Veranstaltung

„Power Percussion“ entfachen in Wolfsburg rhythmisches Feuerwerk

| Lesedauer: 2 Minuten
Pauken, Gongs, Becken, Klanghölzer, Alu-Leitern oder auch Blechkanister. Bei „Percussion Power“ im Scharoun-Theater wurde am Freitagabend alles zur Trommel. Acht Schlagzeuger entfachten ein Feuerwerk rhythmischer Musik aus vielen Kulturen.

Pauken, Gongs, Becken, Klanghölzer, Alu-Leitern oder auch Blechkanister. Bei „Percussion Power“ im Scharoun-Theater wurde am Freitagabend alles zur Trommel. Acht Schlagzeuger entfachten ein Feuerwerk rhythmischer Musik aus vielen Kulturen.

Foto: LARS LANDMANN / regios24

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Wolfsburg.  Acht Schlagzeuger zeigen am Freitagabend im Scharoun-Theater, dass alles beschlagbar ist – Pauken, Leitern, Blechkanister. So war die Trommelshow.

Alles ist ein Instrument. Die Kesselpauken, Gongs, Becken, Klanghölzer, Alu-Leitern, Blechkanister. Alle sind beschlagbar. Alles wird zur Trommel. Wenn diese acht Schlagzeuger loslegen. Mit den Schlegeln, mit ihren Händen – und mit dem rhythmischen Klatschen des Publikums.

Die Leute im nach Corona-Regeln ausverkauften Scharoun-Theater gaben sich am Freitagabend nach gut 100 Minuten „Percussion Power“ selbst eine längere Zugabe. Dirigiert von einem der Trommler. Dann feierten sie Nils Berger, Takuya Taniguchi, Simon Popp, Damion Sanchez, Thomas Sporrer, Hendrik Thiesbrummel, Timo Weber und Stephan Wildfeuer enthusiastisch.

Rhythmisch, na klar. Sogar wildrhythmisch waren die Kompositionen. Auch leise, sanft, melodisch. Oder asiatisch, afrikanisch, bayrischer Blasmusik ebenso entlehnt wie strenger japanischer Kodo-Trommelschule. Da wechselten pulsierende Beats mit schillernder Klangpracht, erklangen Regenhölzer. Dann wieder ertönten synthetische Klänge, tauchten die Schlagzeuger fluoreszierend ein in eine elektronische Welt.

Schlagzeuger nehmen Publikum auf eine Reise um die Welt

Es war, wie der Titel „Around the World“ verhieß , eine Reise um die Welt: in die Metro Brooklyns (New York), den Regenwald am Amazonas. In die Kulturen aller Völker, aller Kontinente. Wirkungsvoll dargeboten in ebenso vielfältigen, überraschenden Choreografien.

Da tauchte die Lichtregie die Bühne ins Dunkel bis auf eine kleine Kiste. In dem Kasten wurden Gummistiefel sichtbar, erst gelbe, dann weiße, blaue und rote – jeweils ein Paar. Sie steppten. Sie witzelten auch, so als verliebe sich ein „Gelber“ in einen „Blauen“, kehrt zu seinem Partner zurück – und sie streichelten sich liebevoll. Eine tolle Inszenierung des Steppens.

Kraftvoll und stark, atemberaubend schnell wirbelnd – so schnell, dass die beiden Schlegel wie ein Fächer wirkten – spielte Taniguchi in traditioneller japanischer Kleidung die japanische Taiko, den Gong und kleinere Trommeln. Fernöstliche Klänge, die einem hierzulande ungewohnten, teilweise beängstigend disziplinierten Klangschema folgten. Sodann vereinte er sich mit den anderen Trommlern zu einer die Kulturen zusammenführenden Vorstellung.

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Titel der Nummern müssen nicht genannt werden, es bleibt das lange nachklingender Erlebnis eines großartigen Auftritts, der die Vielfalt und damit den Reichtum der Möglichkeiten zeigte. An Ringo Starr, der den Beatles einen unverwechselbaren Rhythmus verlieh, erinnerte das Ensemble mit „Come Together“, das Publikum sang den Refrain „right now. Over me“ gekonnt mit. Englands bedeutender Beitrag zur heutigen Weltkultur.

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