Ausflugstipps für Wolfsburg

Wolfsburg mit diesen 10 Freizeittipps kostenlos erleben

| Lesedauer: 13 Minuten
Ausstellungen, Naturschutzgebiete, Outdoor-Sport und Tiergehege: Ausflüge müssen in Wolfsburg nicht immer Geld kosten.

Ausstellungen, Naturschutzgebiete, Outdoor-Sport und Tiergehege: Ausflüge müssen in Wolfsburg nicht immer Geld kosten.

Foto: Jürgen Runo

Wolfsburg.  Wandern im Drömling, Discgolf im Allerpark, Kultur im Schloss: Wir stellen kostenlose Freizeitangebote in und um Wolfsburg vor. Ein Überblick.

  • Wolfsburg ist sehenswert und hat viele Highlights – vom Phaeno über die Autostadt bis zum Kunstmuseum. Hier soll es aber um Angebote gehen, die kostenlos sind.
  • Was kann man Schönes in Wolfsburg machen? Wir zeigen Ihnen 10 Beispiele für Entdeckungen und Erlebnisse in der Stadt, für die Sie nichts bezahlen müssen. Es sind Anregungen gerade auch für Familien mit Kindern.
  • Haben wir etwas Wichtiges vergessen? Dann schreiben Sie uns: redaktion.wolfsburg@funkemedien.de. Wir freuen uns auf viele weitere Beispiele, was man allein, zu zweit oder als Familie in Wolfsburg ohne Geldbeutel im Rucksack erleben kann.

In dieser Übersicht geben wir 10 Tipps und Ideen für Entdeckungen, Ausflüge, Sehenswürdigkeiten und Freizeit-Erlebnisse in Wolfsburg, die nicht nur sehenswert, sondern auch kostenlos sind. Egal, ob Sie es sportlich oder gemütlich mögen, alleine oder mit Familie und Kindern unterwegs sind – vieles liegt direkt vor der Haustür und muss nur neu entdeckt werden.

Wolfsburg-Tipp 1: Allerpark – Baden, Skaten und Discgolf

Naherholung ist das Stichwort für den Allerpark Wolfsburg: Nahe der Innenstadt liegt ein riesiges Freizeitareal. Mittendrin der Allersee – perfekt zum Baden, Spazieren, Joggen, Radfahren und Inlinern. Eingerahmt wird das Gewässer von Bauwerken wie der Volkswagen Arena oder dem ehemaligen EXPO-Pavillon Kolumbiens. Am Kolumbianischen Pavillon startet ein Discgolf-Parcours. Das ist ein Spaß für die ganze Familie: Beim Discgolf müssen Spielerinnen und Spieler, ähnlich wie beim klassischen Golfball, mit möglichst wenigen Versuchen die Distanz zwischen Abwurfpunkt und Ziel überwinden.

Jede der 18 Spielbahnen des Rundkurses besteht aus einem Abwurfpunkt, natürlichen Hindernissen und einem Kettenkorb. Die Nutzung der Anlage ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich. Discgolf-Scheiben können Besucherinnen und Besucher im Kolumbianischen Pavillon oder auf dem Campingplatz am Allersee ausleihen.

Wer es sportlich mag, kann sich im Allerpark auch auf einem der drei Beachvolleyball-Plätze zwischen Allersee und Badeland auspowern. Inline-Skaten und Skateboarden ist außerdem auf der Skate-Anlage möglich. Und Grill-Freunde können im Allerpark unter freiem Himmel Würstchen und Co. zubereiten. Fünf Standorte sind ganzjährig zum Grillen freigegeben. Welche das sind, erfahren Sie hier.

