VfL Wolfsburg

Wolfsburger Polizei kritisiert aggressive Stimmung der VfL-Ultras

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Kurz vor der Partie im Stadion und auch in der Wolfsburger Innenstadt zündeten VfL-Fans Rauchtöpfe und Bengalos. 

Kurz vor der Partie im Stadion und auch in der Wolfsburger Innenstadt zündeten VfL-Fans Rauchtöpfe und Bengalos. 

Foto: Darius Simka / regios24

Wolfsburg.  VfL-Fans zünden Rauchtöpfe und Bengalos in der Wolfsburger Innenstadt und der VW-Arena. Auch beim Fanmarsch zum Stadion gibt es Zoff.

Schiedlich-friedlich 2:2 trennten sich der VfL Wolfsburg und der FC Bayern München am letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga. Offiziell war die VW-Arena mit 30.000 Zuschauern, darunter mindestens 5000 Gäste-Fans, erstmals nach mehr als zwei Jahren wieder ausverkauft. Für die zahlreich eingesetzten Polizeikräfte war es ein vergleichsweise ruhiger Nachmittag, allerdings mit einigen unschönen Ausnahmen.

Aggressives Verhalten der Wolfsburger Ultra-Szene gibt Polizei zu denken

„Die aggressive Grundstimmung und das aggressive Verhalten der Wolfsburger Ultra-Szene gibt uns schon zu denken“, sagte ein Sprecher der Wolfsburger Polizei nach der Partie. Dies sei besonders beim Fanmarsch zu beobachten gewesen. Gegen 13 Uhr seien hunderte VfL-Anhänger von der Kneipenmeile Kaufhof über die Friedrich-Ebert-Straße und die Berliner Brücke in Richtung VW-Arena marschiert. Während des Marsches hätten VfL-Fans immer wieder versucht, von der vorher abgesprochenen Route abzuweichen und die sie begleitenden Polizistinnen und Polizisten dadurch zu provozieren. Die Einsatzkräfte hätten mehrere Anhänger der Grün-Weißen zurückdrängen müssen.

Polizei kritisiert: Vermummte zündeten Nebeltöpfe und Bengalos

„Unterwegs zündeten vermummte Personen Nebeltöpfe und Bengalos“, berichtete der Polizeisprecher. Sogar ein Kind sei dabei beobachtet worden, wie es in der Gruppe einen Nebeltopf anzündete, der diesem offenbar durch den Vater überlassen worden war. Auch in der Nordkurve der VW-Arena entzündeten VfL-Fans kurz vor dem Anstoß grün-weiße Nebeltöpfe. Schiedsrichter Robert Hartmann wartete, bis sich der Rauch vor dem Tor von VfL-Keeper Koen Casteels verzogen hatte und pfiff die Partie gegen den deutschen Meister aus München mit fünfminütiger Verspätung an. „Durch die Rauchentwicklung wurde nicht nur eine Vielzahl friedlicher Zuschauer beeinträchtigt, auch dem Verein fügten diese Täter erheblichen Schaden zu, da der VfL nun durch den DFB mit einer empfindlichen Geldstrafe im fünfstelligen Bereich zu rechnen hat“, erklärte der Polizeisprecher und fügte hinzu: „Die Ermittlungen zur Identifizierung der Täter laufen.“

21-Jähriger attackiert Polizisten und kommt in Gewahrsam

Rund um das Spiel kam es außerdem zu kleineren Rangeleien zwischen Stadionbesuchern und Polizisten. Die Identität von mehreren Personen wurde festgestellt. Ein 21-jähriger VfL-Fan aus Lübbow (Landkreis Lüchow-Dannenberg) wurde für die Zeit des Spiels in Gewahrsam genommen, berichtete der Polizeisprecher. Der alkoholisierte 21-Jährige habe vor dem Spiel einen Polizisten tätlich angegriffen. Ihm wurde durch einen Arzt eine Blutprobe entnommen. Ihn erwartet nun neben einer entsprechenden Kostenrechnung ein Strafverfahren. Nach Spielschluss legten sich noch zwei Gästefans mit der Polizei an. Beide wurden schnell in die Fanbusse verfrachtet und auf die Heimreise geschickt.

Erfreulich war, so der Wolfsburger Polizeisprecher, dass der Verkehr trotz der hohen Zuschauerzahl nicht groß beeinträchtigt war. „Insgesamt war es eine eher ruhige Lage“, bilanzierte der Polizeisprecher. Unterstützt wurde die Wolfsburger Polizei von Kräften der Bereitschaftspolizei sowie einer Diensthundführergruppe und berittenen Einsatzkräften.

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