aus der Natur gegriffen sind – die Künstlerin hat dafür eine Naturfotografie jeweils einmal in Acryl gebannt, einmal auf digitalem Wege verfremdet. Das Resultat sind spannende, dschungelhaft anmutende Studien, die dem Betrachter die Möglichkeiten der analogen wie der digitalen Kunst aufzeigen.

Diese Gegenüberstellung interessiert Hackbarth nicht nur in der Ausübung ihrer Kunst. Ihre Ausstellung thematisiert zusätzlich die Frage, wie Blockchains den Kunstmarkt beeinflussen können. Blockchains, darunter versteht man Listen von Datensätzen, die mittels kryptografischer Verfahren miteinander verkettet sind. Sie kommen üblicherweise in der Buchführung zum Einsatz. Der Vorteil: Das System ist schwerer zu manipulieren.

Blockchain als zusätzlicher Schutz des Urheberrechtes

„Im Kunstmarkt kommen Blockchains bereits zum Einsatz, aber nicht flächendeckend“, erklärt Justin Hoffmann, Leiter des Kunstvereins. Bei Verkäufen von Kunstwerken werde bei diesem Verfahren ein Token erstellt, ohne den das Werk nicht vervielfältigt werden kann. „So kann der Künstler besser nachvollziehen, was mit den Rechten an seinem Werk passiert“, sagt Hoffmann: Es sei ein zusätzlicher Schutz des Urheberrechtes.

Klingt kompliziert: Und weil diese Entwicklungen des Kunstmarktes im digitalen Zeitalter so weit vom traditionellen Umgang mit Kunst entfernt sind, findet es Hoffmann umso spannender, Hackbarths Position dazu zu präsentieren. Initiiert wurde die Ausstellung im Rahmen der Phaenomenale. „Ich finde es interessant, dass sich Bettina Hackbarth mit der digitalen Seite der Malerei auseinander setzt“, sagt Hoffmann, „das ist in unserer Region nicht unbedingt üblich.“

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