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Wolfsburg-Tipp 2: Museen – Heinrich Büssing und Hoffmann von Fallersleben auf der Spur

Um einen der bedeutendsten Pioniere der Lastwagen- und Omnibus-Entwicklung geht es im Heinrich-Büssing-Haus in Nordsteimke. Das Museum in der Hehlinger Straße gibt einen Einblick in das Leben und Wirken des gleichnamigen Unternehmers. Schon das Gebäude ist einen Besuch wert: Das Fachwerkhaus, in dem Büssing 1843 als zweites Kind einer Schmiede-Familie geboren wurde und das heute das Museum beherbergt, ist aufwendig restauriert. Im Erdgeschoss befindet sich noch immer die alte Dorfschmiede. Dort lernte Büssing einst von seinem Vater das Schmiedehandwerk. Die Ausstellungsstücke versetzen Gäste in die Zeit zurück und lassen teilhaben an seinem Werdegang. Weitere Informationen und Öffnungszeiten finden Sie hier.

Ein Besuch in Fallersleben lohnt sich nicht nur wegen der historischen Altstadt: Romantisch umgeben, zwischen Altem Brauhaus, Michaeliskirche und Schlosspark, liegt Schloss Fallersleben. Die Anlage beherbergt das Hoffmann-von-Fallersleben-Museum. Eine Ausstellung ist dem Leben des gleichnamigen Dichters, der 1841 den Text zur deutschen Nationalhymne schrieb, gewidmet. Als August Heinrich Hoffmann wurde dieser nämlich in Fallersleben geboren. Auch für Familien mit Kindern empfiehlt sich ein Besuch – schließlich hat der Dichter hunderte Gedichte und Lieder für Kinder geschrieben. Sie können in der Ausstellung in Blätterbüchern stöbern und an Hörstationen Hoffmanns Erlebnissen lauschen. Weitere Informationen und Öffnungszeiten finden Sie hier.

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Wolfsburg-Tipp 3: Schloss Wolfsburg – Museen, Gärten und Skulpturen

Das Schloss Wolfsburg ist nicht nur eines der Wahrzeichen der Stadt, sondern auch Herberge für eine Reihe von kunst- und kulturhistorischen Einrichtungen, die kostenlos besucht werden können. Kunstinteressierte können zum Beispiel die aktuellen Ausstellungen in der Städtischen Galerie Wolfsburg oder im Kunstverein Wolfsburg besichtigen. Im Hauptgebäude ist auch das Institut Heidersberger untergebracht (offen nur nach telefonischer Anmeldung).

Mehr über die Geschichte der Schlossanlage und der Stadt Wolfsburg erfahren Interessierte im Stadtmuseum in den Schlossremisen. Auch für Familien mit Kindern lohnt sich ein Besuch: Exponate wie ein Frisiersalon aus den 1950er-Jahren, ein VW-Schweißeranzug, Blätterbücher und Multimedia-Stationen bringen kleinen und großen Gästen die Stadtgeschichte näher. Im ersten Obergeschoss befindet sich außerdem die Dokumentation über die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Weitere Informationen und Öffnungszeiten finden Sie hier.

Egal ob Frühjahr oder Herbst: Die Gärten rund ums Schloss laden zum Verweilen ein. Der große Schlosspark ist als englischer Landschaftsgarten gestaltet – mit kleinem Barockgarten und Skulpturenpark. Südlich schließt die Aller den Park ab. Das ganze Jahr über finden im und ums Schloss Veranstaltungen statt. Am 7. April startet etwa wieder die Landpartie.

Übrigens: Auch der gemeinnützige Verein Junge Kunst öffnet seine Türen für Kunstinteressierte kostenlos. In den Räumen in der Schillerstraße wird bis Anfang Juni eine raumgreifende Konzeptausstellung (Fotografien, Video, Skulptur) von Daniel Poller gezeigt. Titel: „Viertel nach vor“. Mehr Infos gibt es hier.

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Wolfsburg-Tipp 4: Architektur – Bauwerke einer jungen Stadt erleben

Wolfsburg ist eine junge Stadt. Im Jahr 1938 wurde die „Stadt des KdF-Wagens“ für das neue Volkswagenwerk geplant. Zwischen 1950 und 1970 entwickelte sich das Gesicht Wolfsburgs. Die Architektur der Nachkriegsmoderne ist hier wie in kaum einer anderen Stadt erlebbar.

Die Bauten der weltberühmten Architekten Alvar Aalto, Zaha Hadid und Hans Scharoun lohnen einen Besuch. Mit seinen drei Bauwerken in Wolfsburg realisierte der finnische Architekt Alvar Aalto so viele Bauten wie in keiner anderen Stadt außerhalb Finnlands: Das Alvar-Aalto-Kulturhaus in der Porschestraße beherbergt unter anderem die Stadtbibliothek, zwei Kirchengebäude finden Architektur-Interessierte mit der Heilig-Geist-Kirche im Stadtteil Eichenkamp und dem Stephanus-Gemeindezentrum in Detmerode. Mithilfe von 27.000 Kubikmetern Beton hat die Architektin Zaha Hadid mit dem Phaeno am Nordkopf ein einzigartiges Bauwerk geschaffen. Die verschiedenen Ebenen, Rampen und Rolltreppen lassen sich bei einem Rundgang ums Gebäude gut erkunden. Auch ein Abstecher zum 1973 eröffneten Theaterbau am Klieversberg bietet sich an. Er wurde nach Plänen des Architekten Hans Scharoun entworfen.

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Wolfsburg-Tipp 5: Natur pur im Ilkerbruch und Drömling

Im Ilkerbruch im Nordwesten der Stadt ist der Straßenverkehr fern. Das Naturschutzgebiet nahe Fallersleben ist wertvoller Lebensraum für zahlreiche Vogelarten und viele andere Tiere. Von Wasser- und Grünflächen umgeben, finden Besucherinnen und Besucher vor allem eines: Ruhe und Entspannung. Wer die grüne Oase mit dem Fahrrad oder zu Fuß erkundet, sollte an ein Picknick denken und Verpflegung mitnehmen – Rastmöglichkeiten gibt es entlang der Strecken zuhauf. Wer Zeit und Geduld mitbringt, kann die Tiere in ihrem Verhalten beobachten. Ein etwa 12 Meter hoher Aussichtsturm auf der Südseite des Ilkerbruchs bietet zum Beispiel einen schönen Blick aus der Seeadlerperspektive auf das Naturschutzgebiet.

Östlich von Wendschott und Vorsfelde liegt der Drömling, ein Naturschutzgebiet, das sich die Bundesländer Niedersachsen und Sachsen-Anhalt teilen. In jeder Jahreszeit hält das Areal Besonderheiten bereit, jetzt im Frühling sind zahlreiche Tierarten zu sehen. Ob zu Fuß oder mit dem Rad: Hier können Besucherinnen und Besucher Gänse, Reiher und Störche beobachten. Zahlreiche Schilfflächen gibt es zu entdecken, Gräben und Sümpfe prägen das Gebiet. Der Drömling ist bekannt für seine Artenvielfalt.

Wolfsburg-Tipp 6: Stadtwald – Arboretum, Quellen und Brunnen

Drei Fußballfelder groß ist das Arboretum im Wolfsburger Stadtwald. Dort erfahren Besucherinnen und Besucher mehr über den Wald. Dutzende Baumarten sind hier zu Hause – darunter Klassiker wie Rotbuche, Lärche und Kiefer, Linde und Eibe. Aber auch unbekanntere Exemplare lassen sich bei einem Waldspaziergang im Stadtforst entdecken. Eine Wanderung durch das romantische Hasselbachtal ist eine kurzweilige Runde für Familien – auch für Kinderwagen ist die Route geeignet. Ein Tipp für Eltern: Nehmen Sie Gummistiefel und Wechselklamotten mit, damit das Erkunden des Baches, der Brunnen und Quellen noch mehr Spaß macht.

Zugang zur Brunnen- und Quellenwanderung gibt es reichlich: beispielsweise am Steimker Berg, in Barnstorf, am Waldparkplatz zwischen Mörse und Hattorf sowie in Detmerode. Offizieller Start- und Zielpunkt ist ein Platz am VW-Bad. Ein trockenes Plätzchen zum Pausieren gibt es unter anderem in der Hütte an der Käfertränke.

