Mitglieder des ASV Hillerse planen weiteren Gewässerschutz

Hillerse.  Menschliche Hilfe steigert den Fischbestand: Die Angelfreunde sehen sich durch Studienergebnisse des Anglerverbandes Niedersachsen bekräftigt.

Die Angelfreunde des ASV Hillerse mit dem Referenten Thomas Klefoth (rechts) beim Vortrag auf Schloss Gifhorn.

Die Angelfreunde des ASV Hillerse mit dem Referenten Thomas Klefoth (rechts) beim Vortrag auf Schloss Gifhorn.

Foto: Privat

Thomas Klefoth vom Anglerverband Niedersachsen hat im Historischen Museum im Schloss Gifhorn einen Vortrag zum Thema „Einfluss von Anglern auf Gewässerökosysteme: Naturschützer oder Störenfriede?” gehalten. Unter den Zuhörern waren auch Mitglieder des ASV Hillerse.

Klefoth stellte die Ergebnisse einer großangelegten Untersuchung vor, die sich mit der Artenvielfalt an niedersächsischen Seen befasste. Ein Hintergrund dieser Studie sei, dass es durch den Klimawandel in vielen Lebensräumen (auch Süßgewässern) übermäßiges Pflanzenwachstum sowie eingewanderte Arten bei gleichzeitig nachweisbarem Verlust an heimischen Gattungen gebe.

Interessant war die Feststellung, dass 95 Prozent der Seen in Niedersachsen künstliche, also menschengemacht seien. Diese seien mehrheitlich von Angelvereinen gepachtet, die sich um die Hege kümmern müssen. Der Vergleich zeige, dass sich selbst überlassende Gewässer eine auffällig geringe Fischartenvielfalt aufwiesen, so Klefoth.

Betrachtet man die Ergebnisse in Summe, so kann festgehalten werden, dass sich die Uferpflege durch Angler positiv auf den vorgefundenen Naturschutzwert von Fischen, Unterwasserpflanzen und Libellen auswirke.

Dies bestätigte auch die ASV-Aktiven in ihrer Arbeit: „Die Wichtigkeit der Durchführung der Hege unserer Vereinsgewässer sowie von Natur- und Gewässerschutzprojekten durch Angler steht völlig außer Frage”, sagte der Naturschutzbeauftragte Jens Fieser. Man wolle weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensbedingungen in den Vereinsgewässern zu planen.

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