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Grundschule Wendschott: Kein Losverfahren, aber Sorgen bleiben

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Die Grundschule in Wendschott: Für das Schuljahr 2023/24 konnte das Losverfahren abgewendet werden. Aber wie geht's weiter?

Die Grundschule in Wendschott: Für das Schuljahr 2023/24 konnte das Losverfahren abgewendet werden. Aber wie geht's weiter?

Foto: LARS LANDMANN / regios24

Wendschott.  Die Elternschaft der Grundschule Wendschott erhofft sich viel von einem Workshop am 16. Mai. Sie stellt klare Forderungen an die Verwaltung.

Eigentlich eine gute Nachricht: Die 52 Kinder, die sich für die Einschulung nach den Sommerferien 2023 an der Grundschule Wendschott beworben haben, haben auch alle einen der 52 Plätze bekommen. Weil die Rechnung genau aufgegangen ist, entfiel das befürchtete Losverfahren für das Schuljahr 2023/2024.

Für Rebecca Saam, die im Namen der Elterninitiative für mehr Schulplätze in Wendschott spricht, hat das aber eher damit zu tun, dass Eltern aus Sorge, keinen Platz an der Einrichtung Am Teiche zu bekommen, sich schon im Vorfeld umorientiert hätten: „Das Verfahren hat sich aufgrund von Ängsten verändert, nicht aufgrund von Freiwilligkeit.“ Die 36-Jährige sieht nach wie vor die Verwaltung in der Pflicht zu handeln und hofft jetzt auf einen Workshop, der am Montag, 16. Mai, stattfinden soll. „Den Workshop hat man seit mehr als einem Jahr anvisiert, und Ende März musste er dann noch einmal coronabedingt verlegt werden“, berichtet Saam und fordert: „Ich hoffe, dass man uns in diesem Workshop nicht wieder auf die Zukunft vertröstet, sondern konkrete Lösungen findet und diese so schnell wie möglich in die Umsetzung bringt.“

Auch der Wendschotter Ortsrat steht hinter den Eltern

„Für den Ortsrat ist nur eine Lösung akzeptabel, die das Losverfahren nachhaltig nicht mehr notwendig macht“, erklärt Siegfrid Leu. Der Ortsbürgermeister wies auf den im März einstimmig gefassten Ortsratsbeschluss hin. Dieser hat zum Inhalt: Die Stadtverwaltung möge prüfen, ob in der Nähe der Grundschule Wendschott die Möglichkeit besteht, eine Dependance oder ein Nebengebäude für die Unterbringung eines Klassenverbandes herzustellen. Als Begründung wird aufgeführt, dass die vorhandenen Kapazitäten seit Jahren nicht ausreichen, um allen angehenden Wendschotter Schülern in der Grundschule in dem Ort einen Schulplatz zu stellen.

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Leu: „Wir vom Ortsrat unterstützen den Wunsch der Eltern nach einer adäquaten wohnortnahen Beschulung.“ 1713 Haushalte zählte Wendschott am 31. Dezember 2021. „Und die Bevölkerung wird weiter exponentiell wachsen. Also wird die derzeitige Zweizügigkeit auch künftig nicht ausreichen“, rechnet der Ortsbürgermeister vor, der ebenfalls an dem Workshop teilnehmen wird.

Dezernentin Bothe will dem Workshop nicht vorgreifen

Iris Bothe, Dezernentin für Jugend, Bildung und Integration, wollte sich im Vorfeld nicht zu dem Thema äußern und lässt über das Pressereferat mitteilen: „Es hat sich in der Vergangenheit bewährt, mit allen Beteiligten aus Schule, Elternschaft, Verwaltung und Politik gemeinsam über Herausforderungen in der Schullandschaft an einzelnen Standorten zu sprechen. Der Workshop ist ergebnisoffen angelegt und auf einen persönlichen, offenen und konstruktiven Dialog miteinander angelegt. Daher werde ich auch aus Respekt allen Beteiligten gegenüber zum jetzigen Zeitpunkt keine Einschätzungen abgeben, sondern die Entwicklung im Rahmen des Workshops abwarten.“ Ähnlich sieht das die Schulausschuss-Vorsitzende Christa Westphal-Schmidt.

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