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Wolfsburg-Tipp 7: Spielplätze für kleine Abenteurer

Mehr als 100 Spielplätze im Stadtgebiet sind für Kinder geöffnet. Ein ganz besonderer Spielort erwartet Familien in Fallersleben: Auf dem betreuten Aktivspielplatz in der Walter-Kollo-Straße können sich Mädchen und Jungen auf einem großen Piratenschiff inklusive Sandkasten, Feuerstelle und Wasserbecken austoben. Auch Hühner, Hasen und Ziegen haben hier ein Zuhause. Spielen, Buden bauen, Feuer machen und schnitzen ist auch auf dem Abenteuerspielplatz „Buntspecht“ in der Hermann-Löns-Straße in Wendschott und dem Bauspielplatz im Stralsunder Ring in Westhagen möglich. Weitere Informationen gibt es hier.

Wolfsburg-Tipp 8: Tiergehege – 130 Tiere auf dem Klieversberg

Einen großen Zoo hat Wolfsburg nicht. Dafür können Kinder im Tiergehege auf dem Klieversberg Tiere beobachten. Seit Anfang März hat der Tierpark, der direkt neben dem Klinikum und dem Ehrenmal in der Nähe der Porschehütte liegt, wieder für Besucherinnen und Besucher geöffnet. 2003 kämpften einige Wolfsburgerinnen und Wolfsburger für den Erhalt des Areals und gründeten einen Förderverein. Damals wollte die Stadt den Park aus Kostengründen schließen. Um die 130 Tiere haben dort ein Zuhause – darunter neben Ziervögeln wie Wellensittiche auch Hühner, Fasane, Pfauen, Kaninchen und Tauben. Zwei Tierpfleger kümmern sich um die Vier- und Zweibeiner. Das Tiergehege hat täglich ab 8.30 Uhr geöffnet. Weitere Informationen gibt es hier.

Wolfsburg-Tipp 9: Burg Neuhaus – Historie, Spazierwege und Steingruppen

Am Ortsrand von Neuhaus, im Osten Wolfsburgs, liegt die gleichnamige mittelalterliche Wasserburg mit ihren hohen und berankten Mauern. Die Burg ist zusammen mit Schloss Fallersleben und Schloss Wolfsburg eines der bedeutsamsten historischen Gebäude der Stadt – und Wahrzeichen des Dorfes. Sie wurde 1372 erstmals urkundlich erwähnt.

Für Geschichtsinteressierte befindet sich im Rundturm ein kleines Burgmuseum (nur sonntags geöffnet). Ein idyllischer Spazierweg führt weg von der Burg, immer den Bach entlang. Links und rechts des Pfades ragen uralte Bäume in den Himmel: mächtige Linden, Kastanien und knorrige Eichen. Holzbänke laden zum Verweilen ein. Von dort lohnt sich auch ein Abstecher ins Hehlinger Holz und eine kleine Wanderung zur Steingruppe „Hohensteine“. Weitere Informationen zur Burg Neuhaus finden Sie hier.


Wolfsburg-Tipp 10: Outdoor-Fitness – Sport unter freiem Himmel

Klimmzugstangen, Barren und Hangelstrecken: Im Allerpark, zwischen dem Hotel Courtyard by Marriot und dem Badeland, können Sportbegeisterte an zehn Outdoor-Fitnessgeräten Übungen an der frischen Luft machen. Die Elemente bilden einen modernen Trimm-Dich-Pfad, der jederzeit kostenfrei genutzt werden kann. Vor dem Training bietet es sich an, eine Runde um den Allersee zu laufen oder joggen, um sich warm zu machen. Wem die Drei-Kilometer-Strecke zu kurz oder zu lang ist, der kann die Wege rund um den See nutzen, um die Laufstrecke zu optimieren. Mehr Infos hier.

Fragen zum Artikel? Mailen Sie uns: redaktion.online-bzv@funkemedien.de

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