Task Force will vierspurigen Ausbau der Bundesstraße 188

Wolfsburg.  Das Gremium freut sich über den Fortschritt bei der Weddeler Schleife und über die gute Resonanz beim VW-Busshuttle.

Sprachen am Freitag über die regionale Verkehrssituation: Jürgen Hildebrandt (von links), Falko Mohrs und Thomas Krause.

Sprachen am Freitag über die regionale Verkehrssituation: Jürgen Hildebrandt (von links), Falko Mohrs und Thomas Krause.

Foto: LARS LANDMANN / regios24

„Hinter den Ausbau der Weddeler Schleife kann, nach den Aussagen des Bundestagsabgeordneten Falko Mohrs, jetzt wohl ein Haken gesetzt werden.“ Erklärte Thomas Krause vom Vorstand der Wolfsburg AG bei einem Pressegesprächs. Der SPD-Vertreter in Berlin für den Wahlkreis Wolfsburg/Helmstedt und Boldecker Land hatte zuvor noch einmal die Rahmen- und Finanzierungsbedingungen sowie die bauliche Umsetzung für das zweite Gleis erläutert. Der Abgeordnete sprach mit Krause und Jürgen Hildebrandt vom VW-Betriebsrat zum Thema Mobilitätsprojekte. Beide gehören zur Task Force Verkehr. Eine Art Art Denkfabrik zu zeitökonomischen und ökologische Konzepten.

Zur Aufgabe der Einrichtung, die sich 2012 zusammenfand – ihr gehören neben VW und der Wolfsburg AG der Regionalverband Großraum Braunschweig sowie der Landkreis Gifhorn an –, äußerte Krause: „Wir sind kein Entscheidungsgremium, das sind unter anderem die Städte- und Landkreise. Wir machen Vorschläge. Rückblickend ist zu sagen, dass wir unsere Hausaufgaben gemacht haben.“ Dazu zählt nicht nur das Engagement zum Thema Weddeler Schleife.

Hildebrandt: 7500 bis 8000 Beschäftigte nutzen täglich VW-Busshuttle

Als einen großen Fortschritt bezeichnete Hildebrandt den internen Busshuttle-Verkehr von VW. „Er wird inzwischen arbeitstäglich von 7500 bis 8000 Beschäftigten genutzt.“ Ein weiterer Pluspunkt sei die Einrichtung von gesicherten Abstellplätzen für Radfahrer, so der Betriebsrat. „Am Tor Ost ist das abgeschlossen, für Tor Nord laufen die Vorbereitungen.“ Bei 73.000 täglichen Einpendlern, davon 27.000 aus dem Raum Gifhorn, steht der Ausbau der Bundesstraße 188 auf vier Spuren weiterhin im Fokus. Außerdem, da ist Bewegung ins Geschehen gekommen, ist der Lückenschluss der A 39 zwischen Wolfsburg und Lüneburg seit 37 Jahren ein Dauerbrenner. Er steht somit auf der Agenda der Task Force.

Man hofft, die 101 Kilometer lange Strecke autobahnmäßig innerhalb der nächsten zehn Jahre Stück für Stück zu schließen. Das wäre wirtschaftlich eminent wichtig für den Nordkreis Gifhorn, die Stadt Wittingen sowie Uelzen, hieß es. Was es mit der Zufahrt nach Wolfsburg, oder von dort nach Ost und West ebenfalls bräuchte: Einen sechsspurigen Ausbau der Strecke zwischen der VW-Stadt und dem Autobahnkreuz Königslutter. Das sei aber, darüber ist sich die Task Force Verkehr im Klaren, Zukunftsmusik. Genauso wie der vierspurige Ausbau der B 188. Oder wie es Mohrs ausdrückte: „Wir robben uns an diese Themen langsam ran.“

Digitale Konzepte wie eine Verkehrsauslastung-App leisten laut Task Force gute Dienste

Schnell hat die Stadt Wolfsburg auf eine Überbelegung reagiert und damit die Staubildung in Stoßzeiten um einiges reduziert. Krause spielte auf die so genannten Verflechtungsstreifen auf der A 39, zum Beispiel zwischen Mörse und Heinenkamp/Flechtorf, an. Das habe den Abfluss des Verkehrs erleichtert und die „Staulage mit Stopp and Go relativ entschärft“. Entschärfend wirken aber nicht nur Bauten und das Umsteigen auf den Öffentlichen Personennahverkehr. Auch entwickelte digitale Konzepte wie eine Verkehrsauslastungs-App, Parkplatzsensoren, die die Belegung der Flächen übermitteln und autonomes Einparken leisten gute Dienste.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder